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Neuer Klarlack - entstehende Kratzer beim Finishing

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  • Neuer Klarlack - entstehende Kratzer beim Finishing

    Hallo zusammen, ich lackiere eigentlich nebenbei schon seit 20 Jahren immer mal Fahrzeuge. Früher meist jedoch Unilack. Ab und an auch 2 Schichtlack. Bisher war das Ergebnis - trotz der provisorischen Bedingungen - recht gut und es war kein Finish erforderlich. Jetzt hatte ich allerdings doch ein zwei kleine Läufer, habe die beseitigt und gefinished. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich sowohl beim Schleifen, als auch beim Polieren eine Vielzahl von kleinen Kratzern einziehen und es macht den Eindruck, dass der Klarlack nicht richtig durchgetrocknet ist. Oder möglicherweise nach dem Schleifen auch zu dünn ist, da zuviel abgenommen wurde??? Oder die grundsätzliche Schichtdicke zu niedirg ist. Ein Spiegelglanz lässt sich zwar erzeugen, jedoch - wie gesagt - mit erheblichen Kratzern.
    Daher beschreibe ich mal meine Bedingungen und Arbeitsablauf. Sehr wichtig zu erwähnen ist, dass ich in der Halle KEINE Heizung habe und nach dem Ablüften reichlich mit Infarot trockne. Dazu verwende ich meist das dreifache der empfohlenen Zeit und der Lack ist dann augenscheinlich ausgehärtet. Danach steht das Fahrzeug allerdings über Nacht kalt, aber nach meinen Kenntnissen, sollte ja nach IR-Trocknung die chemische Reaktion abgeschlossen sein und auch im Profibereich wird ja danach weitergearbeitet.
    - Wasserbasislack + Klarlack
    - Farbton Schwarz
    - IR-Trocknung
    - Finish:
    - (1000)/1500/2000/2500/3000 Wasser von Hand oder gleiches Ergebnis mit Exzenterdruckluftschleifer
    - danach menzerna 3-Schrittpolitur mit Exzenterpoliermaschine

    Ich werde morgen nochmal eine Seite mit Klarlack machen und mal mein neues Schichtdickenmessgerät einsetzen, da wissen wir dann genau, wie viel ich drauf habe und was ich beim Schleifen abnehme. Dass er nicht richtig trocken ist, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dann wäre die Oberfläche nicht so hart. Man fühlt das ja eigentlich sofort.

    Vielen lieben Dank für eure Tipps und Hilfe. Schönes Wochenende Felix

  • #2
    Hallo,
    da es nicht „den“ Klarlack gibt, wären hier schon weitere Angaben hinsichtlich des Produktes notwendig.
    Als nicht Profi würde ich aber von einem „noch nicht durchgehärteten Klarlack“ ausgehen.
    Es mag sein, dass der an der Oberfläche schon „hart“ ist, aber beim Schleifen eben nich nicht durchgehend hart.


    Aber dazu sollte man wissen welches Produkt eingesetzt wurde.

    Gruß quat
    SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
    SATA minijet 4400 RP 1,2SR (für die kleinen Dinge zwischendurch)
    SATA 100 B F RP 1,6 (Grundierfüller)

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    • #3
      Hallo Quat!
      Herzlichen Dank für deine Antwort, ja, das sehe ich auch so. Wobei ich es mir bei den dünnen Klarlackschichten nur schwer vorstellen kann, aber es muss so sein. Und ja, ich hatte die Angaben vergessen, das ist mir hinterher auch eingefallen.
      Ich habe

      Redocryl HS 181 mit passendem Härter und 10% Verdünnung verwendet.

      Jetzt aber die entscheidende Frage: ist es durch IR-Zuführung möglich, die Reaktion / Trocknung des Klarlacks erneut zu starten.
      Vielen Dank für deine Hilfe und Grüße Felix

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      • #4
        Zitat von Hydraulicus Beitrag anzeigen

        Jetzt aber die entscheidende Frage: ist es durch IR-Zuführung möglich, die Reaktion / Trocknung des Klarlacks erneut zu starten.
        Nein, die Trocknung wird beim Anrühren schon gestartet.

        Mit IR oder anderen Forcierten Trocknungen wird die Trocknung beschleunigt.

        Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
        Francis Picabia 1879-1953

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        • #5
          Hallo Phantom, danke für deine Antwort. Ich meine aber, dass die Reaktion bei Temperaturen unter 14 bzw. 10 Grad unterbrochen wird oder endet. Da es in meiner Halle derzeit immer ziemlich frisch ist, könnte ich vielleicht Gefahr laufen, dass der Klarlack nicht vollständig durchtrocknet. Daher die Frage, ob ich den Prozess wieder in Gang setzen könnte. Schöne Woche allen!

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          • #6
            Die Trocknung wird bei wenigen Produkten beendet unter einer angegebenen Temperatur. Bei diesen Produkten wird die Trocknung auch nicht wieder aufgenommen. 2 K Klarlacke gehören eher nicht dazu.

            Die Trocknung verlangsamt sich schon unter 18 Grad. Die Trocknung wird nicht unterbrochen nur dauert länger. Aber die Endhärte kann bei einigen Lacken unter der empfohlen Temperatur nicht erreicht werden.
            Deshalb ist es Ratsam das Datenblatt zu Lesen und die geforderte Mindestzeit der Raumtemperatur inklusiver Belüftung und Zeitdauer zu beachten.
            Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
            Francis Picabia 1879-1953

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            • #7
              Das ist ein Problem das ich letzte Woche erst wieder hatte, Lackierung (2K Klarlack Glasurit 923-630) aufgeheizt 45°C (mehr schaffe ich in meiner Kabine bei 0 -5°C Aussentemperatur nicht) für 2,5 Stunden. Dann ist er langsam abgekühlt bis auf Aussentemperatur. Wasserflecken sind kein Problem aber der perfekte Glanzgrad hat etwas abgenommen. Dachte das muss reichen Polieren würde ich den jetzt aber nicht wollen aber wie hier auch schon öfter geschrieben wurde braucht der Lack bis zu 3 Wochen um die Endhärte zu erreichen.

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