Werbung Global Artikel

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

3-Schicht-Lackierung Silky White Pearl

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • 3-Schicht-Lackierung Silky White Pearl

    Yo, ich mal wieder zu nächtlicher Stunde...

    Ich muss an einem 2019er Mitsubishi Outlander in White Pearl ein paar Blessuren beilackieren. Diverse Tutorials hab ich mir schon reingezogen. Lackiert wird mit Mipa WBC.

    Unklar ist mir noch:

    1. Benötige ich bei Einsatz eines weißen Füllers tatsächlich noch einen weißen Vorlack?

    2. Benötige ich zum ansatzfreien Ausnebeln den Mipa WBC Beispritzlack oder is der nur bei Silber notwendig?

    Aus dem Datenblatt:
    Mipa WBC Beispritzlack ist eine Systemkomponente für das Mischsystem Mipa WBC zur Unterstützung des ansatzfreien Ausnebelns von Mipa WBC-Basislacken bei der Beilackierung. Mipa WBC Beispritzlack kann auch über die Reparaturstelle (Füller) lackiert werden. Speziell im Silberbereich können dadurch kleine Kratzer und Schleifriefen in der Beispritzzone egalisiert werden. Trocknet absolut farblos auf und gewährleistet einen homogenen Übergang. Speziell im Silberbereich kann bei Einsatz von Mipa WBC Beispritzlack der Farbton und Flop zum Fahrzeug besser beurteilt werden.

    Mipa WBC-Mischlack 000 farblos hätte ich da. Minderbemittelt, wie ich es gelegentlich bin, hatte ich den iwann den WBC 000 bestellt, in der irrigen Annahme, dies wäre das richtige Produkt zur Basislack-Beilackierung. Aber ich schätze, der taugt nicht dafür, oder?

    Wäre fantastisch, wenn das von euch schnell jemand wüsste. Kollege/Kunde will seine Karre schon Mittwochabend vorbeibringen und ich müsste den WBC Beispritzlack schnellstens bestellen, sollte dieser notwendig sein.

  • #2
    Hallo,
    der MIPA Beispritzlack war bei mir der Supergau. Hab mir damit ALLES versaut. Es war extra ein Lacktechniker da der sich das Desaster angeschaut hat.
    im Datenblatt steht man soll den Beispritzlack „nass“ lackieren - das war wohl der große Fehler. Am Ende musste ich beide Teile komplett lackieren - mit allen optischen Folgen und mehreren Tagen (Aufwand.
    Seit dem nur noch WBC 000

    Gruß quat
    SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
    SATA minijet 4400 RP 1,2SR (für die kleinen Dinge zwischendurch)
    SATA 100 B F RP 1,6 (Grundierfüller)

    Kommentar


    • #3
      1.
      Ja, und genau den der angegeben wird. Sonst erreichst du nie den Farbton an Ende.

      2.
      Hilft auf jedenfall, bei richtiger Anwendung. Ein Farbloser Basis geht aber auch. Man muss nur aufpassen das die Randzonen nicht versanden.
      Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
      Francis Picabia 1879-1953

      Kommentar


      • #4
        Hey Jungs,

        herzlichen Dank euch, das hat mir sehr geholfen!

        Bezüglich Vorlack: Hmm, wo bekomme ich die Information her, welcher Vorlack benötigt wird? Habe im Forumsshop bestellt – das Shopsystem spuckte keinen Hinweis aus.

        Kommentar


        • #5
          Eigentlich wird der in der Mischbank mit angegeben.
          Oder in den Fahrzeugunterlagen.
          Einige haben auch nen Aufkleber wo der Grundton auch drauf ist.
          Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
          Francis Picabia 1879-1953

          Kommentar


          • #6
            Danke dir, dass du meine Wissenslücken so präzise füllst!

            Davon hatte ich keinerlei Ahnung. Ich dachte so „Irgendwie weiß wird schon okay sein...”

            Fahrzeug habe ich noch nicht vor Ort, aber ich werde morgen mal den Shop kontaktieren. Oder vielleicht is auch etwas in der Lacklieferung vermerkt – die noch unausgepackt in der Werkstatt liegt

            Kommentar


            • #7
              Yo, heute mal mein erstes Musterblech in 3-Schicht lackiert – sieht soweit gut aus, nun geht es an die Beilackierung

              In den Vids, die ich mir bisher reingeballert habe, wird das Beispritzadditiv über das komplette Bauteil gezogen, würdet ihr das auch so machen?

              Eigentlich müsste es doch ausreichen, wenn es mit ausreichend Raum über die Randzonen des Beilackierungsbereichs appliziert wird, oder?
               

              Kommentar


              • #8
                Eigentlich ja, aber wenn man nur eine kleine Stelle hat ist das Risiko von Läufern oder Fischaugen höher. Zweimal ansetzen mit einen Hauchdünnen Spritznebelgang ist Riskanter. Und der gesamt Fläche macht das nix, wenn man zärtlich ist.
                Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                Francis Picabia 1879-1953

                Kommentar


                • #9
                  Eigentlich ja, aber wenn man nur eine kleine Stelle hat ist das Risiko von Läufern oder Fischaugen höher. Zweimal ansetzen mit einen Hauchdünnen Spritznebelgang ist Riskanter. Und der gesamt Fläche macht das nix, wenn man zärtlich ist.
                  Danke dir, werde ich so machen!

                  Kommentar


                  • #10
                    Bin leider mit dem Farbton noch nicht ganz zufrieden . Habe Grund- und Effektlack im Forumsshop bestellt (jeweils 1 Liter).

                    Der Grundlack scheint mir etwas sehr rötlich zu sein und relativ dunkel – also nicht strahlend weiß, wie ich es erwartet hätte. Effektlack ist recht gelblich, was dem Farbton des Fahrzeugs näher kommt. Mit dem Farbton kann ich insofern noch ein wenig spielen, wie ich beim letzten Musterblech einen Effektgang mehr gemacht habe, somit wurde der Ton etwas gelblicher.

                    Vielleicht mache ich auch noch etwas falsch, das Datenblatt ist hier leider etwas unpräzise.

                    Coating 1 gibt mir keine Rätsel auf – WBC-Härter 1:20 rein und gut ist.

                    Aber wie lackiere ich Coating 2? Mit etwas vermindertem Druck so viele Gänge, bis Farbton und Effekt passen? Eher nebeln oder doch eher geschlossenene Gänge und erst zum Abschluss einen Effektgang?

                    Und wie bekomme ich das ganze so hell wie möglich?

                    Kommentar


                    • #11
                      Hier einige Alte Beiträge dazu:
                      https://forum.fahrzeuglackiererforum...her#post234341

                      Der Effektlack wird immer in einem satten Spritzgang gespritzt.
                      Jede Schicht verändert den Farbton eher ins dunklere, hell eher nicht.
                      Sollte der Grundton schon zu dunkel sein. Wird das nix.
                      Auch muss du zum Altfarbton am Ende nur einen Spritzgang auslaufend haben. Theoretisch um das Auge zu täuschen geht man von minimum 20 cm aus.
                      Wenn Du jetzt mal rechnest und von dem Reparaturfleck jeden Spritzgang mit dem Effektlack min 20 cm aus der Zone heraus über den letzten Spritzgang spritzten musst um die Stelle nicht zu sehen. Wird das eine sehr große Reparaturstelle.

                      Standox hat zum Thema auch ein Video im Netz.

                      Wenn der Grundton aber schon nicht passt wird das schwierig

                      Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                      Francis Picabia 1879-1953

                      Kommentar


                      • #12
                        Okay, ich denke, ich hab die Vorgehensweise verstanden.

                        Bezüglich des Grundtons: Vielleicht bin ich auch übersensibel und nehme die Farbdifferenz zu krass wahr. Ich bin hauptberuflich Grafik-Designer und habe von daher wohl eine ausgeprägte Farbwahrnehmung. Für mich sind zum Beispiel die Farbunterschiede zwischen den werksseitig lackierten Kunststoff- und Bleichteilen bei diesem Mitsubishi extrem augenscheinlich (sieht man auf dem Foto nicht so sehr). Auf den Kunststoffteilen wirkt die Werkslackierung sehr bläulich, auf den Blechteilen eher gelblich.

                        Nachdem der Untergrund ja so eine wichtige Rolle spielt, lackiere ich jetzt einfach mal auf dem weißen Füller (bisher hatte ich nur auf den Musterblechen ohne Füller lackiert) – vielleicht kommt der Grundton auf dem weißen Füller anders rüber.

                        Am Tankdeckel ist ein kleiner Lackdefekt bis zur Grundierung + Kratzer am Tankdeckel und am Radlauf ein Kratzer bis zum Basislack – Basislack ist aber noch intakt. Am Radlauf muss ich somit zum Basislack runterschleifen, aber nicht füllern. Reicht es hier, wenn ich Grundton und Lasur hier weniger deckend lackiere, um mir ein einlackieren in den Stoßfänger zu ersparen?

                        Sorry für die vielen Fragen! Habe mir auch die hilfreichen Videos von Standox reingezogen, aber manche Detailfragen bleiben da eben noch unbeantwortet.

                        Ach, und noch ne Frage: Bei Standox war die Rede davon, dass auch das Beispritzadditiv gehärtet werden sollte. Kann ich mir eigentlich beim MIpa-Produkt nicht vorstellen, zumal es ja nur in geringer Schichtstärke aufgetragen wird.

                        Zur Verdeutlichung, welcher Art die Reparaturen sind, im Anhang mal ein Foto.
                        Angehängte Dateien

                        Kommentar


                        • #13
                          Ähem, doch noch eine Frage...

                          Du schreibst:
                          Theoretisch um das Auge zu täuschen geht man von minimum 20 cm aus.
                          Wenn Du jetzt mal rechnest und von dem Reparaturfleck jeden Spritzgang mit dem Effektlack min 20 cm aus der Zone heraus über den letzten Spritzgang spritzten musst um die Stelle nicht zu sehen. Wird das eine sehr große Reparaturstelle.
                          Verstehe ich, aber wenn ich am Beispiel des Seitenteils tatsächlich 20cm bei jedem Spritzgang weiter herausgehe, reicht mir die Fläche des Seitenteils nicht einmal aus, obwohl der Kratzer ja in der Mitte des Bauteils ist. So eine kleine Stelle wie am Tankdeckel beizulackieren, ohne in die Türe einzulackieren, wäre demnach nicht möglich? Bis zur Türe habe ich insgesamt ja nur circa 35cm Platz.

                          Anbei noch ein Foto der eigentlichen Schadstelle in größerer Ansicht.

                          Angehängte Dateien

                          Kommentar


                          • #14
                            Kunststoff und Blech sind immer unterschiedliche Farbtöne. Das hat mit der Statischen Aufladung und die dadurch anders liegenden Pigmenten bzw. Alu, Perl zu tun.

                            Der Grundton sollte immer gespritzt werden, nur den aber gerade auf die Fehlstelle halten, erst der Effektlack heraus Spritzen.

                            Standox ist anders in den Zusätzen mit Härter und Co wie Mipa. Dazu gibt es ein Datenblatt zum Lesen und Handeln.

                            Das sieht eher nach Seitenteil und Tür mit Einlackieren aus.
                            Dein Anpusten wird so bescheiden aussehen. Lass es und mach es ganz.

                            ​​​​​​​
                            Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                            Francis Picabia 1879-1953

                            Kommentar


                            • #15
                              Okee, auch ich habs schlussendlich jetzt begriffen, dass bei 3-Schicht kein Spot Repair möglich ist...

                              Standox ist anders in den Zusätzen mit Härter und Co wie Mipa. Dazu gibt es ein Datenblatt zum Lesen und Handeln.
                              Was ein Datenblatt ist, weiß ich... Hab selbiges auch konsumiert, aber es steht dort auf Seite 5/8; habe es irgendwie überlesen...

                              Das sieht eher nach Seitenteil und Tür mit Einlackieren aus.
                              Mein guter Phantom! Du hast richtig bemerkt, dass ich mich hiervor drücken möchte.... Hintergrund ist nicht etwaige Faulheit oder so, sondern ich hab halt bei meinen Hallenlackierungen immer mit recht viel Staubeinschlüssen zu kämpfen. Insofern lackiere ich ungerne Flächen mit zuvor perfektem Lackstand, da ich weiß, dass ich, um den Status Quo wiederherzustellen, recht viel nacharbeiten muss.

                              Dein Anpusten wird so bescheiden aussehen. Lass es und mach es ganz.
                              Seh ich ein, mach ich nicht, war ne dumme Idee!

                              Übrigens: Die Preise für Lackierarbeiten werden bei uns im süddeutschen Ballungsraum auch immer krasser. Hab mich interessehalber mal bei ein paar Lackbuden erkundigt, was die für Seitenteil + Türe aufrufen – genannt wurden mir Preise zwischen 1300–1600 Euro . Anderer Fall: Kleiner Parkschaden im Stoßfänger (bei 2-Schicht) -> 700 Euro

                              Anyway, ich lackiere morgen erstmal den hinteren Stoßfänger. Dann wird es sich zeigen, ob ich nochmal neuen Basislack bestellen muss...

                              Kommentar

                              Unconfigured Ad Widget

                              Einklappen
                              Lädt...
                              X