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Fahrzeuglackierer: Zwischenprüfung 08 in OWL

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  • Fahrzeuglackierer: Zwischenprüfung 08 in OWL

    Hallo zusammen!

    Ich habe soeben die Zwischenprüfung hinter mir und möchte für Lehrlinge denen es noch bevorsteht, Meister die lange nicht mehr ausgebildet haben und selbstverständlich auch allen anderen Interessierten meinen eigenen Erfahrungsbericht hinterlassen.

    Teil 1 - Schriftlich:

    Ort: Handwerkbildungszentrum Bielefeld
    Anzahl der Prüflinge: Knappe 50
    Zeit: 7:30 - 10:00

    Ablauf:

    Wir wurden bei Einkunft der Prüfer nach Prüflingsnummer in 3 Gruppen aufgeteilt und anschließend Klassenräumen zugewiesen. Jede Gruppe wurde von 3 Prüfern (Berufsschullehrer/Meister/Prüfer) betreut. Nach einer kurzen Einführung in den Ablauf ging es dann auch gleich los. Es wurden die Prüfungsbögen ausgeteilt und dann gleichzeitig begonnen.

    Inhalt:

    Die schriftliche Prüfung beinhaltete einen imaginären Kundenauftrag der sich später auch in der praktischen Prüfung wieder finden sollte.
    Dabei handelte es sich um einen Opel Omega B mit leichtem Frontschaden.
    Die Prüfung bestand fast 50/50 aus Multiple Choice Aufgaben, und welchen wo man die Antwort selbst verfassen musste. Auf Wirtschaft und Politik wurde nicht eingegangen.
    Der Schwerpunkt lag meiner Meinung nach bei dem Einsparen von Lösemitteln und der richtigen Oberflächenvorbereitung zum lackieren.
    Desweiteren musste man z.B. Werkzeuge benennen, Arbeitsabläufe bei der Demontage eines Stoßfängers schildern und noch vieles mehr.
    Die Prüfung beinhaltete etwa 40 Fragen und die ersten Prüflinge gaben nach etwa 1 Stunde mit einem erleichterten lächeln im Gesicht den Bogen ab. Mehr als die Hälfte empfand die Prüfung als leicht zu bewältigen.

    Mein Fazit:

    Alles in allem war der schriftliche Teil etwas leicht gehalten. Nach Aussage der Prüfer beinhaltet die Gesellenprüfung etwa den 4 fachen Inhalt und obendrein nicht so leichte Fragen. "Ihr solltet euch nicht auf das Ergebnis der Zwischenprüng verlassen" hieß es. Ich frage mich dann aber allerdings warum man uns die Note jetzt fast schenkt. Ein tritt in den Hintern wäre wohl sinnvoller gewesen aber naja. Trotz alledem. Wer im Betrieb mit offenen Augen durch den Tag läuft hat hier gute Chancen.


    Teil 2 - Praktisch:

    Ort: Malerbildungszentrum Bielefeld
    Anzahl der Prüflinge: 9
    Zeit: Freitag 13:00 - 16:30
    Samstag: 8:00 - 12:00

    Ablauf: Nach Einkunft der Prüfer hatten wir die erste Stunde Zeit in einem bereitgestellen Bogen einen Arbeitsablaufplan für die 3 zu bearbeitenden Objekte zu erstellen. Für jedes Teil musste man Arbeitsschritt, die geschätzte Zeit für jeden Arbeitsschritt (später dann die tatsächliche) und eine Werkzeug/Materialliste aufstellen.
    Hierbei wurde nicht viel Zeit vergeutet weil die Zeit doch recht knapp bemessen ist wenn man bedenkt das 9 Prüflinge fertige werden wollen! Also schnell schreiben und dann rann!

    Objekt 1: Aluplatte (50x100cm). Musste vorher im Betrieb grundiert und in Mercedes/Brilliantsilber (744) lackiert werden.
    Gestellt wurde hier ein geplotterter Schriftzug "Optik". Dieser musste zentriert auf der Platte aufgebracht werden was eigentlich das schwierigste Unterfangen war. Danach sollte er in Uni lila auslackiert werden. Anschließend wurde direkt der Klarlack appliziert. Fertig.

    Objekt 2: Kotflügel der Mittelklasse. Wurde wenn keine Beschädigungen vorhanden waren mit einem Hammer leicht zerdellt.
    Es mussten selbsverständliche alle Vorarbeiten durchgeführt werden. Anschließend wurde er in 2 Schicht metallic lackiert.

    Objekt 3: Stoßstangenteil. Hier hat der Prüfer recht mittig mit dem Negerkeks einen Parkrempler imitiert.
    Hier wurde wie bei dem Kotflügel eine 2 Schicht metallic Lackierung appliziert.

    Hatte man alles hinter sich bekam man einen DinA4 Bogen auf dem man sich selbst einschätzen musste. Sprich ob man jedes Werkzeug sinnvoll eingesetzt hat, ob man sich zeitlich gut eingeschätzt hat und und und.

    Dann musste man mit Objekt 1, 2, 3, dem Bogen mit dem Arbeitsablaufplan und letztem vor den 3 köpfigen Prüfungsausschuss treten und jeden Arbeitsschritt zu jedem Objekt schildern.
    Hin und wieder wurden noch ein paar Fragen gestellt...ob man das Produkt selbst als gut einschätzen würde, wie man bei den Staubeinschlüssen zu verfahren hätte und und und.
    Nach etwa 10 Minuten hatte man es dann geschafft.

    Fazit:

    Die praktische Zwischenprüfung ist wie der wilde Westen! Du kannst im Prinzip nur deiner eigenen Pistole trauen. Es ist wirklich so!
    Rücksicht auf die anderen nehmen ist nicht verkehrt (im Kolektiv lackieren, abspreche etc.). Allerdings sollte man sich nicht auf die anderen verlassen! Stellt z.b. euren Klarlack so ein wie ihr ihn für gewöhnlich spritzt, benutzt gründsätzlich eure eigene Lackierpistole bei der ihr sicher sein könnt das sie sauber ist und astrein spritzt und haltet euch ran. Die Zeit ist knapp auch wenn es sich nach wenig Arbeit an hört.





    Ich hoffe ich konnte Interessenten einen kleinen Einblick in die Zwischenprüfung des Fahrzeuglackierers geben. In dem Sinne..."Gut Lack"!

    Fuchsjunge

  • #2
    Schöne Übersicht für den Lackierernachwuchs!

    Thomas
    RTFM!

    Kommentar


    • #3
      Ja , kann mich nur anschliessen , sehr gute Idee das mal hier zu Posten.

      Wie ist das , musstet ihr alles mitbringen ?

      Pistole
      Schleifpapier
      Farbe
      schleifklotz
      Exzenter u.s.w. ?

      Kommentar


      • #4
        Wir mussten nahezu alles mitbringen. Gestellt wurde lediglich das Lackmaterial, ein 3M Lackieranzug, Kontrollschwarz., Silikonentferner und die besagte Plotterfolie.
        Zum dem gestellten Basislack sei noch gesagt das nur konventioneller Basislack gestellt wurde. Wer mit Wasser arbeiten wollte musste diesen selbst mitbringen!

        Hier mal die Liste der Dinge die wir selbst mitbringen MUSSTEN.

        - Rutscher ODER Exzenter für Staubabsaugung geeignet (kein Festo)
        - Verlängerungskabel
        - Polyesterspachtel
        - Lackierpistole
        - Spachtelwerkzeug und das erforderliche Schleifpapier
        - Klebeband 19mm , ofenfest, Schere
        - Folienband 4mm
        - Schleiklotz
        - Schwamm
        - Ausblasdüse
        - Rührstöcke
        - 10 Stück 1/2 bis 1 Literdosen zum Mischen und Verdünnen
        - Folienmesser, Schneidezirkel
        - Staubbindetuch
        - Farbsieb
        - Schreibzeug, Lineal 30cm, Zirkel, Kunststoffradiergummi
        - Zollstock
        - Putzlappen

        Zudem die besagte Alu-/Aludibonplatte (50x100cm, 2-3mm stark), 1 gebrauchter aber brauchbarer Kotflügel der Mittelklasse und 1 lackiertes Stoßfängerteil (50-70cm).

        Es wird in der Regel nicht kontrolliert aber extra darauf hingewiesen, dass fehlendes oder fehlerhaftes Arbeitsmaterial und Prüfungsstücke zum sofortigen Auschluss des Prüflings von der Prüfung führen!

        Kommentar


        • #5
          Hi

          Toller Bericht !
          Sehr Ausführlich, und Besser als die Erzählungen
          von unserem Berufsschullehrer

          Bin zwar noch nicht lange dabei,
          aber so wie ich das gelesen habe, sollte die Zwischenprüfung Machbar sein

          Gruß

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          • #6
            soo nun schreib ich mal meine erfahrungen auf....
            hatte letzten monat auch meine zwischenprüfung (praktisch und im sommer schon meine schriftliche )

            zum schriftlichenteil...hatten ungefähr 60 prüflinge da, bekamen auch ne kundenauftrag..halt alles normal...ungefähr 50% standert fragen die man in der schule und in den alten kundenaufträgen kennt....u.a. spritzbilder ,aufbau der pistole und und und....
            dazu halt normale technische fragen....
            was mich etwas stutzig machte,ist der teil,mit der demontage und montage usw der einzelnen teile...viel zuviel karosseriefragen...u.a. welche schrauben es alle gibt und son kram,zwar sagen einige...es ist einfach usw aber wenn man einen reinen betrieb hat ,nur für lackieren dann ist es in meinen augen was anderes...habe persönlich nicht viel mit demontage /montage der teile zutun.

            aber OK ,


            vorab wurde gesagt das man eine mathe formelsammlung bekäm,am ende bekam man keine und musste sooo durch es war bei einigen reine verzweiflungh aber wer 10 jahre vorher aufpasste ,kam locker durch...irgendwelche kilowattstd berechnen und volumen also eher 7. oder 8. klasse...
            ueber umwege kam man locker hin und konnte wenigstens teilpunkte holen.

            Alles im allen fand ich die prüfung an dem tag ganz ok.kam locker durch ...aber das übel folgte 4 wochen später als man die in der berufsschule besprach...

            viele fragen wurden anders beantwortet und habe relativ schwarz gesehen für die benotung....aber am ende war sie doch ganz gut...


            zur praktischen....hatten das selbe wie mein vorredner

            hatten anfangs 1,5 wochen eine ÜBL, mussten da den Prüfungskotflügel in füller bringen...bekamen da 2 Dellen reingehauen ...mussten den dann mit Polyesterspachtel spachteln und nur mit P240 von hand schleifen...bekamen auch keine andere körnung!
            danach wurde mit 7/1 füller gefuellert....


            danach kam die metallplatte dran ,musste die schleifen und füllern und lackieren...mit einer begrenzten menge!nebelgang und satter gang!...wolken waren das ergebnis...

            am prüfungstag musste man den arbeitsablaufplan machen,habe mit dem schlimmsten gerechnet und nach irgendeinem tipp gesucht ...aber am ende war es ein simpler plan,wo man chronologisch die arbeitsschritte auflisten musste mit der geplanten zeit und der tatsächlichen zeit....

            danach wurde der flügel geschliffen,natürlich nass mit 800er...danach lackiert mit einer kleinen menge,glaube 70gramm pro person...nebelgang und sattergang,danach begrenzter klacklack ..klebegang und satter... der prüfer stand ganze zeit mit in der box,,

            danach wurder das kunststoffteil gemacht,wurde vorher ne riss reingeshcnitten den man v förmig ausschneiden musste und und und aber ihr kennt das,bei einigen gabs probleme mit dem kleber...der hatte keine haftung und konnten den nicht beischleifen,durften das material mit p240 schleifen,was wirklich dauerte wiel das papier sich schnell zusetzte...

            das einfachste fand ich ,war die metallplatte,die maße waren topp...konnte man gut teilen,das man an den seiten gute abstände ausmessen konnte, obere kante zum logo,logo bis zur schrift und schrift zur unteren kante musste der selbe abstand sein...war wikrlich ok...OPTIK war schon geplottert und musste dann nur das "schwere" logo ausschneiden...2 große kreise und ne balken.... danach wurde es auslackiert und gut war....

            am ende war dann das fachgespräch dran,man wurd einfach nur paar sachen gefragt u.a. der ablauf vom kotflügel ...bis ins kleinste detail,dann kunststoffteil ,genau das selbe....und dann wie man den klarlack anrüht...und nach 5min war man feddig...der ganze tag war nach 4,5 std beendet...

            alles im allen war das ganz ok....und war relativ zufrieden....

            hoffe habe nichts gravierendes vergessen....
            Zuletzt geändert von donporno; 19.11.2008, 22:10. Grund: was vergessen

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            • #7
              bei uns wurde alles gestellt...man wäre ausgeschlossen worden ,hätte man was anderes mitgebracht...

              bin gespannt wie die gesellenprüfung abläuft wenn man das eigene material mitbringt...und werkzeuge....

              Kommentar


              • #8
                ----------------- ----------------------
                Zuletzt geändert von Holger; 16.01.2009, 19:27. Grund: Namensnennung von Prüfern, nicht im Öffentlichem Forum.

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                • #9
                  Das is ja hoch interessant!

                  Schön das man solche infos hier nachlesen kann

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                  • #10
                    Bei uns in OS mussten wir alles mitbringen, wirklich alles. Selbst Papiertücher mussten wir mitbringen.
                    Es war zwar kein Ausschluss, wenn man was auslieh und nicht dabei hatte aber sowas galt dann (sofern der Prüfer das mitbekam) als unzuverlässig und nicht vorbereitet.

                    In OS kann ich zur Praktischen Zwischenprüfung sagen:

                    Wir mussten eine Metallplatte in silber (mehr stand da nicht) vorlackiert mitbringen, einen Kotflügel und ein Stück Kunststoff (Stoßstange).

                    Auf die Platte wurde ebenfalls der Schriftzug (ausgeplottert) OPTIK platziert und das Logo (die Brille) musste von hand ausgeschnitten werden.
                    Alles sollte in Tagesleuchtfarben lackiert werden (die wir natürlich nciht bekamen, da wir keine zulassung für Feuerwehr fahrzeuge etc besitzen)
                    Also wurde der prüfungsausschuss genötigt, diese farben uns zu stellen.
                    Dann noch klarlack drauf.

                    In den Stoßfänger wurde ein Riss gemacht (vom Prüfer), der dann geklebt und glatt geschliffen werden musste. Weiter nichts. Der wurde dann später auf seine festigkeit geprüft, ob die klebestelle auch hält.

                    Auf den kotflügel wurde eine delle geschlagen (sofern noch nicht vorhanden), die dann gespachtelt, gefüllert und anschließend der ganze Koti lackiert werden musste.

                    Am anfang eben der Arbeitsablaufplan, am ende das fachgespräch.

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