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  • Rostlack selber mischen / machen

    Hallo Zusammen!

    Habe die letzten Tage mal ein paar Tests durchgeführt mit dem 1K Rostlack. Es ist ein Lack der Rostet...Und auf Blech, Alu, Kunststoff und Gummi haftet und natürlich auch rostet.

    Das Teil X was mit dem Rostlack gespritzt oder gepinselt werden soll, sollte vorher mit der passenden Grundierung isoliert werden. Damit der Untergrund nicht angriffen wird.

    Ein 2K Klarlack kann laut Hersteller auch über den Rostlack appliziert werden.

    Jetzt mal zu meinem kleinen Test:

    Verwendet habe ich ich eine Grundierte Plexiglas-Platte, apliziert habe ich den 1K Rostlack mit einem weichen Pinsel. Die Platte habe ich in zwei Hälften geteilt, die linke Seite soll an der normalen Luft rosten und die rechte Seite habe ich mit Salzwasser behandelt... Ich habe noch eine zweite behandelte Plexiglas-Platte die draußen im Regen und Schnee liegt aber dort hat sich auch noch nicht viel getan...

    1. Bild: nach 24 Std. ablüften der Rostlackes

    2. Bild: erstemal die rechte Seite mit Salzwasser bespritzt

    3. Bild: 24 Std. nach der ersten Salzbehandlung

    4. Bild: 24 Std. nach der ersten Salzbehandlung
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von 2er; 06.06.2011, 10:38.

  • #2
    das kann sich jeder selber basteln, Basislack farblos, Eisenpulver oder Schleifstaub aus einer
    metallverarbeitenden Dreherei/Schleiferei, drunter am besten EP das Zeug drauf, rosten lassen und Klarlack drüber.
    ..........der Weg ist das Ziel !

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    • #3
      1. Bild: 48 Std. nach der ersten Salzbehandlung, noch einige feuchte stelle sind vorhanden von der ersten Salzbehandlung (auf der linken unbehandelten Seite ist noch nichts an Rost zu sehen)

      2. Bild: 48 Std. nach der ersten Salzbehandlung, noch einige feuchte stelle sind vorhanden von der ersten Salzbehandlung

      3. Bild: 72 Std. nach der ersten Salzbehandlung, noch immer leichte feute Salzwasser stellen (also spritze ich erstmal noch kein neues Salzwass drüber)

      4. Bild: 72 Std. nach der ersten Salzbehandlung, noch immer leichte feute Salzwasser stellen
      Angehängte Dateien

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      • #4
        Zitat von plasma1210 Beitrag anzeigen
        das kann sich jeder selber basteln, Basislack farblos, Eisenpulver oder Schleifstaub aus einer
        metallverarbeitenden Dreherei/Schleiferei, drunter am besten EP das Zeug drauf, rosten lassen und Klarlack drüber.
        Das hatte ich die Tage dann auch mal vor zu testen, denn das was ich jetzt gekauft habe war schon recht oder sehr teuer...

        Kommentar


        • #5
          mir stellt sich da ein wenig die frage bzgl. der haptik.
          wie oft müßte man klarlack aplizieren um eine geschlossene oberfläche zu bekommen?
          der rostlack dürfte doch recht erhaben sein, oder, seat arosa?

          Kommentar


          • #6
            warum sollte der Klarlack glatt draufliegen ? Wird ja eh mit Klarlack matt ablackiert.
            Und je unebener die Fläche umso geringer der Restglanz.
            ..........der Weg ist das Ziel !

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            • #7
              dachte halt an ne geschlossenen glatte oberfläche;
              okay, sollte man halt zweckoptimal betrachten...

              Kommentar


              • #8
                von welchem Hersteller ist der Rostlack im angegeben Beispiel?

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                • #9
                  Zitat von plasma1210 Beitrag anzeigen
                  das kann sich jeder selber basteln, Basislack farblos, Eisenpulver oder Schleifstaub aus einer
                  metallverarbeitenden Dreherei/Schleiferei, drunter am besten EP das Zeug drauf, rosten lassen und Klarlack drüber.
                  hast du das, oder hat das mal jemand versucht?

                  aber wenn ich in klarlack eisenpulver mische, ist es doch sozusagen vom lack ummantelt und kann nicht mehr so schnell rosten oder? kann ich nicht den lack etwas dicker auftragen und das pulver drauf streuen?

                  hmm

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                  • #10
                    Zitat von Seat Arosa Beitrag anzeigen
                    Hallo Zusammen!

                    Habe die letzten Tage mal ein paar Tests durchgeführt mit dem 1K Rostlack. Es ist ein Lack der Rostet...Und auf Blech, Alu, Kunststoff und Gummi haftet und natürlich auch rostet.

                    Das Teil X was mit dem Rostlack gespritzt oder gepinselt werden soll, sollte vorher mit der passenden Grundierung isoliert werden. Damit der Untergrund nicht angriffen wird.

                    Ein 2K Klarlack kann laut Hersteller auch über den Rostlack appliziert werden.

                    Jetzt mal zu meinem kleinen Test:

                    Verwendet habe ich ich eine Grundierte Plexiglas-Platte, apliziert habe ich den 1K Rostlack mit einem weichen Pinsel. Die Platte habe ich in zwei Hälften geteilt, die linke Seite soll an der normalen Luft rosten und die rechte Seite habe ich mit Salzwasser behandelt... Ich habe noch eine zweite behandelte Plexiglas-Platte die draußen im Regen und Schnee liegt aber dort hat sich auch noch nicht viel getan...

                    1. Bild: nach 24 Std. ablüften der Rostlackes

                    2. Bild: erstemal die rechte Seite mit Salzwasser bespritzt

                    3. Bild: 24 Std. nach der ersten Salzbehandlung

                    4. Bild: 24 Std. nach der ersten Salzbehandlung
                    Hallo, wie ich sehe geht Deine Rostbildung zu schnell, punkturell und unkontrolliert vorran. Prüf- und Testplatten sollten nach Möglichkeit immer stehen damit man keine unschönen Überraschungen am späteren Werkstück erfährt. Das Salzwasser muß ein Netzmittel beinhalten. Ohne bilden sich an senkrechten Teilen unschöne Läufer und Rostnester. Keine Haue, ist meine Meinung - kann naürlich auch gewollt sein und auch gut aussehen.

                    Besorge Dir „Eisenfeilspäne“ in der Apotheke unter ferrum pulveratum 30/120 und ein Basislackauflackbindmittel (gleich welcher Art). Mische das BM mit mind. 30% Verdünnung und gebe das Eisenpulver (etwa 1:1 gew.) unter Rühren hinzu.
                    Diese Suppe kann man gut mit einer Füllerpistole (bei Airbrush ab 0,6 zusätzlich verdünnen) mit niedrigem Spritzdruck (ca. 2,5bar, sonnst Rückpralleffekt) in 2-4 zarten Spritzgängen auftragen.

                    Nach einer Trockenzeit über Nacht lagerst du dein Lackiergut in einer Umgebung von hoher Luftfeuchtigkeit (nutze die hier hinterlegte Taupunkttabelle) nahe dem Taupunkt und beobachtest den Oxidationsvorgang täglich. Diesen Rostvorgang kannst du durch die Verwendung einer Salzwasserlösung beschleunigen. Ca. 30g NaCl (Kochsalz) pro. 100ml lauwarmen Wasser unter Rühren ansetzen und dann gibst Du noch einen Tropfen Netzmittel (Spüli / Pril) obendrauf.
                    Diese Netzmittelzumischung ist sehr wichtig damit möglichst keine Wasserspuren entstehen. Ist der gewünschte Rostgrad erreicht, geht man wie folgt vor. Die Fläche wird mit Leitungswasser drucklos (Salzreste entfernt) von den Salzresten befreit und abschließend mit destilliertem Wasser gespült. Nach einer gründlichen Trocknung setzt man sich einen dünnen 2K-KL an und gibt nur einen dünnen Gang auf die Rostfläche und lässt diese Fixierung am Besten nur bei leicht forcierter Temperatur trocknen. Die weitere Lackierung kann man nach seinem eigenen Geschmack ausführen – am besten mit einem Mattlacksystem. Ich persönlich setze aber immer wenigsten noch eine satte Schicht hochglänzenden HS-Klarlack dazwischen.

                    Hinweis: Beim Einsatz von selbst hergestellten Eisenfeilspänen ist auf Fettfreiheit und eine sinnvoll, eingeschränkte Größenverteilung zu achten. Eisenfeilspäne aus dem Physikunterricht sind weniger geeignet denn sie enthalten oft Magnetit welches wie ein toter Hund im System liegen bleibt.


                    Anlage: Anwendung von einer selbsthergestellten "Rostfarbe"
                    Angehängte Dateien

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von lackdoc Beitrag anzeigen
                      Hallo, wie ich sehe geht Deine Rostbildung zu schnell, punkturell und unkontrolliert vorran. Prüf- und Testplatten sollten nach Möglichkeit immer stehen damit man keine unschönen Überraschungen am späteren Werkstück erfährt. Das Salzwasser muß ein Netzmittel beinhalten. Ohne bilden sich an senkrechten Teilen unschöne Läufer und Rostnester. Keine Haue, ist meine Meinung - kann naürlich auch gewollt sein und auch gut aussehen.

                      Besorge Dir „Eisenfeilspäne“ in der Apotheke unter ferrum pulveratum 30/120 und ein Basislackauflackbindmittel (gleich welcher Art). Mische das BM mit mind. 30% Verdünnung und gebe das Eisenpulver (etwa 1:1 gew.) unter Rühren hinzu.
                      Diese Suppe kann man gut mit einer Füllerpistole (bei Airbrush ab 0,6 zusätzlich verdünnen) mit niedrigem Spritzdruck (ca. 2,5bar, sonnst Rückpralleffekt) in 2-4 zarten Spritzgängen auftragen.

                      Nach einer Trockenzeit über Nacht lagerst du dein Lackiergut in einer Umgebung von hoher Luftfeuchtigkeit (nutze die hier hinterlegte Taupunkttabelle) nahe dem Taupunkt und beobachtest den Oxidationsvorgang täglich. Diesen Rostvorgang kannst du durch die Verwendung einer Salzwasserlösung beschleunigen. Ca. 30g NaCl (Kochsalz) pro. 100ml lauwarmen Wasser unter Rühren ansetzen und dann gibst Du noch einen Tropfen Netzmittel (Spüli / Pril) obendrauf.
                      Diese Netzmittelzumischung ist sehr wichtig damit möglichst keine Wasserspuren entstehen. Ist der gewünschte Rostgrad erreicht, geht man wie folgt vor. Die Fläche wird mit Leitungswasser drucklos (Salzreste entfernt) von den Salzresten befreit und abschließend mit destilliertem Wasser gespült. Nach einer gründlichen Trocknung setzt man sich einen dünnen 2K-KL an und gibt nur einen dünnen Gang auf die Rostfläche und lässt diese Fixierung am Besten nur bei leicht forcierter Temperatur trocknen. Die weitere Lackierung kann man nach seinem eigenen Geschmack ausführen – am besten mit einem Mattlacksystem. Ich persönlich setze aber immer wenigsten noch eine satte Schicht hochglänzenden HS-Klarlack dazwischen.

                      Hinweis: Beim Einsatz von selbst hergestellten Eisenfeilspänen ist auf Fettfreiheit und eine sinnvoll, eingeschränkte Größenverteilung zu achten. Eisenfeilspäne aus dem Physikunterricht sind weniger geeignet denn sie enthalten oft Magnetit welches wie ein toter Hund im System liegen bleibt.


                      Anlage: Anwendung von einer selbsthergestellten "Rostfarbe"


                      super, vielen dank


                      Basislackauflackbindmittel - sozusagen nen klarlack?

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                      • #12
                        Freund von mir hat rostlack auf seiner vespa im einsatz

                        das ganze sieht so aus
                        rostlack.jpg
                        Zuletzt geändert von 2er; 06.06.2011, 18:48.

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                        • #13
                          hier mal mein "salfmade rostlack"
                          Angehängte Dateien

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                          • #14
                            Danke, Lackdoc!

                            Kommentar


                            • #15
                              Hallo,

                              ich bin schon seit etwas längerem auf der Suche nach einem "Rezept" für guten Rostlack, leider aber kompletter Laie. Jetzt habe ich via Google dieses Forum entdeckt und mich gleich mal angemeldet.

                              Daher danke schon mal an lackdoc für die Anleitung.
                              Nun habe ich aber noch eine Frage: Leider habe ich unter dem Begriff "Bindemittel" nichts wirklich geeignetes gefunden (Laie wie gesagt ). Könnte mir jemand einen Tipp geben, welches Bindemittel/welcher Basislack sich gut eignet? Es soll eine komplette Fläche werden (ähnlich der Vespa weiter oben), die mit verschiedenen Salzen in verschiedenen Tönungen gerostet werden soll.

                              Wenn es einen "Markentipp" gibt, den bitte per PM, will ja nicht gleich mit meinem ersten Post gegen die Forenregeln verstoßen.

                              Vielen Dank schon mal an euch, muss sagen auch für einen fachfremden wie mich gibt es hier im Forum einiges zu lernen

                              Gruß
                              b.graben

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