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Rahmen, innen lackieren oder nur grundieren?

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  • Rahmen, innen lackieren oder nur grundieren?

    Hab hier rausgerupfte Längsträger/vorderen Rahmen aus nem Schlachtwagen, was später mal in meine Karre reinsoll. Nun sehe ich das die Dinger original von innen ja nur (sehr spärlich) grundiert sind.
    Hab die erstmal manuell vom Flugrost befreit und einfach nun nur grundieren wie ab werk es gemacht wurde oder lackiert ihr Rahmenteile auch innen per richtigen Schichtaufbau Grundierung + Decklack und so?

    Als Hohlraumversiegelung wollt ich später Teroson nehmen oder besser direkt Sanders rein?

  • #2
    ausgiebig wachsen und gut.
    wo kein sauerstoff rankommt, kann auch nix oxidieren.
    ab werk sind träger von innen auch nicht lackiert, früher jedenfalls,
    heute sind sie vielleicht getaucht...

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    • #3
      Als Hohlraumversiegelung wollt ich später Teroson nehmen oder besser direkt Sanders rein
      Hi kiko,

      für die Versiegelung von Hohlräumen habe ich bisher mit Mike-Sanders beste Erfahrungen gemacht. Ein Oldie, den ich damit behandelt habe, zeigt nun seit über 18 Jahren keinerlei weitere Korrosion mehr und auch bei unser Alltagsjeep, der bei jedem Wetter und auch im Gelände zum Einsatz kommt, ist es ähnlich.

      Bei Mike-Sanders darf aber in den Hohlräumen vorher keine Grundierung oder ähnliches aufgetragen werden, da es am besten auf blankem Metall hochkriecht.

      Wichtig ist, dass du das richtige Werkzeug zum Einbringen hast. Das Zeug muss mit einer Sonde in Kombi mit einer Druckbecherpistole im heißen, leicht dampfenden Zustand mit Druckluft eingespritzt werden. Dann verteilt es sich richtig, kriecht in jede Spalte und hält (hoffentlich) ewig.

      LG

      Günter

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      • #4
        Ungrundierte Repbleche ob nun Schweller, Rahmen, Längsträger verschweißen ist imo ein NoGo; denn wenn der Schutzfilm einer Hohlraumversiegelung mal sich abwäscht etc., würde es sonst an dieser Stelle (unbemerkt) anfangen zu rosten.

        da es am besten auf blankem Metall hochkriecht.
        Wie soll das bei der Erdanziehungskraft funktionieren, das etwas nach oben und nicht nach unten läuft?

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        • #5
          Wie soll das bei der Erdanziehungskraft funktionieren, das etwas nach oben und nicht nach unten läuft
          beruht auf der sog. Kapillarwirkung. Ist ähnlich, wie wenn du ein Löschblatt in ein Glas Wasser hältst. Das Wasser saugt sich dann auch entgegen der Schwerkraft hoch.

          Wenn das Material frisch gesandstrahlt ist oder noch dazu etwas Flugrost aufweist, ist die Kapillarwirkung auch bei Metall ziemlich hoch.


          Ungrundierte Repbleche ob nun Schweller, Rahmen, Längsträger verschweißen ist imo ein NoGo
          direkt an der Schweißstelle brennt es dir selbst einen guten Schweißprimer wieder weg und einen Schweller im inneren Hohlraum zu lackieren ist leider kaum möglich ...

          mal sich abwäscht etc., würde es sonst an dieser Stelle (unbemerkt) anfangen zu rosten.
          Mike Sanders ist vorrangig für Hohlräume geeignet, die nicht direkt Spritzwasser usw. ausgesetzt sind. Für eine Unterbodenversiegelung gibt es bessere Mittelchen.

          Mal ein direktes Beispiel: Habe letzte Woche einen alten Leiterrahmen aus zusammengeschweißten U-Profilen komplett gesandstrahlt. Im Inneren habe ich ein paar mal eine Sandstrahlsonde mit voller Leistung durchlaufen lassen, so dass der gröbste Dreck und Rost herausgekommen ist. Um den Rahmen dann nach dem Lackieren auch innen dauerhaft zu konservieren, bleibt dir außer Fett kaum etwas anderes übrig.

          Gut bewährt hat sich, den Rahmen um 180 Grad zu drehen, so dass er sozusagen auf "dem Kopf" liegt. Dann wird das kochend heiße Fett mithilfe einer Sonde eingespritzt. Wenn man den Rahmen dann wieder umdreht und montiert, sitzt das überschüssige Fett oben und kann sich mithilfe der Schwerkraft auf evtl. Fehlstellen noch besser verteilen. Evtl. verbliebener Rost saugt sich mit dem Fett auch voll und wird dadurch vorerst mal außer "Gefecht" gesetzt.



          LG

          Günter

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          • #6
            direkt an der Schweißstelle brennt es dir selbst einen guten Schweißprimer wieder weg ...
            Joa, denk ich mir auch so und hatte mir bisher auch nie Schweißprimer angeschafft. Bei gelochten Überlappblechen lasse ich idr. Rostegal in die Falz kriechen und anschließend dichte ich halt mit 1K PU ab. Bei der ganzen Resto habe ich aber weitgehnst vermieden mit Überlappgebleche rumhantieren und fast alles auf Stoß verschweißt, weil wo keine Falz da später kein Rost.

            Beim Rahmen wird das natürlich nicht gehen,
            den muß ich natürlich an den original Schweißpunkten ausbohren und da wieder reinpunkten.
            Ich hab im web gelesen das manche angeblich mit Sanders in ihre Autos sprichtwörtlich so "zupumpen", das sie anschließend teils 50kg schwerer sind als vorher.

            Das hatte ich eigentlich nicht vor, wieviel kg braucht man deiner Erfahrung nach um ne "normalle" Deckschicht in den Hohlräumen zu erreichen?

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            • #7
              wieviel kg braucht man deiner Erfahrung nach um ne "normalle" Deckschicht in den Hohlräumen zu erreichen?
              je nach Fahrzeuggröße maximal drei bis vier Kilogramm bei einer sehr großzügigen Einbringung in alle Hohlräume, also im Leiterrahmen und in die Karosserie bei Oldies.

              Bei modernen Fahrzeugen mit selbsttragender Struktur kann man mit 2 kg gut auskommen. Bei sparsamer Verwendung bzw. bei Sportwägen, die auch "artgerecht" Verwendung finden, geht´s auch mit der Hälfte.


              das sie anschließend teils 50kg schwerer sind als vorher
              Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Dauerhafter Korossionsschutz und zeitgleiche Tieferlegung des fahrbaren Untersatzes. Wenn das Zeug nur nicht so teuer wäre. Profis tendieren hier aus Kostengründen eher zum Ausbetonieren der Schweller.

              LG

              Günter

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