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Perfekter Lack?

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  • Perfekter Lack?

    Servus zusammen,
    ich bin ganz neu hier und stelle mich daher kurz vor.
    Mein Name ist Max, bin 28 und seit mehreren Jahren Hobby Detailer. Ich habe schon einige Autos (Serienlackierungen und auch nachlackierte Teile. Ca 30 Autos) bis zum absoluten Hochglanz poliert, falls nötig mit vorherigem Nassschliff. Rotativ und exzentrisch. Pro Auto immer ca 30-50h Arbeitszeit. Alles Schönwetter Fahrzeuge oder Showcars. Z.B. total verwitterten e30 vorm Lackierer gerettet, komplett nass geschliffen und wieder auf Hochglanz hochgezogen. 48h Arbeitszeit.

    Ich hoffe die Frage kam noch nicht, falls doch bitte verlinken. Ich habe die Suche bemüht und wurde leider nicht fündig.
    Nun zu meiner Frage. Ich habe ein Cabrio gekauft, dass leider neu lackiert werden muss. Roter Lack und der Klarlack blättert an jedem Bauteil ab. Das Auto wird kein Showcar in dem Sinne, dass es nur auf dem Hänger bewegt wird. Aber es kommt nah ran. Reines Sonntags Schönwetter Auto.
    Mein Anspruch an die neue Lackierung ist sehr hoch. Ich möchte ein absolut perfektes Ergebnis erzielen und mehrere Schichten Klarlack aufbringen um im Fall der Fälle immer viel Material zum schleifen und polieren zu haben. Außerdem habe ich gehört, dass dann der Glanz noch tiefer ist, ist das so?


    Die Farbe wird Imolarot 2, aktuell Japanrot. Falls das eine Rolle spielt.
    Ich dachte ich nutze Mipa Lacke, mir wurde jetzt von einem Lackierer Sikkens Klarlack für mein Vorhaben empfohlen. Ziel ist wie gesagt möglichst perfekter Lack und unempfindlicher Lack. Ich habe keine Lust jedes Jahr zu polieren, der Lack sollte sehr Wiederstandsfähig sein, wenn das auf Kosten des absoluten Mega Glanz geht, dann nehme ich lieber den Wiederstandsfähigeren statt Glanz.

    Wir haben in der Werkstatt eine eigene Profi Lackierkabine für uns und ich habe einen bekannten Lackierer der mir beim lackieren und der Vorarbeit hilft. Die Kabine heizt Problemlos auf 60 Grad auf. Die Lackierung muss nicht schnell gehen sondern perfekt sein.
    Ich möchte mir hier Tipps für das Material holen und die Arbeitsweise, da es nicht seine Stärken sind sich mit sowas zu beschäftigen. Und solche Lackierungen nicht sein Tagesgeschäft sind. Eine SATA Jet 3000 hvlp habe ich mir bereits gekauft. Aber habe durch meinen Bekannten auch Zugang zu weiteren Pistolen.

    Also zusammengefasst:
    1. Welcher Klarlack und wie verarbeiten damit ich eine absolut Glatte und vor allem Wiederstandsfähige Oberfläche erhalte? Wenn es geht würde ich von vornherein auf Orangenhaut verzichten um nicht so viel schleifen zu müssen
    2. Wäre Sikkens Klarlack für sowas geeignet?
    3. Kann ich Mipa Basislack und Sikkens Klarlack verwenden? Oder lieber alles aus einer reihe? Welche Reihe?
    4. Soll man den Lack nach dem lackieren mit Hitze trocknen oder lieber in Ruhe lassen? Habe beides schon gehört. Das Auto kann Problemlos auch Wochen in der Lackierkabine stehen bleiben.
    5. Wie viele Schichten Klarlack machen Sinn? Und wie viel Klarlack benötigt man ca für eine Schicht? Das Auto ist ein e46 Cabrio.

    Zu guter letzt wäre es noch gut wenn ich für das Cabrio nicht 1500€ oder so nur für Lack (Material) zahlen müsste. Ich muss nicht das billigste Zeug nehmen aber auch nicht den Ferrari wenn’s der Porsche auch tut.

    Sorry für den langen Text und danke schonmal für die Hilfe.

    Grüße
    Max

  • #2
    Den Perfekten Lack gibt es nicht.
    Wenn dein Lackierer gut mit Sikkens um kann. Dann bleibe in dem System.

    Deine Fragen sollte dein Lackierer alle beantworten können.
    Viele Meinungen verderben den ........

    Forcierte Trocknung ist bei vielen Lacken sinnvoll.
    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
    Francis Picabia 1879-1953

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    • #3
      Hallo Max, willkommen hier!

      1. ich verwende seit einiger Zeit den Glasurit 923-630 der wird echt glatt und hat einen tollen Glanz, ABER wie Phantom schon sagt wenn der Lackierer ewig mit Sikkens arbeitet wird er die Eigenheiten eines anderen Fabrikates nicht so drauf haben und trotz eines vielleicht geringfügig besseren Materials kein besseres Ergebnis erzielen.

      2. Sikkens ist eine Top Marke wo soll das Problem sein?

      3. Obwohl immer wieder davon abgeraten wird mische ich im Aufbau auch oft die Hersteller, z.B. hab ich in den letzten 10 Jahren fast nie Glasurit Basis unterm Glasurit Klarlack verwendet (war mir einfach zu teuer) und trotzdem immer gute Ergebnisse gehabt. Ausserdem konnte ich keinen Unterschied feststellen flas ich doch mal im System blieb. Die teuren Basislacke haben bessere Deckkraft aber sonst.

      4. Heizen nach Herstellerangabe ist besser, da verläuft die Oberfläche auch nochmal schöner, bringt also nicht nur in der Trocknungszeit was.

      5. Die angegebene Auftragsmenge würde ich keinesfalls dramatisch überschreiten, will heissen wenn du statt der angegebenen 1,5 bis 2 Spritzgänge 4 oder 7 aufträgst (das wird dein Lackierer ohnehin nicht gut heissen) hast zwar viel drauf aber der Glanz und die Oberfläche ist schlechter und kann auch sonst zu Problemen führen.

      Am besten ist nach jedem Zwischenschliff so wenig wie möglich auf ein Mal auftragen, also Basis und Klarlack auf geschliffenen Füller, wenn du das Nass in Nass machst (wie z.B. Füller Basis Klarlack) geht das aber zu lasten der Oberfläche. Am besten fertige Lackierung schleifen mit P1200 Nass von Hand mach ich das immer und dann noch mal Klarlack. Das kannst du auch 3 Mal machen, ob das dann noch was bringt zu 2 x Klarlack hab ich aber noch nicht ausprobiert.

      Viel Erfolg!

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      • #4
        Hallo zusammen,

        danke für die Hilfe.

        Den Glasurit habe ich nun auch schon öfter gehört. Der ist im Rennen.
        Was haltet ihr von dem Mipa cc9 und Mipa cs95? Ich finde keine Vergleiche der beiden. Ich bin auf die beiden gestoßen weil ich mit dem Mipa BC Basislack liebäugel und dann in der selben Reihe bleiben würde.

        Den Sikkens hat mein Lackierer genannt als ich ihm von meinem Vorhaben erzählt habe. Ob er damit vertraut ist und idR arbeitet müsste ich noch mal fragen.

        Kommentar


        • #5
          Der CC9 ist der Nachfolger vom CC8, welcher vor allem im Hobbybereich super funktioniert.

          CS steht für Clearcoat Scratch resistent.

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          • #6
            Okay danke.
            Dann frage ich noch mal nach ob mein Lackierer mit Mipa oder Glasurit Erfahrungen hat.
            Tendiere jetzt aktuell zum Glasurit 630 oder 631 oder halt dann Mipa Cs95.
            Da man öfter von Glasurit hört würde ich den präferieren. Hoffentlich klappt das dann auch mit dem Mipa BC.

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            • #7
              631 ist mir neu, was kann der im vergleich zum 630er?

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              • #8
                Laut Datenblatt 631: Klarlack mit perfektem Verlauf, hervorragendem Glanz und hoher Brillanz für hochwertige Fahrzeuglackierungen.

                630: Klarlack mit ausgezeichnetem Verlauf und hoher Brillanz für hochwertige Fahrzeuglackierungen.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Fortysixer Beitrag anzeigen
                  Laut Datenblatt 631: Klarlack mit perfektem Verlauf, hervorragendem Glanz und hoher Brillanz für hochwertige Fahrzeuglackierungen.

                  630: Klarlack mit ausgezeichnetem Verlauf und hoher Brillanz für hochwertige Fahrzeuglackierungen.
                  Und nicht vergessen - die Vorarbeit macht auch viel aus... gleicher Basislack, gleicher Klarlack, bei einem Bauteil den Füller mit P600, beim anderen noch mit P800 und Abralon 1000 geschliffen - ein riesen Unterschied im Glanzgrad.

                  Gruß quat
                  SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
                  SATA minijet 4400 RP 1,2SR (für die kleinen Dinge zwischendurch)
                  SATA 100 B F RP 1,6 (Grundierfüller)

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                  • #10
                    Kann ich so bestätigen, mit P800 und P1200 geschliffen (Nass/Hand) zum Vergleich und tatsächlich mit P1200 sichtbar glatter!

                    Habe jetzt auch das neue Datenblatt gefunden allerdings nicht auf der Glasurit Seite.
                    Viskosität verträgt er auch 1 Sekunde mehr, das wird jetzt vermutlich nicht entscheidend sein.
                    Also beim 632er wird dann alles perfekt sein. 630-631.jpg

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                    • #11
                      Ich hatte gedacht ich schleif den Füller bis P800 hoch, aber wenn man den Unterschied sieht dann geh ich hoch bis 1200. Das muss per Hand passieren?

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                      • #12
                        Hallo,
                        ich hatte bis vor kurzem einen 150mm Excenterschleifer (Druckluft). Damit hatte ich leider häufiger Durchschliff.
                        Ich habe mir dann noch einen mit nur 2,5mm Hub zugelegt - damit passiert es weniger…

                        Bis P800 Trocken mit 150mm Excenterschlefer, dann Abralon 1000 PAD mit 150mm Excenterschleifer bzw. am Rand mit SIASponge Ultrafine Schleifschwamm blau.

                        Gruß quat.
                        SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
                        SATA minijet 4400 RP 1,2SR (für die kleinen Dinge zwischendurch)
                        SATA 100 B F RP 1,6 (Grundierfüller)

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                        • #13
                          Zitat von Fortysixer Beitrag anzeigen
                          Das muss per Hand passieren?
                          Nein, hab aber nix anderes.

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