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Vorstellung und Frage zur „Hallenlackierung“

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  • Vorstellung und Frage zur „Hallenlackierung“

    Mahlzeit zusammen,
    ich bin der Jochen, 47 und sitze hier im KreIs Viersen rum.
    in den nächsten Monaten restauriere ich einen alten Opel GT Reimport, der vom Blech noch extrem gut ist.
    Da ich vor 27-28 Jahren mal aus „Langeweile“ einen Suzuki Samurai im Freien auf einem Bauernhof lackiert habe, der faszinierenderweise sehr gut geworden ist, keimt in mir der Wunsch es diesmal auch wieder selbst zu versuchen.
    Heute habe ich jedoch eine saubere und beheizte Industriehalle zur Verfügung, in der ich leicht eine temporäre „Lackierkabine“ aufbauen kann wenn der GT ready for Paint ist.

    Damals beim Suzuki habe ich ein petrol blau als Unifarbe lackiert, derzeit beim GT tendiere ich zu einem „dunkleren“ Silber metallic. Nun lese ich öfter, dass Silber sehr schwierig zu lackieren sein soll, ist das so?
    Als Farbe auf Fahrzeugen empfinde ich Silber eigentlich immer als „unempfindlich“ oder täusche ich mich da so?

    Gruß Jochen

  • #2
    Hallo Jochen,
    ICH würde bei der Farbwahl in jedem Fall die originale Farbe des Fahrzeugs bei Auslieferung nehmen. Der „Wert“ ist in der Regel dann höher als bei abweichender Farbe.
    Wird eine komplette Umlackierung (auch Motorraum und Innenraum - Kofferraum hat der Opel GT ja nicht), dann geht es noch, aber es gibt immer Preisabschläge.

    Ich lackiere meinen Oldi auch in Silbermetallic - weil es die Originalfarbe war - und weil es gut aussieht.

    Silber ist sehr schwer auszubessern - zumindest sagen das meine Augen, wenn ich mir die ganzen schlecht Beilackierten Fahrzeuge auf der Straße so anschaue.
    Beim Lackieren hat man (im wahrsten Sinne des Wortes) „in der Hand“, ob das Silbermetallic gut aussieht.

    Bei wasserbasierten Lacken (WBC) ist die Gefahr der Wolkenbildung etwas größer (meine bescheidene Erfahrung) als bei Lösemittellacken (BC)
    Wenn man allerdings den WBC trocken bläst, und den Effektgang gut hinbekommt, dann bekommt man das auch in den Griff.

    Weiterhin ist zu beachten, das moderne Lacksysteme anders verarbeitet werden als „früher“. Auch braucht man andere Lackierpistolen.

    Bei HS-Lacken oder UHS-Lacken sind die Schichtdicken viel geringer. …

    Da kann man sich aber langsam ran tasten.
    Erst mal den Innenbereich der Karosserie und die Anbauteile innen zum üben - dann erst Außenhaut und Karosserie außen.

    Gruß quat
    SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
    SATA minijet 4400 RP 1,2SR (für die kleinen Dinge zwischendurch)
    SATA 100 B F RP 1,6 (Grundierfüller)

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    • #3
      Moin Quat, danke dir für deine Antwort!
      Original ist er hell/stahlblau gewesen bzw. Immer noch stellenweise, das ist aktuell aber nicht mein Wunsch ihn so wieder aufleben zu lassen. Ein evtl. Abschlag nehme ich in Kauf, dafür das er mir optisch dann besser gefällt.
      Lackiert wird er komplett, es muss nur noch Moto/Getriebe sowie die Achsen raus, ansonsten ist er bereits nackt. Die nächsten Tage kommt die Rotisserie ans Auto, dann kann die Arbeit beginnen ;-)

      Was den Lacktyp angeht bin ich noch völlig offen und werde mich dazu einlesen/fragen. Mein erster Gedanke war, den „Oldielack“ vom Rostschutzdepot zu nehmen in dem originalen Silberton, ich höre da aber auch gerne auf alternative Empfehlungen.
      Du sprichst von Effektgang, meinst Du damit den Klarlack oder liege ich falsch mit der Annahme, dass die metallicpartikel in der Grundfarbe eingemischt sind?

      Gruß Jochen

      Kommentar


      • #4
        Der Originalton bei Opel, nicht nur GT. War ein Einschichter Metallic.

        Den zu Spritzen ist eine Kunst für sich. Für einen Ungeübten würde ich der noch Neuwagen, Reparatur und Ganzlackierungen mit dem Lacken gespritzt hat.
        Dir empfehlen auf ein Zweischicht System zu setzen.
        Wobei Wasserbasis mit der empfohlenen Spritztechnik eher Wolkenfrei wird.
        Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
        Francis Picabia 1879-1953

        Kommentar


        • #5
          Hallo Jochen,
          dann solltest Du den Opel Farbcode 135 "Silbermetallic" nehmen. Das ist dann zwar nicht Auslieferungsfarbe, aber zumindest eine originale Farbe die es auf diesem Fahrzeug zu dieser Zeit auch gab. Das machts auch beim H-Kennzeichen leichter.

          Wenn Du Dich noch nicht auf ein Lacksystem festgelegt hast, dann kann ich Dir MIPA empfehlen - die Sachen gibt es auch hier im Shop.
          Ob Du dann Wasser- oder Lösemittelbasis als Basislack nimmst hängt von der Verfügbarkeit ab.
          Man sollte dazu wissen, das bei MIPA beim BC noch 50% BC-Verdünnung dazu kommen.
          beim WBC sind es nur 5-10% WBC Verdünnung - das macht schon einen deutlichen Unterschied in der "spritzfertigen" Menge.
          Ich hab für meine Komplettlackierung bisher 5 Liter (zzgl. Verdünnung) nur für die Anbauteile verbraucht - Karosserie außen steht noch aus...

          Die Lacke aus den 70er Jahren - gerade die Einschichtmetallic - glänzten bei weitem nicht so, wie es aktuelle Klarlacke tun!
          Wenn man den "originalen" Look der 70er haban möchte, müsste man ggf. etwas mattieren.

          "WIE" die Lacke dann lackiert werden hängt sehr stark vom verwendeten Lackprodukt ab. Bei Standblue wird Silber z.B. nur in 1,5 Spritzgängen (Nach Herstellervorgaben) aufgetragen. Ich hab bei MIPA ungefähr 3 Spritzgänge plus Effektgang.

          Der "Effektgang" wird entweder mit größerem Abstand, oder reduziertem Druck ober gar beides in den letzten vollen Spritzgang lackiert...
          manche machen auch noch transparenten Basislack in den Basislack...
          Der MIPA 2K HS Klarlack (CC8 oder CC9) ist für uns Hobbylackierer gut geeignet. Der wird auch nur in 1,5 bis 2 Spritzgängen lackiert - und funktioniert auch gut ohne Lackierkabine.

          Wie geschrieben - ich bin mit den MIPA Produkten sehr zufrieden und die Produkte können mehr als ich...

          Gruß quat





          SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
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          • #6
            Moin Quat,
            danke dir für die ausführlichen Infos!
            Ja nach aktuellem Stand soll es Opel 135 werden mit schwarzer Innenausstattung, historisch nicht ganz korrekt meines Wissens nach aber der GT soll Ja wie gesagt für mich sein.
            Nach der Resto ist er eh nicht mehr „original“, von daher passt das schon für mich.
            Bei den Lacken blicke ich noch nicht wirklich durch, lese aber fleißig um ein passendes „System“ zu definieren.
            Welche Grundierung/Füller würdest Du denn für den Mipa BC empfehlen?
            Mein Plan ist die Karosse komplett zu strahlen „sensibel“ ;-) und anschließend mit Grundierung vorzubehandeln damit während der restlichen Arbeiten nichts am Blech passiert. Zu bearbeitende Flächen lasse ich aus um mir keine extra Arbeit mit dem Entfernen der Grundierung zu machen.
            So weit ich bisher gelesen habe, würde ich für die Grundierung eine günstige HVLP kaufen, oder gleich was ordentliches um mich für später schon mal einzugewöhnen. Einen Ultraschall Reiniger habe ich hier, kann die Spritze also auch immer ordentlich sauber machen.

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            • #7
              Hallo Jochen,
              vielleicht sollte das Thema verschoben werden und in den Bereich „Vorbereitung“.

              ICH habe alles was ich abschrauben konnte ins Entlackungszentrum und anschließend zur KTL (Tauchgrundierung) gegeben.

              Karosserie habe ich mit Grüneck Power abgebeizt, dann mit Waschverdünnung neutralisiert, Die Reste mit P120 geschliffen (komplett stahlblank) nochmal Waschverdünnung, dann Silikonentferner.

              Als Grundierfüller habe ich den MIPA EP Grundierfüller genommen.
              Erste Lage direkt gespritzt, nachdem alles Blank war. Diese Schicht dann angeschliffen und nochmal eine Lage zum Füllen der Kratzer vom Abbeizen. Alternativ MIPA 100-20 wegen besserem Korrosionsschutz.
              Viele nehmen dann einen Acrylfüller, ich hab alles mit dem EP Grundierfüller gemacht.

              Gespachtelt habe ich entweder mit Epoxyspachtel (Förch L274 Fugen-Hartspachtel als Zinnersatz) direkt aufs Blech oder bei Polyersterspachtel (MIPA P99 Multistar und P85 Feinspahtel) auf den angeschliffenen EP Grundierfüller.

              Den dann in (P220) P320, P420, P600, P800 und Abralon 1000 mit Excenter geschliffen. Nach jedem Schliff mit Kontrollpulver eingepudert.

              Zum Reinigen der Lackierpistolen benutze ich eine flache ca. 20cm Durchmesser Edelstahlschale und mehrere Dosier-Laborflaschen mit den verschiedenen Verdünnungen. Dazu einen Pinsel und die kleine Rundbürste die bei der Pistole dabei ist.
              NIE die ganze Pistole in Verdünnung einlegen.

              Wenn Du alles selbst komplett machen willst, dann kauf Dir gleich ein in der mittleren Preisklasse - did geht dann für alles.

              Gruß quat
              SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
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              • #8
                Das Thema ist nicht speziell und sehr oft beantwortet. Da muss man nichts verschieben.

                Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                Francis Picabia 1879-1953

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                • #9
                  Hey,

                  danke fürs „nichtverschieben“ sonst hätte ich mich hinterher selbst nicht mehr gefunden
                  quat, welche Pistole wäre denn für dich im mittleren Bereich und welche Bedüsung würdest du empfehlen für EP Grundierfüller, BC Basis und HS Klarlack?

                  An KTL hatte ich anfangs auch gedacht, habe mich aber dafür entschieden alles zu strahlen. Der neue Kompressor kommt nächste Woche, der soll sich ja nicht langweilen…

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                  • #10
                    Hallo Jochen,
                    ich kann Dir was zu den Lackierpistolen aus meiner Signatur schreiben, aber es geht wohl auch etwas "günstiger".
                    Frag mal im Lackshop an, da werden mehrere in der mittleren Preisklasse angeboten.
                    Im Shop gibt es eine recht günstige von MP - eventuell die mit 1,6er oder 1,8er Düse für den EP Grundierfüller.

                    Gruß quat
                    SATA X 5500 1,2I RP digital (Klarlack) und 1,3O HVLP Hippie digital (Basislack)
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