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RAL nicht gleich RAL ?

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  • RAL nicht gleich RAL ?

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und habe gleichmal ein paar Fragen zu einem konkreten Projekt.....

    Zu mir:
    Ich komme aus dem Flugmodellbau (seit 27 Jahren) und habe die letzten Jahre regelmäßig gebaut, repariert und dann auch lackiert.
    D.h. ich schaffe es, mit meiner bescheidenen Baumarkt-Ausrüstung eine größere Fläche ohne Farbnasen zu lackieren.

    Zum Projekt:
    Ich muß eines meiner Flugmodelle nach einer Beschädigung nachlackieren. Das Modell ist aus VOLL-GFK, die Beschädigungen wurden mit GFK repariert, gespachtelt, gefillert und geschliffen, sodaß man jetzt lackieren könnte. Vom Hersteller habe ich mir die Lacknummern besorgt (RAL 3001, 7024, 9003). Da mein Lackierer für 1L 2K-Acryllack 80.- Euro (zzgl. Härter u. Verdünnung) verlangt, würde die Sache doch recht teuer. Daher wollte ich bei einem Internet-Händler die Farben bestellen, habe jedoch die Befürchtung, daß die Töne nicht genau passen. Habe im letzten Jahr bei einem anderen Händler ein RAL-Gelb bestellt, daß erheblich von dem Farbton abwich, als den, den ich benötigte.

    Daher Frage 1:
    Ist RAL gleich RAL, oder muß man da mit Abweichungen rechnen?

    Dann noch folgendes Problem....
    Ich will nicht das komplette Modell neu lackieren, sondern nur die beschädigten Bereiche. Diese will ich mit einem feinen, glatten Klebeband abkleben und das Band dann, sobald der Lack etwas angezogen hat, wieder abziehen. Dadurch bekomme ich jedoch eine Kante.

    Frage 2:
    Gibt es eine Möglichkeit, duch eine andere Technik diese Kante zu vermeiden?


    Besten Dank für Eure Antworten.
    Anbei ein Bild des Objektes.....

    Gruß
    Dirk
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  • #2
    Zitat von addda Beitrag anzeigen
    Frage 1:
    Ist RAL gleich RAL, oder muß man da mit Abweichungen rechnen?
    RAL ist das deutsche Reichsabkommen für Lieferbedingungen. Verbindlich sind nur die originalen Farbtafeln. Im Handel sind nachgedruckte Gebrauchsmusterkarten, die druckbedingt oft mehr oder weniger abweichen.
    Und genauso abweichend sind Lacke von verschiedenen Herstellern.

    Zitat von addda Beitrag anzeigen
    Frage 2:
    Gibt es eine Möglichkeit, duch eine andere Technik diese Kante zu vermeiden?
    Falls du nicht beilackieren möchtest, sondern die Flächen mit Klebeband begrenzen, dann könnte man das Band leicht anheben, sodass eine weichere Kante entsteht. Ob das auch deinen Qualitätansprüchen entspricht?

    Christian

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    • #3
      Hi Christian,

      meinst Du mit "Beilackieren", dass ich garnicht abkleben soll?
      Falls ja, ist es dann nicht so, daß ich am Rand der nachlackierten Fläche eine rauhe, "neblige" Oberfläche bekomme?


      Gruß
      Dirk

      Kommentar


      • #4
        Beilackieren:

        Es wird in angrenzende Flächen mit dem Basislack (Pigmentlack) ein Verlauf lackiert, der nicht bis zu einer Begrenzung (Abdeckung) reicht. Dann wird über alles und bis zur Begrenzung Klarlack aufgetragen.
        Somit ist durch den verlaufenden beilackierten Übergang kein Farbunterschied sichtbar.

        Christian

        Kommentar


        • #5
          Beilackieren. Vielleicht hilft das zum besseren verständniss.
          http://www.diespritzer.de/spot-repai...ann-t1647.html

          Kommentar


          • #6
            Hallo,

            also das mit dem Beilackieren habe ich soweit verstanden. Da ich jedoch nicht mit Klarlack nachlackieren will, stellt sich mir die Frage, ob das ganze auch funktioniert, wenn man nur mit 2K-Acryl lackiert? Kann man da auch den matten Übergang rauspolieren? Falls das nicht funktioniert, müsste ich dann doch mit der Kante leben....

            Dann habe ich nochmal ne Frage zum Thema RAL-Farbton...
            Denkt Ihr, ich kann es wagen, den Lack im Internet zu bestellen, da mit einer Abweichung im Farbton nicht zu rechnen ist, oder sollte ich lieber zu meinem lokalen Händler?
            Da es sich bei dem Objekt ja nicht um einen PKW handelt, muß das Ergebnis nicht 100%ig sein (90% würde mir reichen).

            Besten Dank u. Gruß
            Dirk

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            • #7
              Hi nochmal,

              also Lack habe ich mir jetzt bestellt (2K-Acryl).

              Bleibt immer noch die Frage, ob ich den Übergang zwischen dem alten Lack und der Reparaturstelle "Beilackieren" kann, wenn ich anschl. keinen Klarlack drüber ziehe, oder ob ich in diesem Fall besser abklebe, und mit der Kante leben muss???

              Hat da jemand Erfahrung ?

              Gruß
              Dirk

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              • #8
                Beilackieren ohne Klarlacküberzug wird beim Übergang rauh. Wie du schon selbst vermutet hast.

                Wenn du abklebst, dann wird es eine scharfe Kante geben.

                Wie im Video schön gezeigt ist das Abdeckpapier umgestülpt, dadurch kannst du eine etwas weichere Begrenzung erzielen, die aber auf ca. 1 cm leicht rauh und matter herauskommt.

                Als geübter Lackierer kann man wenn man ganz schnell ist - gleich das Abdeckpapier weg - und Verdünnung draufspritzen. Geht nur wenn die Abdeckung für das vorbereitet ist, und Erfahrung vorhanden ist - sonst geht das in die Hose!

                Christian

                Kommentar


                • #9
                  Hi Christian,

                  ist es evtl. möglich, den rauhen Übergangsstreifen später mit feinem Schleifpapier (1500er) zu glätten und anschl. zu polieren?

                  Danke
                  Dirk

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                  • #10
                    Besser machen geht sicher. Nur bedenke ich, dass das zu rauh wird und somit nicht perfekt zu polieren ist.
                    Der Arbeitsaufwand steht auch nicht dafür.

                    Kommentar


                    • #11
                      Hi
                      am besten besorgst du dir beispritzverdünnung. die gibts auch in der sprühdose (benutz ich meistens)
                      dann nebelst du die über die auslaufzone damit diese sauber verläuft.
                      den rest kannst du dann vorsichtig mit 2000er anschleifen und polieren. aber vorsichtig da sonst der übergang wegreißen kann!!
                      Das geht auch mit 2K lack
                      Mfg Marcel

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                      • #12
                        Hi Marcel,

                        kannst Du mir noch sagen, wie lange ich nach der Beispritzverdünnung warten muss, bis ich den Farblack auftrage?
                        Wie sieht es mit Abkleben aus, sollte man beim Auftragen der Beispritzverdünnung abkleben?

                        Gruß
                        Dirk

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                        • #13
                          Moin, Dirk

                          Die Beispritzverdünnung wird erst "nach" dem Lackauftrag nur in dem Anspritzbereich, sofort nach den letzten Spritzgang genutzt.

                          Diese sollte aber mit fein Gefühl und sehr Dünn gespritzt werden, etwas zu satt und man hat große Löcher und Ränder, die man nicht mehr ohne weiteres weg bekommt.

                          Abdecken sollte man den den Anspritz (Beispritz) Bereich nicht, oder wenn dann nur mit einen Tunnel, aber nicht zu dicht ran spritzen und vor der Beispritzverdünnung den Tunnel entfernen.

                          Beispielfoto für einen Papiertunnel:

                          Tunnel.JPG

                          Gruß

                          Holger

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                          • #14
                            Also ich hab´ ja schon viele Varianten der Abkürzung RAL gehört, aber "Reichsabkommen für Lieferbedingungen" ergänzt meine Sammlung!
                            RAL wurde 1925 als "Reichsausschuß für Lieferbedingungen" gegründet, 1927 wurde RAL die Zuständigkeit für bestimmte, vereinheitlichte Farbtöne übertragen. Seit 1980 heißt es "RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.", dem im Jahr 2008 die "RAL gGmbH" hinzugefügt wurde.

                            Gruß
                            Sylvia Goergen

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