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Rost und Lack bis aufs blanke Metall entfernen

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  • Rost und Lack bis aufs blanke Metall entfernen

    Ich möchte ja mein Mofa neu lackieren mit Spraydosen. Dazu werde ich eine 2K-Epoxy-Grundierung sprayen. Nun habe ich aber doch etwas mehr Rost, als erwartet und teils auch recht tief.

    Wie ist die richtige Reihenfolge zum guten Rost- und Lackentfernen? Mal mit 80er Schleifpapier anfangen oder doch mit einer Drahtbürste oder Bohraufsatz? Ich habe keine Lust nachher alle Roststellen zu spachteln, nur weil da Krater drin sind von der Drahtbürste.

    Wie steht es mit Rostumwandler? Klar, zuerst wird abgeschliffen mit 80er Papier, ev Schleifpad usw. Den Rostumwandler würde ich nur dazu nehmen, um auch noch den kleinsten Rost wegzukriegen.

    Darf ich nach dem Rostumwandeln etwas feiner schleifen und mit Silikonentferner reinigen und dann (auf den Rostumwandler drauf sozusagen) die Epoxy-Grundierung machen?

    In einem anderen Thread wurde mir ausserdem empfohlen, zuerst zu grundieren und erst dann zu spachteln. Ist das so richtig? Habe unterschiedliches im Netz gelesen.

    Ausserdem gibt es den Presto Plastik-Spachtel nicht, der mir empfohlen wurde. Welche Alternative gäbe es noch von Presto, welche geeignet ist? Warum z.B. nicht Glasfaserspachtel?

    Gruss und Dank
    Thomas

  • #2
    Ich habe keine Lust nachher alle Roststellen zu spachteln, nur weil da Krater drin sind von der Drahtbürste.
    Mit nem Negerkeks (CSD Grobreinigungscheibe) kann man relativ Materialschonend die Altschichten ablösen ohne das Metall großartig zu zerkratzen. Bei tieferen Rost braucht man meist schon ne Schleifbürste, die dann allerdings je nach Bürste teils eher Kratzer verursacht.
    (gibt feinere und gröbere Bürstenaufsätze)

    Krater macht die Bürste allerdings nicht, denn die Krater sind vom (losen) Rost und dem dort weggefressenen Metal.


    Warum z.B. nicht Glasfaserspachtel?
    Ist eher für größere Stellen zu überbrücken gedacht, läßt sich auch rel. schwer schleifen. Bei kleineren Stellen würd ich Polyesterspachtel nehmen und für ne glatte/porenfreie Oberfläche am Schluß Feinspachtel.

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    • #3
      Falls Du kein Sandstrahlgerät hast, schaue Dich mal bei einer lwk-Spedition/Werkstatt um, die haben meistens immer sowas, jedenfalls bei uns hier in der Ecke (Neuwied).
      Damit bekommst Du es sprichwörtlich porentief.

      Grüße,
      Ssssstevieee

      Strahlarbeiten sind für mich der Hit!!!
      Ich strahle fast ausschließlich mit Aluminiumoxyd, da es mich fast nichts kostet.....Oberfläche nach dem strahlen ist vom feinsten....

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      • #4
        Was kostet das denn, wenn man es bezahlen muss zum Sandstrahlen? Und dann genügt es danach, mit 80er bis 320er Schleifpapier zu schleifen für die Grundierung danach?

        Negerkeks... kann man das an die Bohrmaschine machen?

        Ich habe noch nie gespachtelt. Wie muss ich mir das mit dem Grob- und Feinspachtel vorstellen? Wenn ich grobspachtle, ist der die Oberfläche dann ausgefüllt und gerade. Wenn ich nun noch Feinspachtel auftrage, wird das doch zu hoch... ich hab da irgendwie einen Denkfehler anscheinend... ist halt absolutes Neuland für mich.

        Danke für die Hilfe!

        Kommentar


        • #5
          Rost muss komplett entfernt werden. Zum Thema Rostumwandler:


          Rostumwandler


          An feuchter, kohlendioxidhaltiger Luft bildet sich aus Eisen (über Zwischenstufen)
          Rost, ein Eisen(III)-oxidhydrat der Zusammensetzung Fe2O3 · H2O. Besonders
          kritisch für das Verrosten von Eisen ist, dass der Rost keine zusammenhängende,
          festhaftende Schicht auf Eisen bildet, sondern in Schuppen abspringt und dabei
          frische Eisenoberflächen freilegt. Der Grundgedanke der meisten Rostumwandler ist,
          durch eine chem. Umsetzung aus dem normalen Rost Fe2O3 · H2O das wesentlich
          beständigere Eisenoxid Fe3O4 (in der Natur als Magnetit große Lagerstätten bildend
          oder "Hammerschlag" beim Schmieden von Eisen) oder Eisentannat bzw.
          Eisenphosphat zu erzeugen. Es konnte bisher noch nicht überzeugend
          nachgewiesen werden, dass durch handelsübliche R. ein Weiterrosten eiserner
          Gebrauchsgegenstände vermieden werden kann. Hauptursache ist die mangelhafte
          Haftung des Primärrosts, erschwerend kommt hinzu, dass Rost ein 60 % größeres
          Volumen einnimmt als Stahl und daher bei Unterrostung evtl. schützende Überzüge
          abplatzen. R. sind meist:

          1. Gemische aus Phosphorsäure, Netzmitteln (Herabsetzung der
          Oberflächenspannung, um gründliches Eindringen der Phosphorsäure zu
          ermöglichen), Fettlösemittel (Beseitigung von öligen und fettigen Verunreinigungen),
          Sparbeizen, Beschleunigern und anderen Inhaltsstoffen. Wirkungsweise: Die
          Phosphorsäure wandelt Rost in stabiles Eisenphosphat um. Probleme:

          a) Die Menge des aufzutragenden R. lässt sich nicht auf die vorhandene Rostmenge
          abstimmen. So bleibt oft freier Rost zurück.

          b) Zunder lässt sich nicht damit umwandeln.

          c) Überflüssige Säure greift blanken Stahl an.

          d) Zurückbleibende Phosphorsäure fördert bei den nachfoldenden Beschichtungen
          Blasenbildung.

          2. Es sind auch Mittel auf der Basis von Tannin im Handel, wobei Tannin mit den
          Eisenionen schwerlösliche Eisenkomplex-Verbindungen bildet; diese Tannate haften
          fest auf dem Stahl. Probleme:

          a) Die für die jeweilige Rostmenge erforderliche Tanninmenge läßt sich nicht
          bestimmen.

          b) Im Rost enthaltene Salze, wie Sulfate und Chloride, fördern stets erneut die
          Rostbildung.

          R. haben sich in der Praxis nicht bewährt. Deshalb waren diese Werkstoffe schon in
          der DIN 55928 für Bauteile aus Stahl nicht zugelassen. In den neuen DIN ISO 12944
          sind R. nicht mehr erwähnt.
          Thomas
          RTFM!

          Kommentar


          • #6
            Bekannter hat seinen rostigen Zaun vor über 6Jahren mit Hammerite gestrichen und da rostet zumindest ma nix weiter.
            Nun, ist es natürlich so das ein Zaun weder Vibrationen noch Benzin, Öl etc. ausgesetzt ist und das Hammerite auch nicht für Mofas oder Autos geeignet ist. Aber wenn es Produkte für rostige Gartengegenstände gibt, könnte man schon hinterfragen ob es nicht auch im KFZ Bereich Produkte gibt die dasselbe können wie ein 0815 Baumarktprodukt ....

            Hier geht es zudem um ein Mofa und das wird der TE wohl kaum in 6Jahren noch fahren.
            An deiner Stelle würde ich eine rostaufsaugende Grundierung wie Prosol Rostux* nitrofest einfach ausprobieren. Selbst wenns nur paar Jahre hält, kriegste wahrscheinlich eh nicht mehr mit und das Mofa ist bis dahin sowieso verkauft,. ....denn die Mofazeit währt idr. nicht ewig.

            Das ist ein Negerkeks für die Bohrmaschine:
            http://cgi.ebay.de/REINIGUNGSSCHEIBE...d=p3286.c0.m14

            Mit Polyesterspachtel spachtelt man vor und den Feinspachtel braucht man nur um kleine Poren/Unebenheiten zu schließen. Eigentlich sollte aber Feinspachtel, Spritzfüller o.ä. alleine reichen, haste ja keine wirklichen Dellen auszufüllen oder so.


            (*das gibts auch in der Sprühdose, das zum pinseln/spritzen soll angeblich aber besser sein. K.A. ob das stimmt)

            Kommentar


            • #7
              Super, danke. Dann werde ich das mit dem Rostumwandler wohl eher lassen. Das Mofa möchte ich über längere Zeit für kurze Strecken verwenden (bin schon 26 Jahre alt). Das Neulackieren mach ich einfach aus Spass und um das Mofa wieder schön herzurichten.

              Dann wird die Epoxygrundierung wohl reichen.

              So einen Negerkeks werde ich mir glaube ich kaufen. Mal schauen, was das kostet.

              Nun, ich denke, es gibt schon Stellen, bei denen der Rost wirklich in Stücken wegkommt, dort muss also gespachtelt werden. Was ist denn der Sinn des Grob- und erst dann des Feinspachtelns?

              Eine Stelle am Tank ist sehr tief eingedellt (durch Drücken des Mofaschlosses an dieser Stelle). Dort werde ich dann wohl doch Grobspachtel nehmen müssen. Werde aber mal schauen, ob man das ausbeulen kann.

              Gruss und Dank
              Thomas aus der Schweiz :-)

              Kommentar


              • #8
                Sandstrahlen lassen kostet nicht die Welt. Besonders wenn es ein handliches Mofa ist... Danach musst nur ordentlich füllern und schleifen. Eine gute Grundierung aus 2K hilft da schon viel! 1 Liter (nur) 26€ wenn es der gute EP Grundierfiller vom Mipa-shop (hier im Forum ist). Das kannst dir bestimmt noch leisten
                Schätze das du mit 100€ incl dem Grundierfiller mit Sandstrahlen beim Roller hinkommen solltest. Zumindest habe ich bei einem ähnlichen Teil genausoviel gezahlt.

                Auch nochmal ein Beitrag zum Rostumwandler... Im Netz ließt man so viel gutes und schlechtes dazu. Irgendwann fragt man sich warum das noch verkauft wird. Warum es überhaupt noch gekauft wird. Wohl aus Unerfahrenheit der Leute, bzw wegen Verkaufsförderung...

                An meinem Astra sind übrall da Rostblasen zu sehen wo ich den Umwandler aufgebracht habe. Da wo ich nur normal entrostet hatte und danach den Lackaufbau begann, dort ist noch alles ok, aber nach einem halben Jahr mit Rostumwandler, rostet genau diese Stellen wieder...

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                • #9
                  @Wanderer82
                  Ok, dann hab ich ma nix gesagt von wg. Mofazeit & so.
                  Also wenn du die Möglichkeit hat, dann beule den Tank aus, weil das ist immer besser als Spachteln. Falls das nicht selbst klapt, gibts auch Beulendocs die sowas oft günstig machen und wenn die es können sieht man dann meist auch nix mehr.

                  rostet genau diese Stellen wieder...
                  Hatte vor etlichen Jahren mal so en Blei/Chromatrostgrund an der A-Säule aufgebracht ohne genau zu entrosten, was soll ich sagen - der Rost ist bei dem mittlerweile 34Jahre alten Auto fast überall, interessanterweise aber nicht an der A-Säule. Kann natürlich sein, das viele der heutigen Rostschutzprodukte aufgrund der verschärften Umweltvorschriften ev. nix (mehr) taugen ??

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von kiko Beitrag anzeigen

                    Hatte vor etlichen Jahren mal so en Blei/Chromatrostgrund an der A-Säule aufgebracht ohne genau zu entrosten, was soll ich sagen - der Rost ist bei dem mittlerweile 34Jahre alten Auto fast überall, interessanterweise aber nicht an der A-Säule. Kann natürlich sein, das viele der heutigen Rostschutzprodukte aufgrund der verschärften Umweltvorschriften ev. nix (mehr) taugen ??
                    Bleihaltiger Rostschutzgrund ist kein Rostumwandler...
                    RTFM!

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                    • #11
                      Nun, ich habe bereits einen Fillprimer gekauft und auch Epoxi-2K-Spray. Alles von Colormatic.

                      Wieviele Schichten des Fillprimers brauche ich denn, wenn vorher sandgestrahlt wurde, damit die Riefen aufgefüllt sind? Spürt man das dann, wenn es okay ist, beim Drüberfahren?

                      Habe jetzt gerade noch gesehen, dass bestimmte Rahmenteile doppelt und nach unten offen sind und sich dazwischen auch viel Rost gebildet hat. Komm ich da mit der Dose überhaupt richtig hin? Geschweige denn die Sandstrahlung? Und wenn die Sandstrahlung alles! blank macht, wird das wohl schwierig, auch wieder alles! beim Grundieren mit Epoxi zu erreichen, oder nicht?

                      Gruss
                      Thomas

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                      • #12
                        Man schleift das ja mit 400/600/1200er und so an und wenn die Fläche richtig schön glatt ist sieht und merkt man das natürlich schon.

                        Wie das mit Sandstrahlen und Rost in Rohren ist weiß ich nicht.
                        Farbe kriegt man aber in jedes Rohr, ob nun per Tauchbad oder einfach oben reinkippen bis es unten wieder rauskommt. Nur mit dem säubern und entfetten von so unzugänglichen Stellen iss halt so ne Sache, vielleicht durchblasen und dann mit Bremsenreiniger durchspülen?

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                        • #13
                          Naja, nach dem Sandstrahlen ist ja eigentlich sauber, ausser eben noch wenig Fett. Da spritz ich einfach mit Silikonentferner überall schön hin und lass es sehr gut trocknen. Ich denke, das reicht.

                          Na gut, ich schau mich mal um, wo ich das sandstrahlen lassen kann.

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                          • #14
                            Zitat von Wanderer82 Beitrag anzeigen
                            Naja, nach dem Sandstrahlen ist ja eigentlich sauber, ausser eben noch wenig Fett. Da spritz ich einfach mit Silikonentferner überall schön hin und lass es sehr gut trocknen. Ich denke, das reicht.
                            Damit gewinnst du aber kein Blumenpott wenn du den Silikonentferner überall hinspritzt und dann antrocknen lässt! Wenn du das Fett entfernen willst mußt du den Silikonentferner schön wieder abwischen wenn er das Fett gelöst hat. Der neutralisiert das Fett ja nicht!
                            Besser wäre aber wenn du erstmal versuchst das Fett mit Verdünnung und nem Pinsel zu entfernen....

                            Kommentar


                            • #15
                              Hm, da hast du natürlich recht...

                              Macht man das professionell in einem Rostschutz-Bad, damit man in wirklich alle Stellen kommt und auch das Fett wegkriegt? Geht beim Sandstrahlen das Fett nicht auch ab?

                              Allgemein zur Handhabung des Silikonentferners... kann ich den aufsprühen und nach paar Sekunden mit Haushaltspapier gut abwischen oder wie macht man das richtig?

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