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Lackaufbau Gfk-Karosserie Corvette

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  • Lackaufbau Gfk-Karosserie Corvette

    Hallo,
    es geht um die Lackierung einer alten Corvette- Karosserie. Der Wagen besitzt derzeit noch den originalen thermoplastischen Lack, der aber im Laufe der Zeit mit zwei weiteren Farbschichten versehen wurde.
    Die Karosserie besteht aus Polyester, stammt aus der ersten C3 Serie von 1968 und müsste demnach noch ohne Gelcoat auf der Oberfläche gefertigt worden sein. Ein paar nötige Reparaturen habe ich mit Epoxiharzen ausgeführt. Da ich bisher alle Arbeiten selbst durchgeführt habe, möchte ich mich auch an der Lackierung versuchen und nachfragen, was ihr von meinem Konzept haltet.

    a) Den alten Lack komplett mit der Hand trocken abschleifen bis das Gfk frei liegt
    b) 2K Epoxid Grundierfüller von Lesonal aufbringen und mit der Hand verschleifen (großflächige „Wellen“ und „Dellen“, die die alten Polyester-Karosserien nun mal bauartbedingt aufweisen, möchte ich belassen, da diese nach meiner Meinung nun einmal den „Charakter“ eines derartigen Wagens ausmachen und ich kein Freund von „überrestaurierten“ Fahrzeugen bin.
    c) Die "Lady" mindestens drei Monate stehen lassen, damit sich alles setzen kann und nochmals trocken nachschleifen.
    d) Auftrag von Uni-Mischlack Topcoat HS 420 von Lesonal. Durch die Zugabe von Glanzreduzierer erhoffe ich mir in die Nähe des originalen halbmatten „Rally-Red“ zu kommen.

    Ist nach euerer Meinung obiges Konzept überhaupt sinnvoll?

    Bei R&G habe ich z.B. den Tipp erhalten, dass man zuerst noch UP-Vorgelat auf die gesamte Karosserie auftragen sollte (Trennschicht).

    Weiterhin habe ich im Gespräch mit einigen Lackierern gesagt bekommen, 5-10 % Weichmacher beizumischen. Das Cabrio verwindet sich beim Fahren mehr als neue Fahrzeuge und hat zudem einen Bigblock und Sidepipes, die enorme Hitze abstrahlt.

    Würde mich über ein paar Anmerkungen freuen.

    LG

    Günter

  • #2
    Moin, Günter.

    Nutze mal die Suchfunktion, zu GFK haben Wir schon einige Beiträge.

    Gruß

    Holger

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    • #3
      Hallo Holger,

      habe in letzter Zeit bereits eine Vielzahl von Bootsbau-, Wohnwagen-, Segelflug-, Oldtimer-, und Lackierforen "durchgeackert".

      Obige Vorgehensweise entstand daraus und erscheint mir für meine Zwecke sinnvoll, aber ich bin nur ein Hobbylackierer ohne praktische Erfahrung mit Gfk-Karossierielackierungen.

      Ob der Lack dann auch langfristig hält, stellt sich leider oft erst nach ein paar Jahren heraus. Darum hätte mich interessiert, was die Profis unter euch dazu sagen.

      Thx und LG

      Günter

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      • #4
        hol rumter vom unbekannten Lackaufbau was nur irgend wie geht.
        besonders achten auf Risse im Gelcoat über der Laminierung
        Neuaufbau des Gelcoats nicht mit EP Füller , nimm Polyesterspritzspachtel
        dann kannst EP über alles machen.
        Weichmacher kannst du vergessen. Lacke werden bei Erwärmung von selber elastisch.
        ..........der Weg ist das Ziel !

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        • #5
          Hi plasma1210,

          achten auf Risse im Gelcoat über der Laminierung
          Bei den 68er Corvetten gab´s noch kein Gelcoat, die Paneele wurden press-molded hergestellt, zusammengeklebt (Bandolit), an den Übergängen gespachtelt und dann direkt mit dem Lackaufbau (wie auch immer) für den thermoplastischen Lack versehen. Habe schon einige alte Vetten runtergeschliffen, Spritzspachtel oder ähnliches habe ich bei den alten Ladies unter dem Originallack noch nicht entdecken können.

          nimm Polyesterspritzspachtel
          dann kannst EP über alles machen.
          ... verstehe ich nicht ganz. Warum soll ich die abgeschliffene Karosserie, bei der die Formen stimmen, erst mit Polysterspritzspachtel behandeln und dann EP auftragen?

          Durch den Spritzspachtel auf bin ich doch wieder gezwungen zu schleifen, um die korrekte Form - die der Wagen ja hat - wieder herzustellen.

          Wollte die ganze Füllerei bzw. Spachtelei durch den direkten Auftrag von Lesonal Epoxid-Grundierfüller so weit wie möglich umgehen. Die Wellen und Senkungen im Gfk - die auch mein Wagen hat - stören mich nicht, gehört halt zu einer Corvette dazu und war damals so.

          Inwiefern der Lesonal Epoxid-Grundierfüller ein Gelcoat als Trennschicht ersetzen kann oder man doch besser ein UP- oder Epoxy-Vorgelat auftragen sollte, ist auch noch so eine ungeklärte Frage, bei der sich auch die Menschen jenseits des "großen Teichs" nicht einig sind. Anbei der Link, falls es jemanden interessiert.

          Thx und LG

          Günter

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          • #6
            Moin, Günter.

            Wenn Du die Lackschichten und zwangsweise auch die Grundierung runter schleifst, wirst Du den Polyesteraufbau an einigen Stellen so weit frei legen, dass sehr kleine Löcher, Lunken oder Risse in der GFK Haut auftauchen.

            Diese bekommst Du nicht mit EP ausgefüllt, aus dem Grund hat Plasma Dir den "Vorschlag" mit Polyesterfüller gemacht.
            Ich stimme da voll und ganz zu.

            Der Polyfüller läßt sich sehr gut Schleifen und Du hast einen guten Grundaufbau, Spachtelstellen die doch noch mal nach gezogen werden müssen, sind kein Problem. Diese sieht man dann auch zum Teil, erst wenn die Kontrollfarbe geschliffen wird.
            Glaube es, Du wirst Dich wundern wie viele Fehlstellen noch auftauchen, die Du vorher nicht so gesehen hast.

            Wenn Du natürlich gerne zweimal EP nutzen willst, mit zwischen spachteln und Dich hinterher Ärgerst, über Stellen die nicht so gut werden.



            Nach dem Schliff des Polyesterfüllers (schluss schliff mit mindestens 240er, nur Trocken) erst EP, ich würde auf dem EP auch noch einen HS Füller Beschichten.
            Diese lassen sich besser schleifen.

            Mit dem Aufbau hättest Du ein Grundgerüst durch den Polyester, Isolierung durch den EP und Füllkraft durch den HS, für eine Brillante Lackierung.

            Gruß

            Holger

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            • #7
              Interessanter Aspekt
              IMO gelcoat is cheap insurance against having to strip and repaint a car made of old abused (previously stripped and repainted) fiberglass. The factory could afford to paint them 2, 3, or 4 times over. Can you?
              DE frei Übersetzt:
              Meiner Meinung nach ist Gelcoat nur eine billige Versicherung um zu verhindern, daß man einen Wagen nochmal entlacken und neu lackieren musste, welcher bereits aus altem missbrauchtem (Bereits Entlackt und Nachlackiert) Fiberglass bestand.
              Die Fabrik konnte sich es leisten einen Wagen 2, 3 oder gar 4 mal nach zu lackieren. Kannst du es (dir leisten) ?
              EDIT: Stripped heisst in dem Falle wohl entlackt.... sorry habs geändert.

              Im weiteren Verlauf wird von Unterstützern erwähnt, daß Gelcoats wohl zu fast 100% aus Polyesterharz bestehen mit ner kleinen Menge an einer Waxartigen Substanz.
              Es ist äußerst bescheiden zu schleifen, aber wäre Optimal um das GFK der Corvettes zu Isolieren und zu verhindern das sog. "Spinnweben-Risse" durch die Lackschicht kommen können.

              Wenn man mal nach der puren Anzahl in dem verlinketen Thema für/wieder Gelcoat bei einer Restauration geht, würd ich sagen 70% gegen und 30% für Gelcoat.

              Klingt wohl nach "Wenn du es 1000% perfekt machen willst nimm Gelcoat, es geht aber auch ohne".
              Gruß, Christian

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              • #8
                Hi,

                Wenn Du die Lackschichten und zwangsweise auch die Grundierung runter schleifst, wirst Du den Polyesteraufbau an einigen Stellen so weit frei legen, dass sehr kleine Löcher, Lunken oder Risse in der GFK Haut auftauchen.
                Diese bekommst Du nicht mit EP ausgefüllt, aus dem Grund hat Plasma Dir den "Vorschlag" mit Polyesterfüller gemacht.
                Ich stimme da voll und ganz zu.
                Danke sehr für den Tipp und die Erklärung, jetzt hab ich´s kapiert.

                Ein paar Hintergrundinfos zum GfK. Die Karosserie der 68er besteht aus sog. "press-molded-panels". Diese wurden maschinell unter hohem Druck gepresst und getempert, so dass das Material nahezu keine Lufteinschlüsse aufweist. Matra-Murena, Matra-Avantime, Renault-Espace usw. wurden bzw. werden heute noch so gefertigt, natürlich mit höheren Qualitätsansprüchen als meine alte "Kiste".
                Bei den "hand-layered-panels" der ersten Corvette-Generation sieht die Sache durch das Handlaminieren und vor allem wegen der damals noch nicht ausgereiften Werkstoffe, die jetzt auch schon ein Alter von 55 Jahren hinter sich haben, viel kritischer aus. Hier wird man um den Füller nicht herumkommen, bei der 68er könnte es vielleicht auch ohne funktionieren. Hatte gefhofft, dass der Grundierfüller von Lesonal diese Fehlstellen ausgleicht und ich um den Spritzspachtel herum komme. Scheint nach eurer Meinung (leider) nicht so zu sein.

                Gelcoats (...) ist äußerst bescheiden zu schleifen, aber wäre optimal um das GFK der Corvettes zu isolieren und zu verhindern das sog. "Spinnweben-Risse" durch die Lackschicht kommen ...
                Durch den Auftrag von Gelcoat direkt auf das Gfk könnte man wiederum den Polyfüller weglassen, da das Gelcoat Mikrolöcher und Risse zuverlässig abdeckt. Schleifen kann man so gut wie vergessen. Die einzige Möglichkeit das Zeug glatt zu bekommen ist polieren, wie es bei den Segelfliegern üblich ist --> "Schwabbellack" ;-)

                Spinnweben-Risse" durch die Lackschicht kommen können.
                Hatte heute noch ein nettes Telefonat mit einem Ami, der in meinem Fall auch zum Gelcoat tendiert. Die Begründung klingt schlüssig: Aus Kostengründen wurde außer dem Motorraum (ist auch nur schwarz genebelt) der komplette Unterboden der Vette, der aus Gfk besteht, nicht lackiert. Durch Steinschläge, Aufsetzer, Auswaschungen in den Radkästen usw. wird die Oberfläche ständig verletzt, so dass die im Gfk eingebetteten Fasern im Laufe der Zeit (meine Lady befindet sich im 41 Lebensjahr) ständig etwas Öl und Fett aufnehmen, zumal die damals verbauten Motoren, Getriebe und Differentiale alles andere als dicht waren. Lässt man die Gelcoat-Sperrschicht weg, wird das Öl und Fett vollständig durch das Gfk diffundieren und den Lackaufbau "wegdrücken", so dass sich die Grundierung löst, Blasen und Risse können an der Oberfläche entstehen.

                Wenn man mal nach der puren Anzahl in dem verlinketen Thema für/wieder Gelcoat bei einer Restauration geht, würd ich sagen 70% gegen und 30% für Gelcoat.
                Klingt wohl nach "Wenn du es 1000% perfekt machen willst nimm Gelcoat, es geht aber auch ohne"
                Ist in meinen Augen ein Widerspruch in sich: Wenn Gelcoat so 1000% wäre, warum sind dann nur 30% dafür? Gelcoat scheint zwar auf Gfk super zu halten, mag es aber anscheinend nicht sehr gerne, selbst wieder lackiert zu werden.

                Mein Problem ist schlicht und einfach, dass ich mir ein ziemlich breit angelegtes Wissen angelesen habe, ich aber auf keinerlei praktische Erfahrungen zurückgreifen kann.

                Bin ehrlich gesagt schon am überlegen, ob ich mir evtl. einen Unfallwagen aus einem vergleichbaren Baujahr zulege und diesen einfach mal zu Testzwecken probelackiere.


                Vielen Dank an dieser Stelle für die Diskussionsbeiträge und liebe Grüsse.

                Günter

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                • #9
                  Zitat von crossi
                  Matra-Murena, Matra-Avantime, Renault-Espace usw.
                  Moin, Günter.

                  Den Talbot Matra Rancho kennst Du bestimmt auch.?

                  Die anderen Modelle sind mir auch bekannt, da ich diese auch Repariert habe, Lacktechnisch.


                  Die Simca Matra sogar noch mit Glasfaser, Polyesterspachtel, KH Spachtel und NC Füller.

                  Dagegen ist es Heute um einiges einfacher, so eine GFK Kunststoffkarosse zu Reparieren.

                  Gruß

                  Holger

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                  • #10
                    Den Talbot Matra Rancho kennst Du bestimmt auch.?
                    Jo! Das einzige Teil, was bei dem Gefährt nicht rostete, dürfte der Kunststoffaufbau ala "Schneckenhaus" sein. Die Bezeichnung "Abenteuermobil" trifft vor allem auf das Fahrverhalten zu, da die Kiste schon ohne Beladung hecklastig war. Hielt mich vom Kauf ab, die Optik finde ich nach wie vor toll.

                    Falls dir aber mal ein Matra-Djet über den Weg läuft: Haben will!!!


                    Back to the topic. Bin zum Schluss gekommen, dass ich die vollständig abgeschliffene Karosserie erstmal direkt mit einem UP-Gelcoat als Trennschicht versehen werde. Habe im Bereich des vorderen Kardantunnels ein paar Stellen gefunden, wo das Gfk durch Beschädigungen Fett oder Öl aufgesaugt hat. Das Abschleifen des Gfk´s an der Oberseite zeigte dann, dass sich das Zeug im Laufe der Zeit durchgearbeitet hat. Ist zum Glück nur eine Stelle gröber betroffen, die ich zwangsweise herausflexen muss und neue laminieren werde, aber dem Rest der Karosserie traue ich jetzt auch nicht mehr über den Weg. Also gehe ich auf "Nummer" sicher und ziehe eine Sperrschicht ein.

                    Eine erstes Probespritzen auf einem alten GfK-Teil sieht recht gut aus. Selbst absichtlich eingebrauchte Kratzer deckt das Gelcoat wegen der Oberflächenspannung gut ab.

                    Wie würdet ihr den weiteren Lackaufbau auf dem Gelcoat gestalten?

                    Thx und LG

                    Günter

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                    • #11
                      Moin, Günter.

                      Du solltest dann ein Gelcoat nehmen das schleif fähig ist und für einen Lackaufbau geeignet ist.

                      Der Grundaufbau ist dann mit einem EP Grundfüller oder Herkömmlich ohne zusätzlichen Isolierschutz mit einem HS Füller.

                      Gruß

                      Holger

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