Werbung Global Artikel

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Ich habe es geschafft!

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Ich habe es geschafft!

    ... heute meine erste Lackierung zu probieren.
    Das Opfer, ein dunkelgrüner mit kleinen Beulen
    und Dellen bestückter Deckel einer alten Plätzchen-
    Dose.

    Täter: Sata 3000RP 1,3 mit von Plasma fertig
    gemischtem 1K-Basislack in Ferrari-Gelb. Den Druck
    habe ich anhand des vorgeschalteten Devilbiss-
    Analog-Manometers auf 2,0 Bar eingestellt.
    (bei offener Düse selbstverständlich)

    Habe den Deckel angerauht mit relativ grobem
    Schmirgel, dann mit Aceton und Silikonreiniger
    abgewaschen und mit Küchenpapier abgetrocknet.

    Wegen Angst, meine neue PRI-PRO mit 2K-Füller
    ein für alle Male zu versauen, habe ich mir überlegt,
    man könnte ja mal probieren, wie stark die Schmirgel-
    kratzer und Beulen vom Basislack abgedeckt werden.
    Deshalb habe ich bewusst keinen Füller gespritzt.

    Also direkt nach der Reinigung und dem Abtrocknen
    die Fertig-Mischung Ferrari-Gelb-Basislack drauf. Erst
    nur bissi, so dass es halb bis drei viertel gedeckt hat.

    Dann ca 10 Min ziehen lassen, mit Küchenpapier
    die lose aufliegenden Staubpartikel abgewischt,
    danach deckend draufgespritzt.


    Ergebnis: So lange es nass war, war von den Kratzern
    nichts mehr zu sehen. Alles hoch glänzend. Dafür dachte
    ich, ich wäre der erste Mensch, der es geschafft hat, eine
    Orangenhaut mit Basislack zu zaubern.

    Als ich mich gerade damit abgefunden hatte, bemerkte ich,
    dass der sich beim trocknen des Lackes komplett geglättet
    hatte. Dafür wurde der Lack nun irgendwie seidenmatt
    statt hochglänzend und die kleinen Kratzer vom Schmirgeln
    wurden alle wieder sichtbar. Die Beulen, die von Anfang an
    im Blech waren, waren nun besonders deutlich sichtbar.

    Dennoch war ich mit meinem Ergebnis erst mal sehr zufrieden.
    Im Sinne von mehr hatte ich beim ersten Mal nicht erwartet.
    Eher weniger.

    Habe noch keinen Klarlack draufgespritzt. Wieder Angst, meine
    schöne Pistole mit 2K-Resten ein für alle Mal zu ruinieren.
    Außerdem wollte ich mich erst mal auf meinen Lorbeeren aus-
    ruhen.

    Was habe ich daraus gelernt:
    1. Weil Beulen und Dellen nach Neulackierung anscheinend
    besonders betont werden, muss man sich hier schon sehr
    viel Mühe geben, damit das Endergebnis stimmt.
    2. Weil der Basislack nach dem Trocknen wirklich keinen einzigen
    Kratzer abdeckt, oder höchstens aller superfeinste, kommt man
    ums Füllern anscheinend auch nicht drum herum.
    3. Es scheint so zu sein, wie Plasma mir gesagt hat: Das was
    man bei der Sata während und unmittelbar nach dem Lackieren
    sieht, ist etwas völlig anderes, als das was man nach dem
    Trocknen hat.
    4. Das Pistolenreinigen müsste ich dringend systematisieren.
    War ein hecktisches Gekleckere mit der Verdünnung. Muss mir
    das Reinigungsvideo von Sata noch mal genau anschauen.

    Meine nächsten Versuche sehen so aus: Ich besorge mir
    eine ganze Armada dünner und daher billiger MDF-Platten,
    die erst mal alle 2K-gefüllert werden. Erst mal eine einzige,
    um zu sehen, wie das mit dem Füllern grundsätzlich klappt.
    Sobald ich glatte Oberflächen erreiche, werden alle restlichen
    Platten gefüllert.

    Diese verwende ich dann für meine nächsten Basis-
    Lackierversuche. Was davon gut wird, wird für die Klar-
    Lackversuche verwendet. Eventuell versuche ich auch
    einzelne Fehler bewusst einzubauen. Mal zu nah heran
    gehen, mal zu weit weg, mal zu viel Druck, zu wenig
    Druck. Falls ich den Nerv dazu habe, will ich alle Versuche
    dokumentieren.


    Irgendwas scheint aber mit den Manometern nicht
    zu stimmen. Am Manometer der EWO-Druckaufbereitung
    hatte ich 4 Bar eingestellt. Der Manometer von Devilbiss
    zeigte bei geschlossener Düse allerdings 6 Bar an.
    Bei komplett geöffeter Düse fiel der Druck auf einen
    niedrigeren Wert ab, den ich an der Pistole bei offener
    Düse auf 2,0 Bar einstellte.

    Vom Erkenntnisgewinn her bin ich heute absolut zufrieden.
    Das Ergebnis ist handwerklich aber alles andere als professionell.
    Dennoch: Wenn ich mir vorstelle, wie das heutige Blech mit
    Klarlack hoffentlich aussieht, dann wäre es für meine
    bescheidenen Ansprüche jetzt schon gut genug für
    mein Auto.
    Zuletzt geändert von Holger; 25.09.2009, 18:41. Grund: Verschoben

  • #2
    herzlichen glückwunsch viel spaß beim üben

    was soll der quatsch mit der füller pistole und 2 k ? saubermachen und gut > verdünnung in becher durchspülen > düse raus und bürste rein > abzug ohen luft betätigen und einen kleinen schluck an verdünnung in der gun drin lassen

    vorarbeit ist das a und o > fehler frei schleifen ist verdammt schwer

    lass das mit dem küchenpapier das fusselt, besorg dir vernünftige tücher bzw staubbinde tücher

    mdf saugt nimm eine mdf grundierung sonst brauchste das 3-4 fache an füller

    dreh das manometer am kompressor mal auf 2 bar dann guckste was noch ankommt. dann weißte welches manometer kaputt ist (verluste haste ja sowieso > schlauch etc)

    und für die zukunft:
    bilder immer schön gegens licht machen um die spiegelungen zu sehen

    gruss

    Kommentar


    • #3
      Karl, deine Beiträge sind echt zum brüllen

      nicht bös gemeint


      Zitat von Karl Römer Beitrag anzeigen
      4. Das Pistolenreinigen müsste ich dringend systematisieren.
      War ein hecktisches Gekleckere mit der Verdünnung.
      http://www.esska.de/esska_de_s/reini...ta-multi-.html

      jetzt wackelt aber bald die 2000€ Grenze

      Kommentar


      • #4
        Jetzt braucht es ja noch Honigtücher, dann schellt es schon beim 2000er, hehe



        (Hatten wir nicht mal einen Spezialisten mit Klopapier Liebe oder so)

        Kommentar


        • #5
          Zitat von b2b Beitrag anzeigen
          (Hatten wir nicht mal einen Spezialisten mit Klopapier Liebe oder so)
          ja scho....der hat das aber als Sieb benutzt^^ und anschliessend kam das Teil in Muttis Backofen

          Kommentar


          • #6

            Kommentar


            • #7
              was soll der quatsch mit der füller pistole und 2 k ? sauber-
              machen und gut > verdünnung in becher durchspülen > düse
              raus und bürste rein > abzug ohen luft betätigen und einen
              kleinen schluck an verdünnung in der gun drin lassen.
              Mir fehlt noch die Erfahrung, wie lange sich das noch mit
              Verdünnung reinigen lässt. Ich habe Angst, dass das
              2K-Zeug in der Pistole hart wird.


              vorarbeit ist das a und o > fehler frei schleifen ist verdammt schwer
              Ja, das sehe ich absolut ein. Früher dachte ich immer, die
              Lackierereien würden sich eine goldene Nase verdienen. Drei
              vier Stunden arbeit, nen Hunni für's Material und dann 2000€
              abgreifen. Durch meine Spielereien kann ich so langsam auch
              verstehen, warum eine Komplettlackierung so teuer ist. Weils
              richtig viel Arbeit ist und teilweise schon an Kunst grenzt.

              lass das mit dem küchenpapier das fusselt, besorg dir vernünftige
              tücher bzw staubbinde tücher
              Ja nee, die Profi-Staubwischtücher habe ich ja auch, aber die
              wollte ich beim ersten Mal nicht gleich ver(sch)wenden.

              mdf saugt nimm eine mdf grundierung sonst brauchste das 3-4
              fache an füller
              Gut, dass du das schreibst. Ich hatte zwar geahnt, dass MDF
              ein wenig saugt, aber wenn es so viel ist, dann nehme ich doch
              lieber Schrottbleche und Plätzchendosen.

              dreh das manometer am kompressor mal auf 2 bar dann guckste
              was noch ankommt. dann weißte welches manometer kaputt ist
              (verluste haste ja sowieso > schlauch etc)
              Verluste hätte ich nur erwartet, solange Luft fließt. Im Stillstand
              - also Düse zu - müsste der Druck überall zwischen Pistole und
              Druckminderer in der Wartungseinheit gleich sein. Aber die
              zeigt mir halt vier Bar an, während an der Pistole 6 Bar anliegen.
              Sozusagen negative Verluste.


              und für die zukunft: bilder immer schön gegens licht machen
              um die spiegelungen zu sehen
              Jawoll, mach ich.


              Karl, deine Beiträge sind echt zum brüllen
              Ich lerne wie ein Baby. Das ist aus Sicht der Könner halt
              zwangsläufig manchmal zum brüllen.


              So ein Pistolenreiniger ist ja ganz nett, aber das sprengt
              definitiv den Sinn-Rahmen. Es würde mir zwar Arbeit sparen,
              aber nicht die Komplexität reduzieren. Vom Sinn her schon
              eher eine Lackierkabine, aber die sprengt mein Budget.

              Die 2000€-Grenze sollte schon so halbwegs eingehalten
              bleiben. Mir fehlen ja nur noch paar Politursachen, Lackhobel,
              Konturenschleifer etc. Es hält sich also noch in Grenzen.

              Kommentar


              • #8
                Echt lol die Nummer mit der Keksdose... Aber mehr schreib ich nicht dazu

                Kleiner Tipp: vergiss die MDF Platten und nimm beschichtete Spanplatte. Brauchste nur anschleifen und dann kannste drüberlacken oder -füllern (zum üben).

                Thomas
                RTFM!

                Kommentar


                • #9
                  gibt auch die beschichteten platten > auf jedenfall die keks dose bei oma stehen lassen. mit einer airbrush wäre das eine fläche aber mit der 1,3 düse ... 1 mal drüber fertig > wenn das anstehende ziel das auto werden sollte, dann mußte aber lange strecken, ecken etc lackieren

                  mit verdünnung bekommste "alles" an lack sauber, auch wenn der eingetrocknet ist. mußte dann nur ein paar mal mit der bürste drüber oder ein wenig einziehen lassen

                  gruss

                  Kommentar


                  • #10
                    Ja Karl

                    Der Lackhobel ist wichtig


                    Die Texte die du schreibst finde ich echt lustig^^


                    Also weiter so und auch mal Bilder hier hochladen

                    Kommentar


                    • #11
                      Habe heute zum ersten Mal gefüllert. Mit dem 4+1 Zeug von Mipa.
                      Das erste Problem war die richtige Mischung herzustellen, weil
                      der Tisch, auf dem mein Einwegbecher mit der Skala stand,
                      nicht exakt gerade war. So hat sich bei jeder Bewegung des
                      Bechers ein immer dickerer Rand gebildet, so dass ich nicht
                      mehr richtig erkennen konnte, wie viel eigentlich drin war.
                      Ich musste halbwegs schätzen. Kann also sein, dass die
                      Mischung nicht exakt 4:1 sondern irgendwas zwischen
                      sagen wir 3,5 bis 4,5:1 war. Die Zugabe von 2K-Verdünnung
                      ist laut Hersteller je nach Bedarf 0-25%. Ich habe dann
                      geschätzt so 20% dazu getan. Gut und lange umgerührt
                      und dann meine PRI-PRO entjungert.

                      Das Objekt war diesmal ein Reststück Siebdrukplatte aus
                      dem Baumarkt und paar Bretter Klick-Laminat, dass ich in
                      unserer Scheune gefunden habe und als Krönung: Ein mit
                      strukturiertem Kunstfurnier beschichte Spanplatte.

                      Habe zunächst mal alle Platten mit dem Excenter und 400er
                      Körnung angeschliffen und die dann unsystematisch mit
                      Verdünnung und Silikonentferner gereinigt. Nach dem Trocknen
                      noch mal mit dem Küchentuch drüber, das Brett senkrecht gegen
                      einen Glasbaustein gestellt und mit der Pri-Pro mit einem
                      Abstand von geschätzt zw 15 und 20cm mit 2,5 Bar am
                      Manometer an der Pistole gespritzt.

                      Ergebnis: Extrem deckend, keine Tendenz zu Lackläufern,
                      einige Staubeinschlüsse und eine leichte Rauhigkeit, die ich
                      mit dem Excenter und 400er Körnung abgeschliffen hatte.

                      Die Struktur des Kunstholzes war aber immer noch sichtbar,
                      wenn auch nicht mehr so tief. Das andere fühlte sich alles
                      schon sehr glatt an, aber man konnte im Licht noch Struktur
                      erkennen. Ich würde sagen, das ist schon Arschglatt, weil
                      so richtig glatt sind Ärsche im Allgemeinen ja auch nicht.


                      Danach insges 45 Min Wartezeit und dem Abschleifen habe
                      ich auf die Klick-Laminatplatten Gelb draufgespritzt.
                      Zuerst hatte ich bei der Sata den Strahl versehentlich um 90°
                      verdreht. Der Lack fing dann an zu laufen. Beim nächsten Brett
                      Strahl gedreht. Zuerst hatte ich Orangenhaut, die sich dann
                      nach ca 10 Min komplett glatt gezogen hat. Die Struktur ist,
                      bis auf paar Einschlüsse sehr gleichmäßig. Wenn man ganz
                      genau schaut, ist aber immer noch eine feine Rauhigkeit drin.
                      Ich habe dann meinen Bruder gerufen, um mein Werk zu foto-
                      grafieren. Er sollte es irgendwie so machen, dass man diese
                      feine Struktur optimal sehen kann. Gegen die Sonne ging nicht,
                      weil der Fotoaparat irgendwie nicht wollte. Außerdem wollter
                      er nicht kapieren, welche Struktur ich meinen würde. Er würde
                      keine sehen. Das war dann natürlich ein versehentliches
                      Kompliment.

                      Später hat ers dann aber doch noch geschafft, irgendwas
                      zu fotografieren. Ich selbst habe mit meiner Kamera mein
                      Freiluft-Lackierkabine fotografiert. Ich guck jetzt erst mal,
                      wie man hier Bilder einstellt.

                      Klarlack kommt morgen drauf.

                      Kommentar


                      • #12
                        Bilder von meinen Testobjekten

                        Eine Ecke des Brettes ganz groß. Die schwarzen Körner sind
                        Rost, der nur locker oben drauf liegt.

                        IMG_3190 bestes Ergebnis_klein.jpg

                        Einmal gegen die Sonne.

                        GegenSonne_klein.jpg

                        Bissi schräg gegen die Sonne.

                        Gegen die Sonne_1.jpg

                        Meine Open-Air-Lackier-Kabine. Da sieht man auch den
                        Plätzchendosen-Decke, der mittlerweile aber schon schwer
                        gelitten hat. Habe probiert, ob der Lack sich noch mit Aceton
                        lösen lässt. Ja, er tut es. Und zwar auf der Stelle. Hätte ich
                        nicht gedacht. Dann noch Fillerstaub drauf....

                        Lackierkabine.jpg

                        Die gefillerte Siebdruckplatte.

                        DSC_0002.jpg

                        Kommentar


                        • #13
                          f vergessen du schwein

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Karl Römer Beitrag anzeigen
                            Das erste Problem war die richtige Mischung herzustellen, weil
                            der Tisch, auf dem mein Einwegbecher mit der Skala stand,
                            nicht exakt gerade war.
                            ich brech noch ab

                            das wird das härteste making of, seit dem es die Seite gibt XD

                            Kommentar


                            • #15
                              ************

                              Kommentar

                              Unconfigured Ad Widget

                              Einklappen
                              Lädt...
                              X