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Wodurch wird Rostschutz eigentlich erreicht?

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  • Wodurch wird Rostschutz eigentlich erreicht?

    Moinsen!

    Ich bin ja immer neugierig und innerhalb meiner "Werkstattbande" gab es verbale Kämpfe zum Thema Rostschutz.

    Google gibt nix her aber damit diese Schlaumöpse endlich mal mundtot gemacht werden hab ich ein kleines Experiment durchgeführt und bei diesem eine alte Wasserpumpe aus Guss gestrahlt, entfettet und dann direkt einer Stelle mit einem 2k-Klarlack und an einer anderen Stelle mit einer Rostschutzgrundierung lackiert. Eine weitere Stelle ließ ich unbehandelt.
    Das Metall ist wie bereits erwähnt ein Gussmetall aus "englischer" Produktion... das Zeuch rostet auch entfettet an der Luft bereits nach zwei Tagen - also bestens geeignet für diesen Test.

    Ergebnis nach drei Wochen:

    Unbehandelt:
    Komplett mit Flugrost überzogen

    Klarlack:
    Rostansatz zu erkennen, fleckig, rötlich schimmernd

    Rostschutzgrund:
    nach vorsichtigem Ab-/Anschleifen kein Rost erkennbar

    Somit hat die Rostschutzgrundierung den Test wie erwartet bestanden.
    Was ich nicht erwartet habe - der Klarlack hält bombig, ist nur mit roher Gewalt vom Untergrund lösbar, lässt aber Korrosion zu.

    Und da komme ich automatisch zu meiner Frage:

    Was ist die besondere Eigenschaft einer Rostschutzgrundierung?
    Ich vermute es liegt nicht an der Diffusion von äusseren Elementen wie Wasser/Sauerstoff/Fett etc. ... oder Haftfähigkeit. Denn da scheint der Klarlack der Grundierung ebenbürtig zu sein.

    Was läuft da chemisch/physikalisch anders ab?

    Habt ihr euch die Frage auch schonmal gestellt?



    Gruß

    vec

  • #2
    Hy

    Genau kann ich dir das auch nicht beantworten, aber ich habe mich mal mit einigen Verkäufern von Rostschutzprodukten unterhalten, da ich mal wissen wollte, warum Fertan und co nicht halten, was sie versprechen.

    Die meisten Produkte (Corroless, usw.) reagieren mit dem Rost und entziehen ihm Wasser. Um das zu können, müssen sie offenporig sein und dadurch können später auch wieder Salze und Lösungsmittel zum Rost durchdringen. Bei solchen Produkte also unbedingt einen Decklack auftragen.
    Andere Produkte (EP-Grund) isolieren den Rost, dadurch kann nichts mehr zum Rost durchdringen.
    Die Rostschutzgrundierungen sind also teilweise stark vom Umwelteinfluss abhängig. Wenn dein Test keinem Regen oder Salzen ausgesetzt war, kann also nicht viel passieren. Dass sich unterm Klarlack Rost gebildet hat, hätte ich auch nicht vermutet.

    Hoffe, das hilft dir etwas weiter.

    mfg Leizi

    Kommentar


    • #3
      Aktiver Rostschutz

      wird z.B. erreicht duch Zinkphosphat in der Grundierung. (nur für Stahl geeignet) die Oberfläche wird phosphatiert und damit passiviert.
      Zinkstaubgrundierungen gibt es auch für schweren Korrossionsschutz, dort wirkt das Zink als Opferanode auf dem Metalluntergrund.
      In Primern, (für Alu Stahl und Zink) egal ob 1K oder 2K wird Phosphorsäure eingesetzt, die Oberfläche wird phosphatiert, die Phosphatschicht haftet ausgezeichnet auf dem Untergrund ,
      woduch Unterwanderungen der Beschichtung bei mechanischer Beschädigung verhindert werden.
      Phosphorsäurehaltige Härter (für 2K Primer) werden in Plastikgebinden geliefert , in einer Blechdose würden diese sich am Blech abreagieren.

      Übrigens, die Farbe vom Rostschutz ist wirklich nur dekorativ, in manchen Köpfen ist Rostschutz immer rotbraun , keine Ahnung warum ?
      ..........der Weg ist das Ziel !

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