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  • >PP< Kunststoff lackieren

    Hallo liebe (Fahrzeug-)Lackierer,

    zu aller erst: tolles Forum, hat mir schon in einigen Punkten weiterhelfen können...

    Ich möchte gerne, da nun das Wetter auch wieder mitspielen sollte Rollerteile lackieren.
    Mit Plasma hatte ich bereits telefoniert und er hat mir auch Auskunft erteilt, für den Fall, dass es sich NICHT um PP Kunststoff handelt.

    Auf meinen Teilen steht allerdings (fast) ausnahmslos PP - 5BR (ich glaube die 5BR sind aber eher die ABE oder sowas in der Art).


    Was soll ich tun?
    Warum kann es mit "normalen" Grundierungen zu Problemen kommen?

  • #2
    Zitat von Desastermann Beitrag anzeigen
    Hallo liebe (Fahrzeug-)Lackierer,
    Auf meinen Teilen steht allerdings (fast) ausnahmslos PP - 5BR (ich glaube die 5BR sind aber eher die ABE oder sowas in der Art).
    Es hat nichts mit der ABE zu tun. Es bedeutet nur das dein PP modifiziert worden ist.

    B= Blockcopolymerisat: Erhöhte Zähigkeit bei tiefen Tempertaturen

    R=statistisches Coppolymerisat: Höhere Zähigkeit bei Tempertaturen oberhalb 0° + Verbesserung der Flexibiltät.

    5=Füll und Verstärkungsstoffe

    Zitat von Desastermann Beitrag anzeigen
    Warum kann es mit "normalen" Grundierungen zu Problemen kommen?
    Weil PP ähnliche Eigenschschaften hat wie PE. Und deshalb nur mit Speziallacken lackiert werden kann.

    Gruß Markus

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    • #3
      schaut mal hier www.polysil.de

      wir hatten das Thema schon mal im Fachbereich

      Zitat von plasma1210
      ja, ich habe das Glück gehabt, Herrn Niemeyer (Geschäftsführer Entwicklung der Fa. Polysil GmbH) bei seinem Lohnhersteller, der Fa. Zuelch Industrial Coatings GmbH in Osterrode- Lerbach zu begegnen.

      Die Lackierung von reinem PP ohne aufwendige Vorbehandlung wie durch Beflammung oder Fluorierung galt bisher als nicht machbar.
      Selbst Mischkunststoffe aus PP-EPDM, (für die viele Hersteller ihre Kunststoffprimer empfehlen)
      bieten oft keine ausreichende Prozesssicherheit.
      Da haben wir so einiges durch.

      Und reine PP-Kunsstoffe erobern immer mehr den Markt. Sie sind preiswert und sehr leicht
      und kommen deshalb speziell in der Automobilindustrie immer mehr zum Einsatz.
      Natürlich auch bei Motorrädern, Innenauskleidungen bei Flugzeugen, Schienenfahrzeugen
      bis hin zu Konsumerartikeln wie eine einfache Kehrschaufel.

      Als ich das erste mal den 1K-Primer N1100 auf reinem PP testete, glaubte ich es kaum.
      Dieser Primer geht trotz Pigmentierung glatt wie ein Decklack, dies war eigentlich zweitens,
      umwerfend war die Haftung. Als Untergrund benutze ich einen Colad Mischbecher aus reinem
      PP, an dem eigentlich noch nie etwas gehaftet hat. Nach 60 min bei 20 Grad hab ich den Becher geknetet, gebogen .Schraubendreher zum kratzen geholt............unglaublich
      wie kalt verschweißt.

      Natürlich ist PP nur eine Gruppenbezeichnung für Polypropylen, ein Eignungstest im industriellen Einsatz ist immer erforderlich, allerdings haben wir mit diesem Material bis
      jetzt alle beschichten können, wo wir früher verzweifelt sind.

      Vor einiger Zeit schickte ich an die Fa. Polysil einige Musterplatten aus PPSU (flammengehemmtes PP aus der Luftfahrtindustrie) Ergebniss GT-0 einfach Klasse !

      selbst geschäumtes PP , wie es als Auskleidung von Reserveradmulden, Boardwerkzeug etc.
      zum Einsatz kommt, ist lackierbar.

      An der Fa. Polysil GmbH ist die VW-Tochter AutoVision GmbH beteiligt. Wo genau das Material in der Erstausrüstung eingesetzt wird, kann uns evt. Herr Niemeyer persönlich berichten.
      Ich werde ihm vom Forum hier berichten und ihn zu uns einladen.

      Das Material steht zur Zeit nur als 20 L Gebinde zu Verfügung.
      Ich habe schon die Genehmigung von Herrn Niemeyer, es auf eine für Auto- und Hobbylackierer handliche Gebindegröße abzufüllen und mit Originaletiketten zu versehen.
      Nochmals herzlichen Dank dafür !

      Demnächst also auch für alle im Shop !
      ..........der Weg ist das Ziel !

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      • #4
        das war Ende 2008, den Polysil Spezialprimer gibt es jetzt auch in der Sprayflasche speziell
        für kleine Schäden und Durchschliffstellen auf lackiertem PP und in 0,5 L Gebinden.
        ..........der Weg ist das Ziel !

        Kommentar


        • #5
          Super, vielen Dank.
          Wie sollte ich denn jetzt am besten vorgehen. Reicht eine dünne Schicht des Polysol Primers, danach eine normale und günstigere Grundierung, dann Decklack und Klarlack?
          Oder muss ich den Polysol Primer in 2 Schichten aufbringen und danach dann der Decklack?

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          • #6
            Hab noch etwas vergessen:

            Wie sieht es bei solchen Teilen mit dem Spachteln aus?

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