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Lackierung fehlgeschlagen - die möglichen Gründe

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  • Lackierung fehlgeschlagen - die möglichen Gründe

    Hallo,

    gestern habe ich - kein Profi - meine Autotüre in der Garage mit 2K lackiert. Die Außentemperatur war ca. 13 Grad C. Der Lack hatte ca. 17 Grad und die Türe war etwas vorgeheizt mit 20 - 30 Grad. Zum Einsatz kam eine "normale" Lackierpistole (kein HVLP o.ä.), mit der ich in der Vergangenheit bereits sehr gute Ergebnisse erzielte. Dem Lack wurden 5% Verdünnung beigegeben. Die Lackierung mußte gemacht werden, da die Temperaturen in nächster Zeit noch niedriger werden.

    Bereits beim Probesprühen stellte ich fest, daß die Lackoberfläche nicht das gewohnte feine Bild ergaben, sondern es etwas rauher erschien. Und durch die Zugabe der "Strahleinengung" hatte ich in der Mitte des Ovales deutlich weniger Lackauftrag. Bereits da wußte ich, daß etwas "nicht gut" ist. aber was machen? Ich machte dann den ersten Durchgang und es sah aus, als ob der Lack nicht sehr gut verlaufen würde. Keine echte Orangenhaut und auch kein Nebel, aber eine gewisse Welligkeit. Für den 2. Durchgang erhöhte ich auf 10% Verdünnung. Ich trug zuviel Lack auf und produzierte viele Läufer. Da ich sehr viel Aufwand in die gute Vorarbeit bis zum Lackieren steckte, war es natürlich sehr deprimierend.

    Die Frage für mich war natürlich, was die Ursache für das schlechte Ergebnis ist. Machen 8 Grad zu wenig Temperatur so einen Unterschied bezüglich des Lackierfinish? Bei wärmeren Temperaturen funktionierte die Pistole immer sehr gut.

    Was meint Ihr dazu?

    Gruß Lupo

  • #2
    Temperatur bein nächsten mal beachten.
    Da passt etwas nicht bei 13 bis 30 Grad.
    Luft zu kalt. Material zu kalt. Lackierobjekt zu warm. Kein Wunder das der Lack zu rau wird.
    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
    Francis Picabia 1879-1953

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    • #3
      Hallo das selbe Problem hatte ich am Wochenende auch. Aber schon beim basislack. Temperatur vom Kotflügel 13,5 Grad. Ich versuche heute den Lack auf 16 bis 20 Grad vorgewärmten. Hoffentlich geht's.
      Das Teil bei dir war aber definitiv zu warm.

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      • #4
        Na - der Gedanke war, daß der Lack dann von der etwas wärmeren Türe Wärme aufnimmt und es dann i.O. ist. Was ich aber nicht verstehe: Kann es sein, daß die Sprühqualität der Pistole bei 13Grad so stark nachläßt?

        Gruß Lupo

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        • #5
          Grundsätzlich, egal was in den Datenblättern der Hersteller steht ist unter 18 Grad Luft, Material und Objekttemperatur das Lackieren riskant bis unmöglich. ( Spezial Beschichtungen ausgenommen)

          Der Fächerstrahl einer Pistole ist auch bei niedrigeren Temperaturen in Ordnung.
          Wenn die Pistole technisch ok ist.
          Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
          Francis Picabia 1879-1953

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          • #6
            Danke für die Antwort. Dann werde ich mir die Pistole nochmals genauer anschauen. Dann wäre das Thema erledigt.

            Gruß Lupo

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            • #7
              Kann es sein das der druck zu hoch war, das spritzbild war, wenn ich das richtig verstehe, kein oval sondern in der mitte geteilt?

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              • #8
                Mir scheint das die Viskosität einfach zu hoch war. Wie Phantom schon schrieb ist die Lacktemperatur wichtig und wenn alles kalt ist, also z.B. die Pistole, füllst du zwar Lack mit 22°C ein, wenn der Becher 10°C hat ist der Lack schon wieder zu kalt.
                Mehr Verdünnung hilft zwar bei der Viskosität, aber mit Verdünnung kann man halt nix lackieren wie mir mal ein Vorführer von Glasurit glaubhaft versicherte.

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                • #9
                  Hallo,

                  jetzt muß ich mich doch noch mal melden. Aber zuerst:

                  Kann es sein das der druck zu hoch war, das spritzbild war, wenn ich das richtig verstehe, kein oval sondern in der mitte geteilt?
                  Ja - so war es. Also ich habe wie für die Pistole angegeben 4 bar am Kompressor bei gedrücktem Dosierhebel eingestellt. Dann müßte ja tendenziell an der Pistol etwas weniger ankommen. In sofern muß ich das nochmal ausprobieren. Es war halt auch "Scheiße" an dem Tag: Ich hätte mir mehr Zeit an diesem Tag nehmen sollen. Aber ich habe wegen dem Druck an diesem Tag lackieren zu müssen - wegen den fallenden Temperaturen - angefangen zu schludern. Dann hatte ich auch noch Angst, daß wenn ich zuviel herumprobiere, der Lack nicht reichen würde. Ich könnte mich in den Popo beißen - ich hatte soviel Aufwand in die Vorbereitung gesteckt.
                  Heute habe ich versucht, wie in Youtube zu sehen, die Läufer mit Spachtel herauszuschleifen. Und ich bin auch heute gescheitert. Ich habe doch bis auf die Grundierung geschliffen. Tja - jetzt bin ich erst mal bedient.

                  Noch eine Frage: Ich habe ja einen 2K-Lack verwendt. Trotzdem waren die Läufer erst deutlich später hart als der Rest. 2K müßte nach meinem Verständnis doch unabhängig der Dicke gleich aushärten. Scheint aber nicht so zu sein. Kennt jemand den Grund?

                  Gruß Lupo

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                  • #10
                    Jedes Lacksystem trocknet bei zu hohen Schichten länger. Läufer erst recht.
                    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                    Francis Picabia 1879-1953

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                    • #11
                      Also ich habe alles nochmal lackiert, aber diesmal habe ich alles vorgewärmt kotflügel Lack und sogar die lackierpistole und es ging super. Mann sieht es tatsächlich am sprühstrahl wenn der Lack zu kalt ist und auch nicht richtig verläuft.
                      Wie lange sollte ich warten bis ich die Staubeinschlüsse rausschleifen kann?

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                      • #12
                        Bei 20 Grad Lufttrocknung ca. 4 Wochen.

                        Der Spritzstrahl lag beim ersten mal eher an der Viskosität. So wie Krallenpeter schon erwähnt hat. Auch bei 13 Grad ist der Spritzstrahl mit passender Viskosität vorhanden. Es gibt ja Produkte die bei niedrigen Temperaturen auch gespritzt werden.

                        Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                        Francis Picabia 1879-1953

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                        • #13
                          Mmmmm 20 Grad wird schon schwierig. Ich habe keine Heizung in meiner Halle.

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                          • #14
                            Dann sollte das Teil irgendwo hin wo geheizt wird. Oder mit Infarotstrahler.
                            Noch besser: Anbauen und im Frühjahr machen.
                            Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                            Francis Picabia 1879-1953

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                            • #15
                              Ich hätte auch noch eine Frage, die mit dem urspr. Thema nichts zu tun hat. Bei Schleifarbeiten kommen die Hände ja oft mit der Oberfläche in Berührung. Durch den Naßschliff sind die Hände auch zum Teil trocken. Besonders bei längeren Pausen kann das einem zu Schaffen machen. Nur fetten sollte man sie ja wohl nicht. Was macht der Profi?

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