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Glanz im Basislack oder erst nach Klarlack?

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  • Glanz im Basislack oder erst nach Klarlack?

    Nur mal ne theoretische Frage: Wenn man eine Zweischicht-
    Lackierung macht mit irgendeinem Basislack und darüber eine
    Klarlackierung: Muss der Basislack dann auch schon glänzen?
    Oder darf der ruhig bisschen matt sein und bekommt seinen
    Glanz durch den Klarlack?
    Zuletzt geändert von Thomas; 16.09.2009, 12:21. Grund: verschoben

  • #2
    hi,
    der Basislack wird Matt wenn er ablüftet das ist normal.
    Der Glanz kommt durch den Klarlack

    Kommentar


    • #3
      Danke, wie ich mich kenne, hätte ich mich beim ersten
      Basislackieren gewundert und hätte eventuell dann den
      Fehler gemacht, mehr und feuchter zu spritzen.

      Anders herum gefragt: Falls man eine alte rauhe matte Oberfläche
      hätte, die aber weitgehend mackenfrei wäre, wie z.B. an manchen
      älteren Autos, vor allem an roten Polos (da ist es mir am stärksten
      aufgefallen): Werden die mit Klarlack automatisch wieder glänzend,
      oder müssten die zuerst aufpoliert werden?

      Kommentar


      • #4
        Hi Karl,
        nein bei den verblassten roten Autos müsstest du die raue Oberfläche, welche durch das sogenannte "Auskreiden" entstanden ist, erst glatt schleifen, bis hin zu ca. 800-1200 Nass, ich denke nicht das ein Klarlack solch eine Füllkraft besitzt diese Unebenheiten einfach so Auszugleichen.
        Vor allem sind die Wagen ja nie 100% gleichmäßig "Ausgebleicht"und von evtl. haftungsschwierigkeiten will ich erst garnicht anfangen.

        Das Auskreiden ist meiner Kenntniss nach ein Zerstörung des Lack-Binders in den obersten Teilen der Lackschicht, was ein unkontrolliertes austreten von Farbpigmenten zur folge hat.

        Zur Sache mit dem "Glanz" bei Lacken:
        Majeston hat es dir ja schon erklärt, hier aber nochmal ganz grob zusammengefasst...

        Es gibt sog. "Decklacke" im sog. "1-Schicht-System", das sind praktisch direkt-glänzende Acryl-Lacke die keinen Klarlack mehr benötigen, werden auch oft "Uni-(Deck-)Lacke" genannt. Die alten verblassten roten Polos sind zB. noch so lackiert - also kennst du schon einen der Hauptnachteile dieser 1-Schicht-Systeme.

        Dann gibt es den Modernen und Heute fast hauptsächlich verbreiteten sog. "Basislack", im sog. "2-Schicht-System".
        Dieser ist ganz ganz grob beschrieben nur ein Bindemittel welcher Farbpigmente und/oder Effektpartikel zusammenhält und dann zum Abschluss einen Klarlack benötigt.
        Der Basislack wird ja nicht Hart, den kannst du theoretisch mit den Fingernägeln je nach Farbton/Hersteller/etc sogar abkratzen.

        Ich hoffe das leuchtet so etwas ein.
        Gruß, Christian

        Kommentar


        • #5
          @Karl wenn ein Auto matt ist kann du hingehen und das Auto mit 1000er-1200er Nass schleifen und Klarlack drüber dann glänzt er wieder=)

          oder du schleifst mit 2000er und Polierst ....das geht bei fast allen Autos ab Bj. 1990


          lg

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          • #6
            Genau, wobei man noch der Vollständigkeit halber erwähnen könnte (mir war das auch neu, hab es vor ein paar Tagen von einem der Erfahrenen Berufslackierer hier gelesen), daß bei Modernen HS und (U/V)HS/HS+/etc Klarlacken, 800er Körnung vollständig ausreichen soll da die Festkörperreichen Klarlacke solch eine erhöhte Füllkraft besitzen und feineres Schleifen sogar zu langfristigen Haftungsproblemen führen könnte.
            Gruß, Christian

            Kommentar


            • #7
              Bei 800er sehe ich das Problem des Durchschleifens...

              lg

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Christian_C Beitrag anzeigen
                nein bei den verblassten roten Autos müsstest du die raue Oberfläche, welche durch das sogenannte "Auskreiden" entstanden ist, erst glatt schleifen, bis hin zu ca. 800-1200 Nass, ich denke nicht das ein Klarlack solch eine Füllkraft besitzt diese Unebenheiten einfach so Auszugleichen.
                Zitat von majeston Beitrag anzeigen
                @Karl wenn ein Auto matt ist kann du hingehen und das Auto mit 1000er-1200er Nass schleifen und Klarlack drüber dann glänzt er wieder=)

                Das ist 2mal Quatsch mit Soße!

                Einen verblassten angeschliffenen Altlack kann man nicht einfach so mit Klarlack lackieren. Das wird immer fleckig und unregelmäßig bleiben. Deshalb zuerst immer Basis und anschließend Klarlack.

                Zumal man es kaum schafft einen verblassten Altlack so anzuschleifen ohne kleinste Durchschliffe auf den Füller zu bekommen.

                Kommentar


                • #9
                  Na dann, wieder was gelernt....
                  Tja Karl, dann musst du wohl in den sauren Apfel beißen und nochmal Basislack vorspritzen....
                  Gruß, Christian

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von majeston Beitrag anzeigen
                    @Karl wenn ein Auto matt ist kann du hingehen und das Auto mit 1000er-1200er Nass schleifen und Klarlack drüber dann glänzt er wieder=)


                    lg
                    und dieses kannst du ca.alle 4 wochen wiederholen!

                    aber auch nur so lange bis der untergrund zu sehen ist.
                    Qualität ist kein Zufall sondern ein Ergebnis logischen Denkens

                    Kommentar


                    • #11
                      Nein Christian, ich habe dieses Problem ja nicht. Wollte
                      es nur mal grundsätzlich wissen.

                      Aber ein Freund hatte einen Fiat mit diesem Problem. Das
                      Auto sah furchtbar aus. Irgendwann kam er dann mal zu
                      mir und der Lack sah auf den ersten Blick aus wie neu.
                      Hätte nur poliert und gewachst. Das hat auch einige
                      Wochen so gehalten.

                      Und wenn halt dieses Polieren so viel bringt, dann kann
                      die Farbe ja nicht wirklich raus sein, dachte ich. Ich habe
                      vermutet, dass die durch die Rauhheit nur scheinbar
                      verändert würde. So wie Dampftröpfchen in Wolken
                      ja auch nicht weiß sind, wie die Wolken, sondern ganz
                      normal durchsichtige Tröpfchen, die das Licht aber in
                      ganz besonderer Weise streuen.

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                      • #12
                        Also ich habe es schonmal an einer Tür versucht und es war nicht fleckig aber vll. war es Glückssache....lasse mich gerne belehren.

                        lg

                        Kommentar


                        • #13
                          Das klingt logisch.

                          Schau mal am Auto wo die verblassten Stellen sind?

                          Hauptsächlich die liegenden Flächen wie Dach, Haube und KR-Deckel.

                          Türen und alle anderen stehende Flächen haben meist nur halb so starke Intensität der Verblassung.

                          Trotzdem ist der sichere Weg immer Basis vorspritzen beim Altlack. Es gibt gewisse Grundregeln, da sollte man keine Kompromisse eingehen!

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                          • #14
                            Leider sind nicht immer nur die waagerechten Teile betroffen...Arbeitskollege fährt nen Toyota BJ mitte 90...der ist an der ganzen Seite schweinchenrosa-weiß....Stoßstangen sind noch Pupurrot.. Hat schon x mal poliert...aber mittlerweile ist nicht mehr viel zum polieren drauf. Das Problem ist also nicht nur VW bekannt. Lag wohl an die Lackquallität in den 90igern. Das man nun ein ausgekreideten Lack mittels Klarlack wieder zum glänzen bringen kann...kann ich mir vorstellen...dann ist er schweinchenrosa-weiß glänzend..aber nix mehr orginal Rot! Sprich Klarlack rettet kein ausgeblichenen Lack.
                            Somit schließ ich mich den Usern an die >Lackneuaufbau< sagen.
                            mfg Ralf
                            so und morgen wird mein Auto lackiert..ne Komplettjacke.

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