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Alter Lack ohne schleifen günstig abbekommen Ideen Tricks und Tipps?

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  • Alter Lack ohne schleifen günstig abbekommen Ideen Tricks und Tipps?

    Ich habe aus Finnland einen T3 Syncro ersteigert. Leider wurde das Fahrzeug massiv verunstaltet. Der Vorbesitzer hatte den Lack nicht angeschliffen sondern mit Pinsel und Rolle das Fahrzeug übermalt und anschließend rote Spritzer aufgetragen.
    Anbei zwei Fotos. Hat jmd eine Idee, wie man das wieder abbekommt, ohne alles wieder abzuschleifen und den darunterliegenden Lack, der eigentlich noch gut aussieht zu beschädigen? An manchen Stellen bekommt man den Lack teilweise mit dem Fingernagel runter. Ein Trockeneisstrahlgerät wäre eine Idee gewesen, kommt aber preislich nicht in Frage.

  • #2
    Schwierig.

    Wenn der alte Lack ein richtiger 2K Lack ist und der neue ein 1K Produkt könnte man den mit Waschverdünnung entfernen.

    Natürlich besteht ein Risiko das sich der alte Lack mit anlöst.

    Ansonsten fällt mir außer schleifen bis zum Altlack nichts ein.

    Musst halt mal an einer unauffälligen Stelle vorsichtig probieren.

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    • #3
      Ich vermute das unter dem Gepinsel auch gespachtelt und gewerkelt wurde nach Heimwerkermethode.

      Wär natürlich cool wenns nicht so ist.

      Probier mal mit 2k Verdünnung ob du dies gepinselte Zeug etwas abwischen kannst. Fährste einfach zum Lackierer und lässt dir einen Schluck in ein Marmeladeglas abfüllen.

      Wenn das Pinselzeug damit abgeht bzw. der Lappen sich dann in der Farbe des Lackes verfärbt, dann haste zumindest Chancen.

      Ich weiss nicht genau wie, aber man kann so einen 1k Lack mit Verfünnung getränkten Lappen einweichen so das er sich kräuselt und dann mit einem Plastikspachtel weitestgehend abschaben lässt.

      Das Problem bei dem Bus ist das es die Seite ist, da kann man keine Lappen drauflegen.

      Probier es alternativ mal mit Lappen und Verdünnung abzuwischen. Aus Kostengründen würd ich mit Einwegtüchern anfangen, also Zewas halt. Wirste sicher 10-15 Rollen brauchen weil die schnell mit Farbe zusitzen. Mit Mikrofasertüchern gehts besser, aber istn bissel teuer ne, die kannst nacher nur wegwerfen und die hauchdünnen Dreckdinger ausn Baumarkt gehn für sowas nicht. 350gsm müsste son Tuch schon haben damit es genug Verdünnung und Farbe aufnimmt. Kann man ein- zwei- dreimal benutzen wenn man die zwischendurch ausschlägt damit die Lackkrümel rausgehn.

      3,50 pro Tuch in 40x40cm mit zwei langfaserigen Seiten, 5 Stück bräuchteste für die Seite vom Bus.

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      • #4
        Moin
        1. Die Lappen - verdünner methode geht auch an Seiten
        ​​​​​​Am besten Einweg Tücher nehmen... Tücher horizontal auf die Fläche kleben und mittels sprühfflasche die Verdünnung das Tuch trenken. Ist twar hartcor geht aber. Einsatz von schutzkleidung und Maske voraus gesetzt.
        2. Paket Band - aufkleben, festrubbeln.. Abreißen
        3.einsatz von Druckluft und schauen ob was loses abfliegt.
        ​​​​​​4. Schleifen wurde auf gezählt
        5. App abbeizer - hier muß man probieren wie stabil der Untergrund bleibt
        6.ach den heißluft Fön könnte man noch probieren...
        Also los geht's und bitte berichten was ging
        ​​​
        Spachteln ist meine Leidenschaft

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        • #5
          Sorry Freunde,

          ich war etwas verhindert und bin noch nicht dazu gekommen eure hilfreichen Tipps auszuprobieren. Werd es heute mal mit der 2k Verdünnung probieren und der Gaffa Tape Methode. Mit starker Druckluft (ca 10bar) platzt an einigen Stellen auch der Lack ab. Das wäre in Kombination mit den oben genannten Methoden eine sehr gute Idee.
          Wenn nichts davon funktioniert hätte ich es mit Abbeizer versucht. Die Frage ist nur, welcher Abbeizer ist nicht zu aggressiv. Es gibt nach erster Recherche von Brennofix viel Produkte (Power, Radikal und Speed und Universal). Der einzige der keine 2k Lacke anlöst ist der Universal. Vielleicht ist der ja aggressiv genug. Naja, ich halte euch auf dem Laufenden und danke schon mal für die ersten guten Vorschläge

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          • #6
            Abbeizer wäre ich vorsichtig der kann auch 2K Lacke anlösen bzw. beschädigen selbst die Abbeizer die nur für 1K Zeug sind mit Vorsicht zu genießen

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            • #7
              Hallo Freunde,

              also ich hab jetzt ein paar Dinge ausprobiert und hab mittlerweile schon ein paar Schlüsse ziehen können.

              1. Abbeizer
              Übers Telefon hab ich bei LackundFarbe24.de Brennofix Speed empfohlen bekommen. Am Telefon wurde mir versichert, dass die 1K Lackabbeizprodukte nicht besonders tauglich sind und selbst 2k Abbeizer für gewöhnlich stark zu kämpfen hätten mit Autolacken aus der Industrie.
              Also hab ich bei ca 15 Grad Umgebungstemperatur das Zeug aufgetragen und laut Herstellerangaben 20min gewartet und abgewartet was passiert.
              Der Lack hat nach 10min angefangen Blasen zu werfen und ließ sich großteils mit einer Spachtel entfernen. Der darunterliegende Lack wurde zwar nicht aufgelöst, erschien jedoch mattiert und war mit etwas mehr druck leider auch leicht zu beschädigen. Eine kürzere Einwirkdauer würde nicht helfen, den schlechten schwarzen Lack zu entfernen, um den blauen darunterliegenden Lack zu schonen.

              2. 2k-Verdünnung
              Die Methode mit 2k Verdünnung und einem vollgesogenen Tuch, hatte einen wesentlich sanfteren Angriff aufs Material. Mit der Einwirkdauer konnte ich noch nicht so viel experimentieren. Diese lag aber auch bei ca 20min. Der darunterliegende Lack blieb fester, jedoch kann ich nicht hunderprozentig sagen, ob er nicht auch mit angelöst wurde.

              3. Druckluft

              Druckluft in Kombination mit den oben genannten Methoden half an kleineren Ecke und Kanten bereits stark angelösten Lack tatsächlich wegzublasen. Normaler Lack bleibt davon jedoch unberührt.

              4. Noch nicht getestet, wird aber heute in Angriff genommen. Die Methode mit Paketband und dem Heißluftföhn


              Eine Frage in die Runde. Meint ihr man muss nun den Karosserielack vollständig entfernen, nachdem er durch die Beize/Verdünnung in Mitleidenschaft gezogen wurde, oder kann man warten bis die Lösemittel verdampft sind und ihn nur lediglich anschleifen?

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              • #8
                Der Altlack ist nicht 100% mehr Haftfähig wenn dieser angebeizt und durch Lösemittel angelöst wurde. Das kann sich bei neuen Schichtaufbau durch Hochziehen oder auch später mit Blasenbildung bemerkbar machen.
                Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                Francis Picabia 1879-1953

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                • #9
                  Also,

                  letztlich war es eine Kombination aus Allem die geholfen hat.
                  die großen Flächen habe ich mit 40er Korn runtergeschliffen.
                  Kann ich über diese rauhe Oberfläche EP grundieren (Glasurit 801-703), wenn ich sowieso noch dick einen Schleiffüller (Feycolor Acrylfüller 684) drüber spritze?

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                  • #10
                    Nein, in höchstens 2 Körnungsstufen bis mindestens auf 180er besser 240er Schleifen.

                    40er, 80er, 120er, 150er ........

                    Sonst bekommst Du die Schleifspuren nicht ausgefüllt. Und hast Beifaller.
                    Ach, auch wenn auf manch einer Füllerdose drauf steht: Füllt 80er Schleifspuren aus !!!!
                    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                    Francis Picabia 1879-1953

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                    • #11
                      Hallo,
                      ich hatte meine Karosserie auch komplett entlackt. Erst mit Grüneck Abbeizer - da habe ich allerdings erst gegen Ende der Aktion gemerkt, dass die Temperatur der entscheidende Wirkungsfaktor ist.
                      Bei 20 Grad hat sich da nach 3-6 Stunden nur eine leichte Blasenbildung gezeigt. Sobald ich aber die IR-Lampe eingesetzt habe kam da richtig viel auf einmal runter.
                      Das meiste habe ich mit Spachteln, Schabern und Stechbeiteln abgeschabt.
                      Danach alles mit Verdünnung abgewaschen, dann mit 80er Körnung geschliffen, dann 120er, 240er.
                      Wieder alles mit Verdünnung abgewaschen und dann mit Silikonentferner.

                      Trotz vorsichtiger Herangehensweise gab es auch ein paar Kratzer im Blechkleid. Deshalb habe ich die ersten beiden Spritzgänge EP dazu verwendet solche Kratzer im Blech zu füllen. Auf dieser angeschliffenen Grundierung habe ich dann ein paar Dellen gespachtelt.
                      Dann habe ich die komplette Karosserie mit Kontrollpulver eingerieben und die EP Grundierung wieder fast bis aufs Blech runter geschliffen.
                      Danach habe ich wieder zwei Spritzgänge EP Grundierfüller gespritzt, welche ich als "Füller" verwende.

                      Ich habe leider an mehreren Fahrzeugen (die ich habe "machen lassen") das Problem, dass der Füller gesackt ist und man jetzt Schleifrillen unterm Lack sieht.
                      Durch den Einsatz von EP-Grundierfüller als "Grundierung" und "Füller" verspreche ich mir, dass ich später keine Sackungen von Schleifrillen habe.

                      Gruß quat.
                      SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack)
                      SATA X 5500 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
                      SATA 100 B F RP 1,6 (Grundierfüller)

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                      • #12
                        Anbei das Ergebnis der heutigen Arbeit.
                        Alle kleinen Ecken und Kanten wurden zum Schluss vor Feierabend mit Abbeizer behandelt,
                        Große Flächen mit dem Winkelschleifer oder dem Exzenter. Mit Nitro konnte man ohnehin lose Stellen leicht abwischen, bzw abblasen.
                        Der Trick mit dem Gaffa Tape wäre zu teuer geworden.
                        Sackt der Schleiffüller tatsächlich so nach, dass die Schleifrillen sichtbar werden? Auch wenn man ihn 1-2Wochen sacken lässt?
                        Dann schleife ich 40-80-240 und grundiere dann?
                        Ist der Sprung zu groß?

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                        • #13
                          Der Sprung von 80 zu 240er ist zu hoch.
                          Du musst mit jeder Körnung die Schleifriefen der vorherigen Körnung gründlich ausschleifen.

                          120er max 150er zwischen 80-240er.
                          Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                          Francis Picabia 1879-1953

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                          • #14
                            Anbei drei Fotos vom vorläufigen Ergebnis.
                            Da die Blecharbeiten leider nicht in den nächsten 12 Monaten begonnen werden können, habe ich mich für eine Übergangslösung entschieden mit der man leben bzw herumfahren kann, ohne das Fahrzeug weiter vor sich hin rosten zu lassen.
                            Untenrum müssen leider alle Radläufe und teils Seitenwände ab der Scheibe ersetzt werden. Habe daher erst mechanisch und chemisch entrostet, phosphatiert, EP Grundiert und darüber einen stoßfesten PU Lack in grau weiß von Spiess Hecker lackiert.
                            es wurde hier und da grob ausgebeult und gespachtelt.
                            Es wird ja sowieso alles wieder rausgerissen. Bzw immer wieder in Weiss nachlackiert werden, bis das Blechkleid fertig ist.
                            wenn dann wieder taubengrau metallic (Originalfarbton) drauf soll, würde ich den PU Lack wieder anschleifen, mit Schleiffüller spritzen und dann lackieren.
                            macht das Sinn?

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                            • #15
                              Na das sieht doch gut aus, klar kannst den PU anschleifen und nochmal drüberlackieren.

                              Nur aufpassen das es nicht zu dick wird vom Lackaufbau her. Also über 500 Mikrometer würd ich nicht gehen. Dann lieber vorher wieder bissl mehr schleifen, aber wenn der Grundaufbau gut haftet perfekt

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