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Wie Bleche formen

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  • Wie Bleche formen

    Hallo Leute,

    habe einen Opel Frontera gekauft den ich etwas aufbereiten möchte. Der hat die hinteren Kotflügelecken Durchrostung und leider gibt es diese Ecken nicht als Ersatzteil. Ich schaue bereits nach gebrauchten guten, aber sehr rar am Markt und die Schlachtfahrzeuge sind in den Ecken auch durchgerostet.

    Wenn es eine gerade Fläche wäre mit einer Rundung dann würde ich solch ein Blech selbst bauen können, aber der Bereich ist schon recht verwinkelt, denn man hat zum einen die Längsvertiefung, dann eine Wölbung nach unten, dann eine Wölbung nach hinten welche auch unten eine Wölbung wieder hat. Zumal die Kotflügelecken auf der Fahrer- und Beifahrerseite gemacht werden müssen und diese symetrisch sein müssen. Oder mache ich mir damit viel zu sehr Gedanken und man könnte den rostigen Bereich wegschneiden, dann Glasfasermatten von drinnen einkleben und dann von aussen verspachteln?

    Welche Tips könnt ihr mir geben? Oder kennt ihr Leute die sowas nach Muster vom Alten herstellen? Ich habe mal irgendwo gelesen, daß es in Polen solche Firmen gibt...

    Danke für die Mithilfe

    LG
    KC


  • #2
    Glasfaser hält nicht so und wenn der TÜV Onkel dran klopft kommste eventuell nicht durch.

    Jeder Blech KFZler kann sowas nicht nur in Polen.
    Nur der Preis ist da die Frage.

    Hat Opel gar nicht mehr?
    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
    Francis Picabia 1879-1953

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    • #3

      Die billige Tour wäre das man von innen einfach grob ein wenig Blech dahinterschweisst und denn aussen mit Spachtel halt die Form macht. Ok...kann auch halten, aber dann muss man genauso Aufwand betreiben wie wenn man es vernünftig macht, da muss man genauso gut Grundierung reinbringen und versiegeln damits nicht rostet.


      Ich mach mir für solche Formen immer ein Stück Papier als Vorlage. Man kanns theoretisch auch direkt aus dem Blech hämmern, aber bei den vielen Kanten und Biegungen halt ich das für zuviel Aufwand und vermutlich wird das auch viel zu krumm.

      Schneid dir einen Papierstreifen der breit genug ist das er jeweils einen Bereich inklusive einer Biegekante abdeckt. Nur so ungefähr erstmal.

      Dann legste das Papier auf die grössere Fläche glatt auf so das auf der Fläche keine Wellen oder Falten im Papier sind. Mit Klebeband die Oberkante komplett einmal ankleben damit sich das auf keinen Fall verzieht beim nächsten Schritt.

      Dann drückst du das Papier in die erste Kante etwas hinein, dann siehst du wo sich Falten ergeben, diese markierst du mit einem Stift. Das sind nacher die Markierungen wo du das Blech einschneidest um diese Biegung dann durch Biegen des Bleches nachzubilden.

      Wenn du so die erste Biegung auf dem Papier angezeichnet hast fixierste auch diese Kante mit Klebeband. Dann machste bei einer weiteren Biegung dasselbe, anzeichnen, Klebeband drauf und fertig.

      Diese Einschnitte sind dabei nicht einfach nur gerade Schnitte, sondern quasi spitze kleine Dreiecke. Wenn man es dann biegt schliesst sich das dann wieder. Das kann man auf dem Papier schön sehen wenn man es in eine Kante hineindrückt, es will ständig Falten werfen. Und genau diese Falten muss man dann ausschneiden.

      Wenn du mit der Form zufrieden bist kannste mit dem nächsten Blech weitermachen.

      Ich lasse das Klebeband immer auf dem Papier drauf und leg das um die Kante, so ist das stabiler und reisst nicht ein. Dadurch kann ich die Schnittstellen gut einschneiden und wenn ich das ganze auf Blech dann nachzeichne rutscht das Papier nicht immer weg.

      Mit diesen drei Blechen die im Foto zu sehen sind kannste dann die gesamte Form nachbilden.

      Natürlich werden sich die Bleche nicht ganz exakt an den Schnittkanten treffen. Zu diesem Zweck machste einfach eine Lasche, ein schmaler Streifen Blech den du von hinten an eine der Kanten mit Schweisspunkten anheftest. Das folgende Blech liegt dann schön auf dieser Lasche auf, dadurch hast du nacher weniger Probleme beim verschweissen der Bleche und die lassen sich dann auch viel leichter auflegen und anheften. Ist ne sehr große Erleichterung bei solchen arbeiten.

      So ist das mit ner Lasche ungefähr, kann man sich gut vorstellen das man das rechte Blech dann total gut auflegen kann, es wird viel bündiger und ist viel besser schweissbar:

      Lasche.jpg

      Ich hab so schon viele gruslige Formen gemacht, ist ein wenig Arbeit, aber macht total Spaß find ich, vor allem weil man ja auch sieht das man richtig was erreicht mit Blech.

      Wichtig ist das man es laaaangsam schweisst. Im Abstand von 10cm erst Schweisspunkte, warten bis es kalt ist, dann immer zwischen diesen Punkten mittig noch einen Punkt machen. Wieder warten, dann zwischen die neuen Punkte wieder mittig einen dazwischen usw usw.

      Man muss das nicht unbedingt komplett zuschweissen, man kann es auch mit Punkten alle zwei cm lassen, umso mehr man schweisst umso mehr Wellen wirft das Blech nacher durch die Hitze. Aber dann muss man zusehen das man auch vernünftig Grundierung dazwischen bekommt bevor man das spachtelt undso.

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      • #4
        Noch was vergessen. Nicht zu dickes Blech nehmen

        Da ich schon viele Autos geschlachtet hab um Ersatzteile zu sammeln hab ich mir dann aus Dach und Türen immer das Blech rausgeschnitten. Hat mehrere Vorteile, es ist von der Rückseite gut grundiert was auch nicht so leicht abplatzt beim biegen, in meinem Fall sind die Bleche auch noch verzinkt.

        Zum schweissen schleife ich mit der Fächerscheibe dann rundum die Kanten etwa 5-7mm breit den Lack ab damits beim schweissen nicht stört. Auch die Zinkschicht (bei meinen Blechen) muss runter sonst brennt das gern weg und Löcher ins Blech oder erzeugt Poren im Schweisspunkt so das der nicht hält.

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        • #5
          Der Tipp mit Spachtel ist schon mal schlecht.
          Zu hohe Schichten Spachtel bringen eher Probleme.


          Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
          Francis Picabia 1879-1953

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          • #6
            Wirklich ausführlich beschrieben, scheint auch recht easy zu sein. Wenn das Blech von Innen sitzt, könnte man es ja noch gut heiss machen und noch näher an das eigentliche Blech ranklopfen um eine dünnere Spachtelschicht zu haben.

            Mein originalblech ist nicht verzinkt, ich werde auch kein verzinktes Blech nehmen als Reparatur. Meine Frage ist, wenn man das alles roh zusammengeschweisst hat, wie schützt man die Innenseite vor Rost? Das gleiche gilt auch für den Türschweller, ich muss beide Seiten neu machen. Wenn ein neuer Schweller eingeschweisst ist, wie versiegelt man den von der Innenseite wenn man da gar nicht rankommt?

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            • #7
              In den Einstiegen bohrt man ein Loch von der Holmseite. Mit einer Sonde oder Schlauch Hohlraum oder spezielle Mittel. Und das Loch wird mit einem Gummistopfen verschlossen.

              Bleche werden mit einer Schweißgrundierung grundiert. Und nach dem Schweißen ausgebessert. Wenn man rankommt
              Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
              Francis Picabia 1879-1953

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              • #8
                Schweissgrundierung hin oder her, es verbrennt doch eh alles durchs Schweissen. Naja ich habs gecheckt, einfach alles grundieren oder Hohlraumspray wo man halt nur rankommt.

                Das mit den Ecken ausbessern werde ich im Auge behalten, ich schaue erst noch ob ich gebrauchte finde oder ob andere eine weitere Lösung haben.

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                • #9
                  Zitat von khan.cross Beitrag anzeigen
                  Wirklich ausführlich beschrieben, scheint auch recht easy zu sein. Wenn das Blech von Innen sitzt, könnte man es ja noch gut heiss machen und noch näher an das eigentliche Blech ranklopfen um eine dünnere Spachtelschicht zu haben.

                  Mein originalblech ist nicht verzinkt, ich werde auch kein verzinktes Blech nehmen als Reparatur. Meine Frage ist, wenn man das alles roh zusammengeschweisst hat, wie schützt man die Innenseite vor Rost? Das gleiche gilt auch für den Türschweller, ich muss beide Seiten neu machen. Wenn ein neuer Schweller eingeschweisst ist, wie versiegelt man den von der Innenseite wenn man da gar nicht rankommt?
                  Das Blech nacher von innen ranzuklopfen kannst m,al gleich vergessen. Denkste das Originalblech was man ja nunmal sieht am Auto, das würde sich da nicht mitbewegen und wie ein Fels in der Brandung stehen? Das drückst du genauso weg wie alles andere auch.

                  Man darf NIX hindrücken, es muss so eingeschweisst werden wie es ist. Sonst hast du nacher alles verbogen und verzogen und das sieht man dann auch.

                  In dem beschriebenen Fall ist das Blech nicht von innen eingeschweisst. Es sitzt von aussen bündig zum Originalblech, also Stoß auf Stoß eingeschweisst. Deswegen ja von hinten erst Laschen anheften, damit man das neue Blech schön einfach und bündig da draufsetzen und dann verschweissen kann. Da braucht man auch nix warm machen oder so, mit jeglicher Wärme verzeihst du nur das Originalblech, glaubs ruhig, du würdest da Wellen reinbekommen die du nicht haben willst. Man kann mit etwas Wärme z.b. ein gesamtes Seitenteil bis zu den Rändern hin sehr gut verformen. Deswegen macht man kleine Schweisspunkte und wartet auch nach jedem Schweisspunkt ein wenig bis es dort wieder kalt ist.

                  Ja der Rostschutz, hab ich vergessen. Wenn du normales Blech nimmst dann machste da von der Rückseite mit Pinsel einfach EP drauf, den Rand lässte so 5mm oder etwas mehr frei damit das nicht beim schweissen stört.

                  Nach dem schweissen hast du dann ja immer so 1-3cm zwischen den Schweisspunkten und einen winzigen Spalt zwischen den Blechen übrig. Da drückste dann schön den Pinsel mit EP rein mit den Borsten. Dann läuft der EP hinter den Schweisspunkten durch und damit haste dann die Punkte inklusive Kante von innen auch geschützt. Der EP wird natürlich nicht freiwillig in jede Ritze vordringen aber das ist das Maximum was du von aussen halt so erreichen kannst. Wenn das Teil wirklich gut passt dann ist die Kante quasi schon mit dem EP geschlossen und somit "dicht". EP ist ja sehr dickflüssig zäh, man macht keine oder nur sehr wenig Verdünnung rein wenn man das pinselt.

                  Trotzdem sollte man von irgendwo von innen versuchen das auch nochmal zu machen, oft hat man ja Glück das sich da irgendwo Öffnungen befinden wo man z.b. noch mit nem Pinsel rankommt. Ideal wärs wenn man die verschweissten Kanten anschliessend noch mit PU-Dichtmase bestreichen kann, aber das gelingt seltenst wegen der eher mangelnden Zugänglichkeit.

                  Ich hab sone billige Druckbecherpistole von Stabilo mit einem langen dünnen Schlauch und einem abgewinkelten Metallröhrchen, das ist prima um solche Stellen auch durch kleine Bohrungen usw. zu erreichen. Damit wäre es ideal wenn man nach dem spachteln / lackieren die Innenseite mit EP macht. Der Grund dafür ist das man bei Luftspalten warscheinlich auch mal ein klein wenig Spachtel durchdrückt so das der auf der Innenseite etwas rausquillt an den Ritzen. Da wäre er ungeschützt und zieht Feuchtigkeit. Also macht man den EP anschliessen drauf mit Druckbecherpistole und der langen Sprühsonde.

                  Hohlraumversiegelung nicht vergessen, ich nehm in der Regel Fluidfilm. Natürlich erst nachdem alles gespachtelt und lackiert ist...das soll ja nicht aus irgendwelchen Ritzen dann übers Teil kriechen.

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                  • #10
                    Wenn du keine Erfahrung hast, kann ich dir nur empfehlen es von einem Profi machen zu lassen!

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                    • #11
                      Zitat von keniad2 Beitrag anzeigen
                      Wenn du keine Erfahrung hast, kann ich dir nur empfehlen es von einem Profi machen zu lassen!

                      Eine Fachwerkstatt sieht Die Zeit und Kosten bei sowas.
                      Da kommt schon mal die Antwort: Machen Wir nicht, können Wir nicht.

                      Aber es gibt Schrauber die sowas gerne Machen.
                      Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                      Francis Picabia 1879-1953

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                      • #12
                        Es gibt im Zubehör verschiedene blechstärken als Tafeln.
                        Ich habe mir 0.7er und 0.9 er hingelegt... Beides in verzinkter Qualität
                        Ich würde hier das 0.7er einsetzen wenn hier die innen Variante angewendet wird..

                        Aber die Frage ist wie lange soll das Auto laufen?
                        Für eben mal 2 jahre TÜV würde ich das blech von innen vordengeln und gut iss der rest macht von außen der Metall oder ep Spachtel

                        Thema Grundierung - zu schweißen nimmt mal 1k rotbraun Grundierung aus Spraydose von mipa die ist Schweißbar und das verbrannt ist trotzdem rostschutz wirkend
                        Ansonsten nimmt man ep oder az Primer und schön dünn das es schön zwischen läuft
                        Spachteln ist meine Leidenschaft

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                        • #13
                          Kann man bei blanken Blechen auch Zinkspray verwenden als Rostschutz? Also zuerst Zinkspray, dann spachteln, dann grundieren und lackieren? Oder wozu dient das Zinkspray genau?

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                          • #14
                            Auf Zinkspray sollte man nicht Spachteln.

                            Und als Rostschutz ist es eher nur als Zeitnaher Übergang bis zum verträglichen Aufbau gedacht.
                            Zinkspray verträgt sich nicht mit jedem Füller oder Endlack. Lösemittelhaltige Basislacke lösen Zinkspray zu stark an und halten nicht lange.
                            Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                            Francis Picabia 1879-1953

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                            • #15
                              Ein Bekannter von mir meinte, das Löcher auch mit Flüssigmetal zu gespachtelt werden könne. Wie sind eure Erfahrungen mit sowas?

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