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  • Surfbrett lackieren

    Moinsen Leute!

    Habe folgende Situation, mein Windsurfbrett hat sich nach dem gestrigen Ritt auf der Ostsee ein kleines Löchchen eingefangen. Beim Transport nehme ich an.

    Na ich werde das ganze jetzt mit Microballoons (kleine Glaskügelchen) und Epoxydharz auffüllen und dann als "äußerste" in Expoxydharz getränktes Glasfasergewebe legen. Das ganze schleife ich möglichst gut ab.

    Dann soll natürlich wieder Farbe und Klarlack rauf. Normalerweise haben Surfbretter eine Gelcoat-Haut. Mit sowas kenn ich mich kaum aus und auch nach befragen von Google wusste ich nur, dass Gelcoat wohl im maritimen Bereich angewendet wird, weil salzwasserbeständig und so.

    Na ja das Brett wasche ich eigentlich nach jedem Ritt im Salzwasser, deswege sollte ja auch normaler Lack reichen oder könnt ihr was empfehlen?
    Den Lack wollte ich mir hier in ner Lackiererei anmischen lassen. Farbcode oder sowas hab ich natürlich nicht Bekommen die das so hin? Lackieren will ich die Kiste selbst, ist ja nur eine kleine Stelle. Kompressor mit Lackspritze hab ich da, halbwegs staubfreien Raum auch!

    Was gibt's denn so an stressbeständigen Lacken? Könnt ihr mir da was sagen? Werd mich am Montag mal in der Lackiererei beraten lassen, aber für eure Infos/Meinungen wär ich trotzdem dankbar!


    Soweit denn von mir!
    Schönen feuchten Freitag Abend wünsch ich!

  • #2
    aus welchem material besteht eigentlich so n (dein) surfbrett,gfk,holz...............??????
    Qualität ist kein Zufall sondern ein Ergebnis logischen Denkens

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    • #3
      Moin!

      Das Brett besteht aus 'nem karbonfaserverstärkten Glasfasersandwich. Der Kern besteht aus so einer Art Schaumstoff, wie dieses Dämmmaterial. Mir fällt der Name gerade nicht ein

      Die Stelle laminiere ich auf jeden Fall mit Epoxydharz und gewebten Glasfasermatten! Spachten kann man da nicht so gut benutzen, weil Polyesterspachten z.B. den Kern angreift. Also professionelle Surfbrett-Werkstätten benutzen auch die Laminiermethode mit Epoxydharz und Glasfaser oder Karbonfaser.

      Gruß!

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Needa Beitrag anzeigen
        Das Brett besteht aus 'nem karbonfaserverstärkten Glasfasersandwich. Der Kern besteht aus so einer Art Schaumstoff, wie dieses Dämmmaterial.

        tag

        woher weißt du, dass es sich hier um ein kohlefaserverstärktes gfk handelt?
        ich gehe hier eher von kevlar aus...

        nenne deinen schaumstoffkern einfach polystyrol.
        mit epoxy zu arbeiten ist richtig, da die lösemittel im polyesterharz
        den kern angreifen würden.

        eine alternative zu mircroballons wäre cabosil.
        damit das loch zumatschen und von aussen einige glasgelege
        (je nach orginalzustand) auflegen.
        aushärten lassen, rest wegschleifen und unebenheiten mit multispachtel glätten.

        als lack empfiehlt sich 1k füller in weiss (wenn dein brett weiss sein sollte).
        wenn eine klarlackschicht aufgetragen werden sollte, kann man unmittelbar nach dem lacken quarzsand mit einstreuen.

        dies sind meine arbeitsabläufe, und ich repariere solche teile öfter mal... - beruflich!
        Zuletzt geändert von ; 16.10.2009, 20:44. Grund: gramatik

        Kommentar


        • #5
          ein kleines Löchchen eingefangen. Beim Transport nehme ich an.
          ich gehe hier eher von kevlar aus...
          ... würde hier eher zu CFK-tendieren.

          Kevlar ist ein sog. para-Armadifasergewebe: Kurz gesagt extrem leicht und unheimlich stabil. Die Anwendungsgebiete reichen von Splitterschutzwesten über Kfz-Spoiler im Premiumbereich.

          Die Verarbeitung ist aber extrem aufwendig, recht teuer und derzeit somit eher selten im Bereich von "normalen" Surfboards anzutreffen.

          Auf der anderen Seite erlaubt die hohe Stabilität wieder sehr dünne Matten bei geringstem Gewicht, die aber dann wegen der geringen Schichtstärke wieder anfällig für punktuelle Belastungen (spricht Transportschäden) werden.

          Stell doch einfach mal ein Bild von der Schadstelle ein. Wenn man gold-gelbe-Fäden sieht, würde dies für Kevlar sprechen, wenn alles eher matt schwarz schimmer, liegt CFK-Gewebe vor.

          Bei der Reparatur würde ich auch - wie plast-x schon schrieb - auf Epoxidharz in Kombi mit feinen Gewebematten zurückgreifen.

          PU-Gelcoat ist eigentlich Standard zum Versiegeln der Reparaturstelle um Osmose vorzubeugen. Epoxy-Gelcoat wäre zwar mechanisch belastbarer, ist bei Surfbrettern eher selten, da es unter Sonneneinstrahlung sehr stark zum Vergilben neigt.

          Das Gelcoat wird insbesondere bei CFK meist in Form von durchsichtiger Flüssigkeit aufgespritz (Sichtcarbon). Es lässt sich mit Aceton einwandfrei verdünnen und dann wie ein Lack auftragen.

          LG

          Günter

          Kommentar


          • #6
            ich wette mein arsch drauf, das da keine kohle drin steckt.
            stringers allgemein und kevlar im kantenbereich...


            @ crossi

            ... würde hier eher zu CFK-tendieren.

            Kevlar ist ein sog. para-Armadifasergewebe: Kurz gesagt extrem leicht und unheimlich stabil. Die Anwendungsgebiete reichen von Splitterschutzwesten über Kfz-Spoiler im Premiumbereich.

            Die Verarbeitung ist aber extrem aufwendig, recht teuer und derzeit somit eher selten im Bereich von "normalen" surfboards anzutreffen.


            ich denke mal, kohle ist stabiler und leichter.

            was ist an kevlar zu kohle aufwändiger?

            und teurer ist es allemal nicht und bei surfboards eigentlich üblicher standart...

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            • #7
              Zitat von crossi Beitrag anzeigen
              Das Gelcoat wird insbesondere bei CFK meist in Form von durchsichtiger Flüssigkeit aufgespritz (Sichtcarbon).
              kann das sein das du hier was mit polyesterlack verwechselst?
              ...oder wie war das mit dem vergilben?
              geschweige denn von glasklarem gelcoat?

              Kommentar


              • #8
                ich wette mein arsch drauf, das da keine kohle drin steckt.
                sondern
                ich gehe hier eher von kevlar aus
                Hi plast-x,

                die Wette nehm ich jederzeit an. Für die Verwendung deines Hinterteils fällt mir schon etwas ein ... Ich bin mal auf das Bild von Needa gepannt!

                ich denke mal, kohle ist stabiler und leichter.
                Nö, genau umgekehr.

                was ist an kevlar zu kohle aufwändiger?
                Die Verarbeitung. Die Kevlarfäden saugen sich nicht "freiwillig" mit Harzen voll, so dass man um den Einsatz einer Unterdruckanlage und Verarbeitung im Vakuum kaum herumkommt, wenn man ein anständiges Ergebnis erziehlen will.


                kann das sein das du hier was mit polyesterlack verwechselst?
                ...oder wie war das mit dem vergilben?
                geschweige denn von glasklarem gelcoat?
                Nö.

                glasklares Gelcoat auf UP-Basis: http://shop.r-g.de/Polyesterharze/UP...t-farblos.html

                glasklares Gelcoat auf EP-Basis: http://shop.r-g.de/Formenbau-Gelcoat...Haerter-S.html

                Der Hintergrund ist folgender: Wenn ich eine GfK-Karosserie damit isolieren will und für den Lackaufbau vorbereite, kann man hier durch das Weglassen der Pigmente ein paar Gramm einsparen. Bei Alltagsfahrzeugen spielt dies keine Rolle, aber bei Rennenfahrzeugen würde ich darauf achten.

                Sobald ich bei Karbon die Oberfläche erhalten möchte, bleibt mir eh nichts anderes übrig.

                kann das sein das du hier was mit polyesterlack verwechselst?
                ...oder wie war das mit dem vergilben?
                Beim verlinkten Datenblatt vom EP steht es sogar in rot darunter, dass die Harze anfällig für Vergilbung sind. Aus diesem Grund werden eigentlich besseren EP-Harze eher selten eingesetzt, zumal sie um einiges teurer sind.

                LG

                Günter

                Kommentar


                • #9
                  Hi°!

                  Das Board ist ein Tabou Rocket in der Standard-Ausführung! http://www.windsurfing-test.de/index...etails&bid=218
                  Also jenes. Deswegen Glasfasersandwich mit Karbonverstörkung. Verlasse mich vollkommen auf die Herstellerangaben. Wobei die Verstärkung wohl nur bei der Mast/Finnen-Schiene, Nase und den Fussschlaufen ist.

                  Also find ich schonmal super, dass hier jemand Erfahrung im Bereich Surfbretter hat! Also ich werde nachher mal ein-zwei Fotos reinstellen. Das Loch habe ich gerade an die Heizung gestellt. Eigentlich hat das Brett kein Wasser gezogen. Hab schon "gefühlt". Aber sicher ist sicher. Das Lackieren ist halt die wichtigere Frage-. Füllen werde ich es mit Epoxyid+Microballoons und Laminieren eben mit gewebter Glasfaser.

                  Wichtig: Bekomme ich den "Gelcoat"-Lack auch bei der Lackierwerkstatt? Falls nicht was für einen Lack sollte ich sonst nehmen? Grundierung kann ja die Standard ausm Baumarkt bleiben, oder?

                  Grüßchen!

                  Kommentar


                  • #10
                    Eigentlich hat das Brett kein Wasser gezogen. Hab schon "gefühlt".
                    Kleb über das Loch mal mit einer Klarsichtfolie (z.B. DIN-A4 Folie für´s Büro) rundum mit normalem Paketklebeband luftdicht ab. Wenn du dann mit einem Haarföhn das Board großflächig rund um die Beschädigung erwärmst, dürfte sich auf der Folieninnenseite kein Wasserkondensat bilden. Andernfalls ist noch zuviel Wasser drin.

                    Das Lackieren ist halt die wichtigere Frage-.
                    Die Schutzschicht hat die Aufgabe, das Wasser daran zu hindern, in das Gfk einzudringen. Sonst entsteht Osmose und das Gfk wird langfristig weich und zerstört. Da normaler Autolack niemals die Belastungen vor allem beim Transport aushalten würde, verwendet man hier Gelcoat. Dies ersetzt normalerweise den Lack. Das Zeug lässt sich lackieren bzw. bei Reparaturen auch mit einer kleinen Walze aufbringen. Den Übergang stellst du dann mit einer sog. Schwabbelscheibe her. Manche nennen das Gelcoat bzw. (Vor-)Gelat deshalb auch Schwabbellack.
                    Eine Bezugsquelle ist z.B. R&G. Link siehe oben!

                    Also ich werde nachher mal ein-zwei Fotos reinstellen.
                    Mach das! Ohne die Beschädigung gesehen zu haben, lässt sich wenig über die Reparaturmöglichkeiten schreiben. Evtl. reicht es ja auch, die Stelle mit eingedicktem Harz zu hinterspritzen.

                    LG

                    Günter


                    @plast-x: Kannst du mir meinen Gewinn zuschicken? ;-)

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von crossi Beitrag anzeigen
                      @plast-x: Kannst du mir meinen Gewinn zuschicken? ;-)
                      Wetten und Glückspiele ohne Staatliche Kontrolle .............

                      Also nix mit Gewinn.

                      Aber Klasse das Wir noch nen Netten( unter vielen ) im Forum haben, der sich mit einem Special Thema gut aus kennt.

                      Basti (plast-X) nicht Traurig sein.

                      Gruß

                      Holger

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Needa Beitrag anzeigen
                        Wobei die Verstärkung wohl nur bei der Mast/Finnen-Schiene, Nase und den Fussschlaufen ist.
                        in deinem eröffnungsthread kam es so für mich rüber,
                        dass das koplette board aus cfk verstärktem gfk sei.
                        dies kam mir spanisch vor. im mast- und nasenbereich ist dies
                        bei brettern der neueren generation selbstverständlich.
                        dann hab ich das wohl falsch verstanden...

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von crossi Beitrag anzeigen

                          Evtl. reicht es ja auch, die Stelle mit eingedicktem Harz zu hinterspritzen.
                          das is wie autofahren ohne tür - dafür mit kette!

                          Zitat von crossi Beitrag anzeigen
                          @plast-x: Kannst du mir meinen Gewinn zuschicken? ;-)
                          sperrgutaufschlag gehen zu deinen lasten!

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Holger Beitrag anzeigen
                            Aber Klasse das Wir noch nen Netten( unter vielen ) im Forum haben, der sich mit einem Special Thema gut aus kennt.

                            Basti (plast-X) nicht Traurig sein.

                            Gruß

                            Holger

                            ja, das ist doch sinn und zweck eines forums!

                            traurig - gibts nen grund?

                            loch nur zumatschen, ohne gewebe, machen amateure...

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von crossi Beitrag anzeigen
                              Nö, genau umgekehr.
                              in bezug auf die dichte des fadens ist kohle leichter und stabiler. jedoch spröde, dafür sehr hart, splittert bei bruch.

                              kevlar hingegen ist dehnbarer und nimmt verformungen auf.
                              deswg bei schusswesten etc.

                              Zitat von crossi Beitrag anzeigen
                              Die Verarbeitung. Die Kevlarfäden saugen sich nicht "freiwillig" mit Harzen voll, so dass man um den Einsatz einer Unterdruckanlage und Verarbeitung im Vakuum kaum herumkommt, wenn man ein anständiges Ergebnis erziehlen will.
                              richtige verarbeitung wird natürlich vorausgesetzt.
                              wer nicht richtig verarbeitet, kann auch keine maximale leistung
                              des materials erzielen - einleuchtend.
                              ich schätze auch du kennst einen autoklav?

                              Zitat von crossi Beitrag anzeigen
                              danke für die links -

                              Zitat von crossi Beitrag anzeigen
                              Sobald ich bei Karbon die Oberfläche erhalten möchte, bleibt mir eh nichts anderes übrig.
                              doch, polyesterharz und anschließend ablackieren.

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