Mit STAMPP Vorreiter in Sachen Nachwuchsförderung


Besonders in aufstrebenden Märkten wie China, Südamerika oder Osteuropa steigt die Nachfrage nach professionell reparierten Fahrzeugen. Obwohl damit künftig auch der Bedarf an qualifizierten Lackierern wächst, gibt es keine einheitlichen Standards in der Berufsausbildung. In vielen Ländern fehlt der Ausbildungszweig sogar vollständig. Mit dem von Glasurit entwickelten Ausbildungskonzept STAMPP soll sich dies nun ändern.

„Unser Ziel ist es, weltweit eine professionelle Ausbildung zum Lackierer einzuführen und die vorhandenen Ausbildungskonzepte zu verbessern. Durch einheitlich hohe Qualitätsstandards wollen wir den Refinish-Bereich für Jugendliche attraktiver machen“, erklärt Urban Johansson.

STAMPP steht für „STimulate and revAMp the Paint Profession“ – hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein einjähriges Ausbildungsprogramm, das in enger Zusammenarbeit mit Berufsschulen und Lackierwerkstätten durchgeführt wird. Nach der technischen Grundausbildung bietet STAMPP den Auszubildenden die Möglichkeit, sich auf das Handwerk der Autoreparaturlackierung zu spezialisieren. Glasurit stellt den Berufsschulen und Industriebetrieben umfangreiches Lehrmaterial zur Verfügung, das die Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis präzise vorgibt. Der Lehrplan basiert auf europäischen Standards, kann jedoch an die Besonderheiten der einzelnen Länder und Regionen angepasst werden. „Damit die Materialsammlung immer auf dem neuesten Stand bleibt, bieten wir statt Lehrbüchern Ordner an, die man durch einfaches Ein- und Ausheften schnell aktualisieren und ergänzen kann“, so Johansson.

Für eine Qualitätsgarantie der dualen Ausbildung sorgen Verträge zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb – hierin verpflichten sich beide Seiten, die vorgegebenen Lernziele einzuhalten. Somit profitieren letztlich alle Beteiligten von dem Projekt: „Durch das hohe Niveau der Ausbildung verbessern sich die Berufschancen der Azubis erheblich“, erklärt Johansson. „Andererseits schaffen wir mit STAMPP die Voraussetzung dafür, dass unseren Kunden weltweit qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.“

Das Programm zur Förderung der Lackierer-Ausbildung bietet jedoch nicht nur umfangreiches Lehrmaterial für die Schüler. Da selbst in Deutschland viele Lehrer nicht auf die Autoreparaturlack-Industrie spezialisiert sind, setzt STAMPP bei der Ausbildung der Ausbilder an. Angepasst an die Qualifikation der Lehrer bietet Glasurit umfangreiche Ausbilder-Workshops an. Die nächsten Schulungen für Berufs- und Fachschullehrer finden im münsterschen Trainingszentrum, dem Refinish Competence Centre statt.

Die Zusammenarbeit zwischen Glasurit und Berufsschulen geht weit über die deutschen Grenzen hinaus: Neben einer Kooperation mit der Technischen Schule im dänischen Silkeborg, der größten europäischen Lackschule, wird STAMPP bereits als Pilotprojekt an zwei Berufsschulen in Moskau eingeführt. Je 20 Schüler werden dort im Laufe des nächsten Jahres zu Refinish-Experten ausgebildet. Weitere Kooperationen mit chinesischen Berufsschulen sind in Aussicht.

Quelle : glasurit.com