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CFK fällt schon wieder ein nach Lackieren

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  • CFK fällt schon wieder ein nach Lackieren

    Hallo liebe Lackexperten,

    ich habe hier schon vor einiger Zeit bzgl. Neulackierung eines CFK Teils gefragt und dann nach Euren Ratschlägen einen kompletten Neuaufbau gestartet.
    Also wirklich alles mit Aceton runtergewaschen und geschliffen und die 1 Jahr alte rohe CFK Oberfläche freigelegt.
    Auf die rohe CFK Struktur zuerst einen 2K EP Grundierfüller für einheitlichen Untergrund.
    Nach Durchhärtung Anschliff und dann mit 2K Epoxy-Spachtel größere Unebenheiten geglättet, nach Aushärtung Anschliff und mit 2K Polyester Feinspachtel die kleinen Poren geschlossen.
    Nach Aushärtung und erneutem Anschliff, dann nochmal mit 2K Epoxy Grundierfüller den Untergrund für die Lackierung geschaffen.
    Anschliffe sind jeweils immer trocken erfolgt.
    Ich habe das so vorbereitete Teil einem professionellen Lackierer für die Finalisierung gegeben (zusammen mit anderen Lackteilen des Motorrads, die aber nicht selbst gebaut sondern serienmäßig sind), ihm den bisherigen Aufbau geschildert, war für ihn o.k.
    Er hat dann wohl nochmal gefüllert und dann zusammen mit den anderen Teilen den Lackaufbau gemacht
    Leider ist der Lack wieder eingefallen! Alle andere Teile aus werksmäßigem Kunststoff (ABS) sind einwandfrei, das selbst gebaut CFK Teil ist problematisch
    Es zeichnen sich wieder deutlich die Gitterstrukturen des Carbongewebes ab, obwohl ja mehrere Schichten ausgehärtetes 2K Material (Epoxy-Spachtel, Grundierfüller,..) unter dem Decklack liegen.

    Der Lackierer hat das Teil dann nochmal geschliffen, abgespachtelt, gefüllert und lackiert (und sogar auf die forcierte Trocknung verzichtet) und dennoch wieder eingefallene Bereiche und Abzeichnung des Gewebemusters.

    Woran kann das liegen?. Es ist doch nur ausgehärtetes, lösemittelbeständiges 2K Material verwendet worden. Die Aushärtezeiten sind eingehalten worden, teilweise haben die Materialien Wochen Zeit gehabt. Das zugrundeliegende Carbonteil ist 1 Jahr und wurde auch im Vorfeld getempert.

    DAS VOM Lackierer verwendete Lacksystem ist etwas ungewöhnlich. Ich habe mir nur den Farbton ausgesucht (ein strahlendes weiß) und bin von Basis und Klarlack ausgegangen.
    Der Lack ist aber ein 2K 1-Schicht Lack, den der Lackierer zusätzlich noch mit Klarlack versiegelt hat

    Ich bin echt etwas ratlos, überlege schon, das Teil folieren zu lassen, um jeden Kontakt mit Lösemitteln zu vermeiden.


  • #2
    Mein Mitgefühl hast du! Schreibe hier nur um weitere Einträge nicht zu verpassen, da mich das Thema interessiert. Sowas ist mir auch noch nicht passiert.

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    • #3
      Auch ein Carbon Teil sollte mit einem Gelcoat oder einem Polyesterfüller 2 K, den aus auch in Transparent gibt. Von Voss Chemie z. B.
      Beschichtet werden. Nur Füller oder Lunken zukratzen langt nicht.

      Aber auch nach so einer hohen Beschichtung kann der Untergrund sichtbar durch Beifallen der Schichten vorkommen.

      ​Sieht man immer wieder.
      Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
      Francis Picabia 1879-1953

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      • #4
        Es ist ein positiv abgeformtes Teil, da gibt es leider keinen Gelcoat. Wie gesagt, ich habe nur 2K Komponenten verwendet, explizit sogar 2k Epoxy-Spachtel für die höheren Beschichtungsstärken, da sollte es doch gar keine Schrumpfung oder Einfallen geben.
        Transparenz ist kein notwendiges Kriterium, da es einen normalen Lackaufbau geben soll
        Was wäre denn der Rat?
        Bitte nicht vorschlagen, alles wieder runterschleifen :-)

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        • #5
          Polyesterfüller nach guter Trocknung der vorhandenen Schichten. Mit 280er den Lack Anschleifen und Satt draufhalten. Beim Lackierer einige Tage im Ofen bei 90 Grad. Dann von 120er bis 280er Trocken Schleifen und HS Füller. Mit Ofentrocknung und wieder zwischen Schliff mit 400er und noch mal Füller und Hitze im Ofen. Tja, und dann hoffen.
          Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
          Francis Picabia 1879-1953

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          • #6
            Ich fahr jetzt erst mal bis Saisonende so und lass dem Aufbau Zeit, weiter auszuhärten (und ggf. einzufallen)
            Im Herbst/Winter geb‘ ich dem Lackierer die Abdeckung um Phantoms Tipp ohne Zeitdruck umzusetzen.
            Ich werde aber parallel mal ein weiteres Versuchsteil bauen, um den optimalen Schichtaufbau zu testen.
            Nach dem Aushärten/Tempern des Carbonteils nochmal rollen mit reinem Epoxy, Spachteln 2K EP Spachtel und dann satt 2K Polyesterfüller?
            Dann Lackaufbau?

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            • #7
              Mit Polyesterfüller gespritzt bekommt man höhere Schichtstärke anstatt nur EP mit Rolle.

              EP kann man muss man aber bei einem Teil ohne Metall bzw. Unterwasser nicht unbedingt nehmen.
              Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
              Francis Picabia 1879-1953

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              • #8
                Ich mach mit dem Versuchsteil eine Zweiteilung.
                Eine Seite beim fertig laminierten und getemperten Teil mit Epoxydharz rollen, die andere Seite mit Polyesterfüller.
                Dann Lackaufbau mit Basislack und 2K Klarlack und anschließend Temperaturstress bei 60 Grad im Backofen.
                Mal sehen, was weniger stark bzw. gar nicht mehr einfällt.

                Ich werde berichten, wie es ausgeht

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                • #9
                  Ein HS Füller sollte noch nach dem Schleifen (120er bis 280er) auf den Polyfüller.
                  Füller Schleifen und dann erst Lack.
                  Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
                  Francis Picabia 1879-1953

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                  • #10
                    Mmh das ist ja komisch, mit dem Einfallen. Ich hatte mal intensiver Modellbau mit GFK Flugzeugen betrieben und GFK Rümpfe gebaut. Da ist nie was bisher eingefallen. Der Rumpf blieb immer glatt.
                    Vielleicht hast du zuviel Epoxy verwendet? Bei den Flugzeugrümpfen hatte ich mir eine Form gebaut in der dann mehrere Glasfasermatten eingelegt wurden, welche mit Epoxy Laminierharz getränkt waren. Nur nicht zuviel um Gewicht zu sparen..... Danach das Teil in einen großen Plastiksack mit Trennschicht dazwischen, damit der sack nicht fest klebt und mit einer Vakuum-Pumpe bis zum Aushärten die Matten zusammen gedrückt, sprich den Sack extrem vakuumiert. Dann war die Oberfläche allein schon schön glatt. So glatt wie die Ur-Form!

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